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Eintracht Frankfurt : Funkel als Marathon-Mann

Funkel kämpft nicht nur Training mit um den Ball - er bereitet sich auch auf den Frankfurt-Marathon vor Bild: Michael Kretzer

Die Japaner sind wieder da. Mehr noch: Sie sind gut in Schuss und erfreuen sich bester Gesundheit. Für Eintracht-Trainer Funkel sind das gute Nachrichten. Zumal sich die Mittelfeldleute Meier und Streit mit Knieproblemen plagen.

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          Die Japaner sind wieder da. Mehr noch: Sie sind gut in Schuss und erfreuen sich bester Gesundheit. Für Friedhelm Funkel sind das gute Nachrichten, denn der Trainer der Frankfurter Eintracht kann wieder nach und nach auf ihre Unterstützung hoffen. Schon an diesem Freitag, wenn die erstklassigen Fußballprofis ein Privatspiel beim Oberligaklub Viktoria Aschaffenburg bestreiten (Anstoß 16.30 Uhr), wird Naohiro Takahara für die Eintracht wieder am Ball sein. Es ist sein erster Einsatz nach dem einwöchigen Aufenthalt in Tokio.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          In der Heimat hatte der 29 Jahre alte Stürmer, moralisch unterstützt von Funkel, die Ärzte und Physiotherapeuten seines Vertrauens aufsuchen dürfen, um wieder fit zu werden. Ein Vorhaben, das Funkel als geglückt bezeichnet. „Es sieht gut aus bei ihm“, sagte der Coach am Mittwoch. „Wir sind sehr zufrieden.“ Auch Junichi Inamoto, Takaharas Landsmann, ist schon wieder in unmittelbarer Nähe der Mannschaft gesichtet worden. Etwas abseits des Teams hat der defensive Mittelfeldmann ein individuelles Aufbauprogramm mit und ohne Ball absolviert. In Aschaffenburg indes wird Inamoto noch pausieren.

          Meier und Streit mit Knieproblemen

          Stichwort Pause: Weil sich die deutsche Nationalmannschaft anschickt, in der Europameisterschafts-Qualifikation den letzten benötigten Zähler in der irischen Haupstadt Dublin zu holen, ruht der Spielbetrieb in der Bundesliga. Funkel kommt die Zwangspause nicht ungelegen. Ihm und seinem Trainerstab bietet sich an diesem Donnerstag die Möglichkeit, einen wissenschaftlichen Blick auf den körperlichen Zustand seiner Spieler zu werfen. Von der Laktatmessung, die im Riederwaldstadion vorgenommen wird, erwartet Funkel keine großen Überraschungen. Er weiß aus eigener Anschauung, dass seine Mannschaft relativ gut in Schuss ist. Das jüngste 2:1 im Ligaalltag gegen Bayer Leverkusen, als die Eintracht wieder in der Schlussphase ihre Stärken ausspielte und zum Sieg kam, mag diese Einschätzung unterstreichen. „Wir wollen durch die Laktatmessung einfach nur bestätigen lassen, was wir glauben, gesehen zu haben“, sagt der Funkel.

          Am 20. Oktober erst wird die Eintracht wirklich ernsthaft gefordert sein. Bis zur Reise zum abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg, immerhin amtierender Pokalsieger, dürften auch die leicht angeschlagenen Albert Streit und Alexander Meier wieder hergestellt sein. Beide klagen über Knieprobleme, und im Fall Streit hat Funkel dem zuletzt so erfolgreichen Vorbereiter gleich eine einwöchige Pause auferlegt.

          Die Festhalle als Ziel

          Eine Pause auch für Funkel? Die wird es nicht geben, denn wenn der Fußballtrainer wie geplant beim Frankfurt-Marathon am 28. Oktober mitmachen will, sollte er noch einige Male trainingshalber laufen gehen. Was kaum jemand weiß: Funkel hat spontan zugesagt, bei einer Staffel mitzulaufen, die sich „VIP-Express“ nennt. Auch sein Assistent Armin Reutershahn wird mitmachen, ebenso Sabrina Mockenhaupt, die Siegerin des Köln-Marathons. Doch Funkel kommt bei den „Express“-Läufern eine besondere Rolle zu. Mit den Veranstaltern ist abgesprochen, dass er als Vierter und Letzter auf die Strecke geht. Dies bedeutet, dass der 53 Jahre alte Multisportler 14 Kilometer laufen muss.

          Das Ziel ist verlockend: Funkel darf den Beifall des Publikums in der Festhalle aufsaugen. Nur drei Tage später, am 31. Oktober, steht er abermals im Fokus. Dann im Rahmen des DFB-Pokalspiels der Eintracht bei Borussia Dortmund, das am Mittwoch terminiert worden ist. Anstoß im größten Fußballstadion ist um 19 Uhr.

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