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Frage des Spielsystems : Das neue Gesicht der Eintracht

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Derzeit kein Duo auf dem Platz, da der Mann links in Bild zuletzt verletzt war: Martin Fenin und Nikos Liberopoulos (rechts) Bild: Wonge Bergmann

Es wird so langsam ernst für die Spieler von Trainer Michael Skibbe. Es zeichnet sich ab, auf wen er nach all der Vorbereitung im Ernstfall setzt. Auch die Systemfrage stellt sich bei Eintracht Frankfurt.

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          Die Trainingssteuerung ist bei der Frankfurter Eintracht ganz auf den 2. August ausgerichtet, wenn die Mannschaft zum Pokalderby bei den Offenbacher Kickers antreten muss. Die personellen Planungen des Trainers aber gehen schon an diesem Samstag mit dem Privatspiel beim 1. FC Kaiserslautern aus der Zweiten Fußball-Bundesliga in die Endphase. Im Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg würden, sagt Michael Skibbe, jene Spieler eingesetzt, "die am besten zusammenpassen". Übersetzt, also die, die der Trainer aktuell für die erste Wahl hält. Die Startelf der Eintracht bekommt nach und nach ein Gesicht. Mit Blick auf das Spiel in Offenbach eine Woche später werde er natürlich auch in Anbetracht des dann besseren Trainingszustands weitere Profis mit in seine Planungen einbeziehen. Der Brasilianer Chris, der Grieche Ioannis Amanatidis, der Tscheche Martin Fenin und der Österreicher Ümit Korkmaz, die mehr oder weniger lange nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnten oder erst in diesen Tagen zurückkehren, hätten noch Chancen dazuzustoßen.

          Nach knapp vier Wochen Vorbereitungszeit unter dem neuen Trainer sind viele Fragen geklärt oder sind der Klärung zumindest nahegekommen. Im Tor streiten sich Oka Nikolov und Markus Pröll um den Stammplatz. Wer in Kaiserslautern spielt, werde auch danach die Nummer eins sein, sagt Skibbe. "Wenn er nicht gerade schlimme Böcke schießt." Nikolov könnte dabei - begünstigt auch von der Verletzung des Neuzugangs Ralf Fährmann - im Moment die Nase vorn haben. Am Samstag will der Trainer den Torhütern seine Entscheidung mitteilen.

          Die Außenpositionen in der Viererabwehrkette sind fest an Patrick Ochs und Christoph Spycher vergeben. So wie in den vergangenen Jahren auch - jedenfalls dann, wenn die beiden Spieler gesund und unverletzt waren. In der Innenverteidigung gelten Maik Franz und Marco Russ nur so lange als Favoriten, wie Chris noch nicht wieder völlig hergestellt ist. Der Brasilianer soll nach Bandscheibenproblemen erst am Sonntag wieder mit den Kollegen trainieren. Wird er fit, wird er auch spielen. Den lange verletzten, jetzt aber wieder einsatzbereiten Aleksandar Vasoski hat der neue Trainer als "gute Alternative" bezeichnet. Der junge Franzose Habib Bellaid dagegen hat viel an Boden verloren.

          Die Besetzung des Mittelfeldes wird sehr eng mit der Systemfrage zusammenhängen. Lässt Skibbe mit zwei Stürmern spielen, was er zuletzt mangels genügend gesunder Angreifer noch nicht tun konnte, was er im Grunde aber tun will, dann gibt es in einer Raute nur vier Plätze im Mittelfeld. Lässt Skibbe mit einem Angreifer spielen, dies dürfte dann ziemlich sicher Nikos Liberopoulos sein, wird er fünf Mittelfeldspieler aufbieten, darunter zumindest drei mit offensiven Qualitäten. Die Neuzugänge Pirmin Schwegler und Selim Teber haben nach zuletzt guten Leistungen ihre Plätze in beiden Systemen im defensiveren Bereich ziemlich sicher. Benjamin Köhler, Caio und Alexander Meier sind Kandidaten für die offensiven Mittelfeldpositionen. Rückt Amanatidis oder Fenin in den Sturm neben Liberopoulos, dann müsste einer aus dem offensiven Mittelfeldtrio, also Köhler, Caio oder Meier, draußen bleiben. Ein Angriffsduo Amanatidis und Fenin ist frühestens beim Bundesligaspiel in Bremen am 8. August denkbar, wenn beide ihre Trainingsrückstände endgültig aufgeholt haben dürften. Neben all den genannten Spielern gehören lediglich noch Sebastian Jung für die rechte Abwehrseite und Markus Steinhöfer fürs rechte Mittelfeld zum engeren Kreis.

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