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Europa League in Frankfurt : Eintracht-Spiel gegen Basel doch ohne Fans

André Silva und die Eintracht müssen ohne Fans gegen Basel spielen. Bild: EPA

Am Morgen hieß es noch: Zuschauer sind beim Europa-League-Spiel von Frankfurt gegen Basel zugelassen. Nun folgt die Mitteilung, dass es doch ohne Fans stattfinden wird. Die Kehrtwende kommt schnell.

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          Um die Gefahr zu reduzieren, dass sich das Coronavirus weiter verbreitet, hat das Frankfurter Gesundheitsamt am Mittwochabend  angeordnet, das Spiel in der Europa League zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Basel müsse an diesem Donnerstag (18.55 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League und bei DAZN) ebenso wie die Bundesligapartie gegen Mönchengladbach am Sonntag ohne Zuschauer ausgetragen werden. Damit vollzog die Behörde innerhalb weniger Stunden eine Kehrtwende.

          Europa League
          Helmut Schwan

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Am Morgen hatte es noch geheißen, das Risiko von Ansteckungen sei gegen Basel gering, ein Geisterspiel anzuordnen daher unverhältnismäßig. Die neue Bewertung der „infektiologischen Lage“ habe eine neue Entscheidung nötig gemacht, sagte am Abend Hessens Sozialminister Kai Klose  auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer (beide Die Grünen).

          Klose hatte zwei Tage zuvor wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Eine Weisung habe er nicht erteilt, fügte der Minister an. Und sei gemeinsam zu den neuen Bewertung gekommen. Diese basiert vor allem auf einen neuen Einschätzung des Robert-Koch-Instituts für die Schweiz. Dort ist in den vergangenen Tagen die Zahl  der Infizierten deutlich angestiegen, zum Teil um mehr als 30 Prozent pro Tag.

          Zu dem Spiel gegen Basel in der Frankfurter Arena waren mehr als 40.000 Zuschauer erwartet worden. Das ursprüngliche Konzept, das zwischen Eintracht Frankfurt und dem städtischen Gesundheitsamt ausgehandelt wurde, hatte Auflagen für das Publikum vorgesehen: Menschen mit Grippesymptomen, sowie jene, die noch vor kurzem in Risikogebieten etwa in Italien waren, sollten ebenso zu Hause bleiben wie chronisch Kranke, bei denen eine Infektion mit dem Virus schwerwiegende Folgen haben kann.

          Personell kann die Eintracht aus dem Vollen schöpfen kann. „Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Mann an Bord“, berichtete Hütter. Dass Basel wegen der Unterbrechung der nationalen Liga seit zwei Wochen kein Pflichtspiel mehr bestritten hat, bezeichnete Sow als Vorteil. „Aber wir können uns nicht darauf verlassen“, mahnte der Schweizer. Ähnlich sieht es Hütter, der warnte: „Das ist eine sehr routinierte Mannschaft und ein großer Verein in der Schweiz.“

          Immerhin kennt er den Gegner aus seiner Zeit als Trainer der Young Boys Bern sehr gut. „Sie haben Spieler mit viel Erfahrung in ihren Reihen, wie beispielsweise Valentin Stocker, Fabian Frei oder Taulant Xhaka“, zählte Hütter auf. Von seinen Schützlingen forderte er eine deutliche Steigerung gegenüber dem 0:4 bei Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag. „Vor allem zuhause haben wir viele gute Ergebnisse erzielt, von daher bin ich überzeugt, dass wir eine sehr gute Leistung zeigen werden“, betonte Hütter.

          Dass die Hessen nun doch auf die Unterstützung ihrer Fans verzichten müssen, macht die Aufgabe aber nicht leichter. Nach Angaben des Vereins führte eine neue Infektionslage des Coronavirus, „insbesondere im Kanton Basel und dem angrenzenden französischen Elsass“, zur Kehrtwende des Gesundheitsamtes bei der Bewertung der Situation. Am Morgen hatte der Leiter der Behörde, René Gottschalk, mit Blick auf das Spiel noch erklärt: „Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass man sich infizieren kann, liegt bei Null.“

          Für das Spiel waren 47.000 Tickets verkauft worden. Eintracht-Vorstand Hellmann kündigte an, dass die Kosten zurückerstattet werden. Für den Verein wird das Achtelfinale damit zum Verlustgeschäft. Dennoch betonte Hellmann: „Die körperliche Unversehrtheit steht ganz oben.“ Immer noch offen ist, wo die Zweitauflage am 19. März stattfindet, Eine Austragung in Basel hatte die Kantonspolizei zu Wochenbeginn verboten. „Das ist ein kompliziertes Thema, weil sehr viele Parteien involviert sind. In erster Linie ist es die Angelegenheit von Basel, einen Rückspielort in Absprache mit der Uefa zu definieren“, sagte Hellmann dazu. Auch Frankfurt komme dafür infrage.

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