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Eintracht-Torjäger begehrt : Paciencia und das Interesse aus Liverpool

Ist Goncalo Paciencia der nächste teure Abgang der Eintracht? Bild: AP

Goncalo Paciencia macht mit vielen Toren auf sich aufmerksam. Eintracht Frankfurt kann das nur recht sein. Weitere Treffer würden im Verlauf dieser Saison sportlich weiterhelfen – und sich danach womöglich auszahlen.

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          Auf nach Liverpool. In der Stadt am Mersey wird derzeit der aufregendste Fußball der Welt gespielt. Das Team von Jürgen Klopp stürmt dem sehnsüchtig erhofften Meistertitel entgegen. Hält der Champions-League-Sieger Kurs, findet im Frühjahr 2020, genau dreißig Jahre nach der letzten Meisterschaft, die große Sause statt.

          Goncalo Paciencia dürfte mittlerweile wissen, dass Everton nur ein Stadtteil ist – und in Liverpool liegt. Und der FC Everton, so ist dieser Tage zu hören und zu lesen, habe die Fühler nach Paciencia ausgestreckt. Nach jenem Fußballspieler also, der bei der Frankfurter Eintracht sehr erfolgreich seiner stürmischen Arbeit nachgeht. Sechs Tore nach den elf bisher absolvierten Bundesligaspielen: Der Portugiese hat zuletzt eine erfreuliche Entwicklung genommen und sich deutlich gesteigert. Und weil der 25 Jahre alte Angreifer nicht nur in der Liga, sondern auch in der Qualifikation zur Europa League mit drei Treffern aufgefallen ist, hat er Interesse geweckt und sich vielleicht schon neue Freunde in England gemacht.

          Dass gute Spieler die Eintracht verlassen, hat schon seit längerem Konjunktur. Sportvorstand und Chefeinkäufer Fredi Bobic hat mit den meisten seiner bisherigen Transfers ein gutes Händchen bewiesen und damit dem Klub zu Erlösen verholfen, an die zuvor nicht einmal im Traum gedacht werden konnte. Mehr als 100 Millionen Euro haben am Ende der vergangenen Saison die Verkäufe von Luka Jovic, Ante Rebic und Sebastién Haller in die Kasse gespült. Drei Spieler, die sich durch ihre Abschiede zu neuen Herausforderungen vor allem wirtschaftlich verbessert haben – sportlich läuft es in Madrid, Mailand oder London für die Mitglieder der einstigen Büffelherde eher nicht.

          Paciencia weiß also, was er an der Eintracht hat. Trainer Adi Hütter hat ihn, wie so manch anderen Frankfurter Profi, besser und stärker gemacht. Sogar der Sprung zurück in die portugiesische Nationalmannschaft ist Paciencia, der dort vor ziemlich genau zwei Jahren debütierte, gerade gelungen. Beim 6:0 gegen Litauen hat er an der Seite von Cristiano Ronaldo weitergemacht, womit er zuletzt bei der Eintracht für sich geworben hatte: mit einem Tor. Und jeder weiterer Treffer wird aufmerksam registriert werden. Der Eintracht kann das nur recht sein. Es würde ihr im Verlauf dieser Saison sportlich weiterhelfen – und sich dann im Fall der Fälle auszahlen.

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