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Rückkehr der Zuschauer : 6500 Eintracht-Fans gegen Arminia

  • -Aktualisiert am

Eintracht-Motor: Vorstand Axel Hellmann hat mit seinem Team alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit wieder vor Publikum gespielt werden darf. Bild: Harald Bremes/Jan Huebner

Frankfurt bekommt grünes Licht vom Gesundheitsamt für die ersten beiden Heimspiele der Hütter-Elf. Vorstand Hellmann sieht es als eine wichtige Investition.

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          Der Bescheid kam gerade noch rechtzeitig vor dem großen öffentlichen Auftritt. Wenige Minuten bevor vier leitende Angestellte der Frankfurter Eintracht das Hygienekonzept des Vereins für die Austragung von Bundesliga-Heimspielen auf einer Pressekonferenz in der WM-Arena in aller Ausführlichkeit erläuterten, übermittelte das Gesundheitsamt Frankfurt seine Erlaubnis, dass 6500 Besucher die Begegnungen verfolgen dürfen. Dieses Einverständnis gilt zunächst für die ersten beiden Bundesligapartien – am Samstag in einer Woche gegen Arminia Bielefeld und am 3. Oktober gegen die TSG Hoffenheim. „Wir sind in einer dynamischen Situation, je nachdem, wie sich die Pandemie generell entwickelt und wie die Erfahrungen bei den Spielen ausfallen, kann die Zuschauerzahl erhöht oder wieder reduziert werden“, sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann. Auch die Rückkehr zu Geisterspielen sei nicht ausgeschlossen.

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          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Obwohl die Eintracht in ihrem Ausnahmeantrag, bis auf weiteres sind Großveranstaltungen mit mehr als 250 Beteiligten in Hessen verboten, einen Einlass von über 11.000 Zuschauer vorsah, äußerte sich Hellmann zufrieden mit der Entscheidung des Gesundheitsamtes. „Natürlich hat das noch nicht viel mit dem zu tun, was wir uns alle zurückwünschen und mit Fußball verbinden. Aber es ist ein Anfang. Ich bin heilfroh, dass wir einen Wiedereinstieg für den Weg zur Normalität finden.“ Die sportliche Führung sah das Ergebnis nur positiv. „Das ist eine tolle Nachricht, die wir vor zwei Wochen noch nicht für möglich gehalten hätten“, kommentierte Eintracht-Trainer Adi Hütter.

          Passendes Hygienekonzept

          Zuvor hatte RB Leipzig als erster Bundesligaverein grünes Licht für Heimspiele vor einem größeren Publikum in der Corona-Krise erhalten. Die Sachsen dürfen sogar vor bis zu 8500 Fans spielen. Eine bundeseinheitliche Freigabe für die teilweise Zuschauer-Rückkehr in die Stadien wird nicht vor Ende Oktober erwartet. Eine Wettbewerbsverzerrung sieht Hellmann darin nicht: „Das kann und wird auch nicht die Debatte sein.“

          Die Eintracht zählte wie Leipzig zu den Bundesligaklubs, die sich am schnellsten und nachhaltigsten darum mühten, ein Hygienekonzept zu erstellen. Als Eckpunkte hatte die Eintracht die DFL-Richtlinien übernommen und die Hygieneregeln der Gesundheitsämter, daran anknüpfend aber viele Detaillösungen erarbeitet. Das Konzept sei, überall wo es vorgestellt wurde, als sehr gut qualifiziert worden, so Hellmann. Das Frankfurter Gesundheitsamt bestand allerdings in einem entscheidenden Punkt auf eine Änderung. Bei der Verteilung der Zuschauer auf die Sitzplätze (Stehplätze bleiben geschlossen) orientierte sich die Eintracht auf die Abstandsregel von 1,50 Metern. Das lokale Gesundheitsamt bestand auf größeren Abständen nach oben und unten, um die Infektionsgefahr durch die Verbreitung von Aerosolen, die bei Schlachtrufen oder Fangesängen ausgestoßen werden, zu reduzieren. Dafür ist es den Fans auch erlaubt zu schreien und zu singen. Im Gegensatz zu den Fans von Ajax Amsterdam. Beim Testspiel gegen die Eintracht am vergangenen Samstag war ein niederländischer Zuschauer von seinem Platz verwiesen worden, der es sich nicht untersagen lassen wollte zu singen.

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