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Auch Stadionverbote verhängt : Für Lüttich-Fans ist der Römerberg tabu

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Konkurrenz: Schals von Standard de Liège werden am Donnerstag auch in Frankfurts Arena zu sehen sein. Bild: EPA

2500 Fans von Standard Lüttich werden zum Spiel gegen die Eintracht in Frankfurt erwartet. Ihre Ultras streben dem Römerberg zu. Die Polizei hat den beliebten Platz für sie aber zur Tabuzone erklärt. 37 andere bekamen sogar Stadionverbot.

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          Die Frankfurter Polizei hat vor dem Europa-League-Spiel der Eintracht ein Aufenthaltsverbot auf dem Römerberg für Fans von Standard Lüttich erlassen. Dies teilte sie via Twitter am Donnerstag mit. Die Frankfurter Fußballprofis empfangen am Abend (21.00 Uhr/Nitro und DAZN) in der Europa-League-Vorrunde das belgische Team.

          Mehr als 2500 Fans des Traditionsvereins werden in Frankfurt erwartet. Als Anlaufpunkt hatten Ultrafans aus Lüttich den populären Rathausplatz avisiert. Die Eintracht war kürzlich abermals wegen Fehlverhaltens ihrer Fans von der Europäischen Fußball-Union Uefa verurteilt worden. Wegen der Vorfälle im Playoff-Spiel gegen Racing Straßburg müssen rund 1000 Plätze auf der VIP-Tribüne hinter den Trainerbänken frei bleiben. Diese Strafe hatte die Uefa verhängt, nachdem der Schiedsrichter der Partie Ende August von Zuschauern mit Gegenständen beworfen worden war.

          Stadionverbot für 37 Standard-Fans

          Bei Kontrollen vor dem Europa-League-Spiel hat die Polizei gegen 37 aus Belgien eingereiste Fans ein Betretungsverbot für Stadion, Frankfurter Innenstadt und Hauptbahnhof ausgesprochen. In ihrem Fan-Bus hatten Beamte bei einer Kontrolle an der Autobahn in Aachen Bengalos, Rauchbomben und Knallkörper mit insgesamt 2,5 Kilogramm Explosivstoffen sichergestellt, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Da nicht geklärt werden konnte, wem genau im Bus diese Dinge gehörten, sprach die Polizei gegen alle 37 Fans das Betretungsverbot aus.

          Die Bundespolizei hatte Hinweise auf die mögliche Einreise von 400 belgischen gewaltbereiten Risiko-Fans bekommen. Bei den Kontrollen vor allem von Reisebussen, die bis in den Nachmittag hinein andauern sollten, waren den Angaben nach weit mehr als 100 Beamte im Einsatz. Die „Aachener Nachrichten“ hatten über die Polizeikontrollen an der Grenze berichtet.

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