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Trainingslager in Wolfsburg : Eintracht-Frauen mit neuem Selbstvertrauen

  • -Aktualisiert am

Vorbereitung auf das neue Fußballjahr: Eintracht-Frauentrainer Niko Arnautis. Bild: Picture-Alliance

Das Kurztrainingslager tut den Eintracht-Frauen gut. Aus den zwei Testpartien gegen den Meister VfL-Wolfsburg schöpfen sie neuen Mut für die Rückrunde. Auch die zurückgewonnene Kadertiefe gibt Grund für Optimismus.

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          Vier Tage in Wolfsburg. Was sich aufgrund der Reizarmut der Stadt nicht wie ein Vergnügen anhört, kam für die Frauen der Frankfurter Eintracht zur rechten Zeit. Es war mehr als nur ein erfrischender Ausbruch aus dem heimischen Trott in Corona-Zeiten. Das Kurztrainingslager samt zweier Testpartien gegen den Meister VfL Wolfsburg brachte für den Tross auch eine wertvolle Bestätigung. Nämlich, dass sie besser sein können, als die ernüchternden 17 Punkte nach zwölf Bundesligarunden ausweisen. Die guten Auftritte gegen das niedersächsische Starensemble trotz 2:3- und 0:3-Niederlage flößte dem SGE-Betrieb viel Mut und Optimismus ein.

          „Wir haben uns im spielerischen Bereich gut präsentiert, da haben wir Fortschritte gemacht“, sagt Cheftrainer Niko Arnautis. „Natürlich haben wir wieder erlebt, dass gegen einen solchen Gegner die kleinste Unachtsamkeit bestraft werden kann. Aber auch im Abwehrverhalten sind wir vorangekommen.“ Die Gegentreffer resultierten fast alle aus Standardsituationen und Eigentoren. Es liegt noch nicht lange zurück, da waren Frankfurter Jahrgänge gegen die „Wölfinnen“ so unterlegen, dass sie mit Ball am Fuß kaum mal die Mittellinie überquerten.

          „Sehr ordentlich bis gut gespielt“

          Acht Punkte Rückstand haben sich in der Liga aufgetürmt auf Rang drei, der einen internationalen Startplatz in der neuen Saison verspricht. Eine auf dem Papier schwache und den eigenen Ansprüchen zuwiderlaufende Bilanz. Die winterliche Analyse im Eintracht-Quartier hat aber ergeben, dass die Mannschaft in zehn von 14 Pflichtspielen nach der Fusion von FFC und Eintracht „sehr ordentlich bis gut gespielt hat“, so Arnautis. Das Problem sei gewesen, dass man in den knappen Auseinandersetzungen kaum gepunktet habe und schwächere Tage nicht kompensieren konnte. Arnautis ruft nun zwar keine Aufholjagd mit Pauken und Trompeten aus, wenn die Eintracht vom ersten Februarwochenende an mit zwei Heimspielen in Serie beginnt. Aber der Fußballlehrer sagt: „Es kann noch eine richtig gute Saison werden.“ Und zwar wenn die Mannschaft in der Tabelle klettere und den Traum vom Pokalsieg am Leben erhalte.

          Frischen Optimismus ziehen sie bei den Eintracht-Frauen auch aus der zurückgewonnenen Kadertiefe. Mit der Schweizerin Sandrine Mauron und der Brasilianerin Leticia Santos stehen nach zwei- beziehungsweise zehnmonatiger Verletzungspause zwei Nationalspielerinnen wieder voll im Training. Dazu hat sich die frisch verpflichtete Alexandra Johannsdottir – „obwohl in den ersten Tagen viel auf sie eingeprasselt ist“, so Arnautis – mit zwei halbstündigen Einsätzen gegen Wolfsburg gut eingefügt. Die 20-jährige Isländerin soll den Beweis antreten, dass Winterverpflichtungen von Talenten Sinn machen. Denn so wird ihr eine halbjährige Eingewöhnungszeit zugestanden, um dann in der neuen Saison ihr volles Potential entfalten zu können. Denn dann, so sagen es die Verantwortlichen immer wieder, wollen die Eintracht-Frauen richtig angreifen.

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