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Im Gespräch: Eintracht-Profi Patrick Ochs : „Von Mesut Özil kann ich mir vieles abschauen“

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Ich denke, dass der Kader mit 29 Spielern ausreichend stark ist. Wir sind gut aufgestellt, besonders im Offensivbereich. Mit Gekas und Tzavellas sind Spieler dazugekommen, die ihre Klasse schon bewiesen haben. Sie sind Nationalspieler, ich denke, dass sie uns weiterbringen werden. Von daher gehe ich positiv gestimmt in die Saison, auch wenn wir schauen müssen, ob die Spieler in unser System passen und ob wir viele Verletzte haben werden.

Und Anführer dieser Mannschaft wird dann der neue Kapitän Patrick Ochs sein?

Das weiß ich nicht. Darüber habe ich noch nicht mit dem Trainer gesprochen. Ich würde es natürlich gern machen, und ich denke auch, dass ich dafür lange genug bei der Eintracht bin. Aber auch wenn ich nicht neuer Kapitän werde, ist das für mich kein Problem. Ich kann mich auch so in die Mannschaft einbringen. Es ist nicht wichtig, ob Chris Kapitän wird oder ich, sondern nur, was richtig ist für die Mannschaft. Und da stellt jeder seine eigenen Wünsche hintenan.

Vor einer Saison geben viele Vereine ein Ziel aus. Manche sind offensiver, andere zurückhaltender. Welche Strategie ist für die Eintracht das Beste?

Man sollte nicht zu forsch sein, aber auch nicht zu zurückhaltend. Wir müssen den Mittelweg finden. Heute, da die Mannschaft noch nicht einmal zusammen trainiert hat, kann man noch kein Ziel ausgeben. Das kann erst nach der Vorbereitung passieren.

Aber den zehnten Platz mit 46 Punkten aus der Vorsaison wollen Sie schon verbessern, oder?

Ich werde keine Plazierung und auch keine Punkte nennen. Fakt ist, dass man Fußball spielt, um sich zu verbessern. Aber es gehören auch andere Faktoren zu einer Saison dazu, wie Verletzungen zum Beispiel.

Gibt der Trainer ein Ziel vor?

Ja, wir als Mannschaft zusammen mit dem Trainer machen uns Gedanken und reden, was möglich ist und was nicht. Im letzten Jahr war es so, dass wir uns mit dem Mannschaftsrat und dem Trainer zusammen hingesetzt und überlegt haben, welches Ziel wir ausgeben sollen oder ob wir von Spiel zu Spiel schauen. Und so wird es wohl auch in dieser Saison sein.

Sind Sie bei Ihren Qualitäten manchmal wehmütig, wenn Sie internationale Spiele sehen, ob nun bei einer WM oder im Europapokal?

Ja, natürlich. Ich habe gesehen, wie schön es ist, im Uefa-Pokal zu spielen. Man lebt zwar wie ein Zigeuner und übernachtet mal in dem und dann wieder in einem anderen Hotel. Aber dennoch ist es für jeden Spieler das Ziel, international zu spielen. Und als ich bei der Eintracht verlängert habe, habe ich ja auch gesagt, dass ich mit Frankfurt im Europapokal spielen will. In der vergangenen Saison waren wir lange Zeit dicht dran. Am Ende hat es dann nicht ganz gereicht, und deshalb tut es schon ein bisschen weh, nicht dabei zu sein.

Wäre Ihre Karriere unvollendet, wenn Sie nicht irgendwann noch mehr internationale Spiele auf dem Konto haben würden?

Es wäre auf jeden Fall sehr schade. Aber ich denke, dass es für mich auch so schon sehr gut gelaufen ist. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, spiele mit Eintracht Frankfurt in einem schönen Stadion, in dem jedes zweite Wochenende durchschnittlich 46 000 Zuschauer die Spiele sehen. Man könnte auch sagen, dass es wesentlich schlimmer hätte laufen können. Ich bin stolz und froh, hier bei Eintracht Frankfurt spielen zu können. Dennoch höre ich nicht auf, mir auch höhere Ziele zu setzen.

Das Gespräch führten Uwe Marx und Ralf Weitbrecht.

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