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Eintracht-Profi Hinteregger : Lust aufs Spiel

  • -Aktualisiert am

Fühlt sich bereit: Martin Hinteregger kehrt mit der Eintracht auf den Platz zurück. Bild: EPA

Endlich für etwas kämpfen, das sich lohnt: Martin Hinteregger verspürt trotz der Corona-Einschränkungen Vorfreude auf die Fortsetzung der Bundesliga-Saison. Der Eintracht-Verteidiger will gegen Borussia Mönchengladbach treffen.

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          Die Spielpause durch die Corona-Pandemie hat für die Frankfurter Eintracht nur ein paar Tage länger gedauert als die Spielpause zwischen der Saison 2018/19 und 2019/20. Aber während in der Sommervorbereitung auf diese Spielzeit schon richtig Fußball gespielt wurde, mit elf gegen elf und Zweikämpfen und allem, was dazugehört, mussten die Profis in diesem Frühjahr die kernigen Seiten ihres Sports bis wenige Tage vor Wiederanpfiff entbehren. Wie sich das auf die Leistung niederschlägt? Martin Hinteregger ist optimistisch, dass die Zuschauer vor den Bildschirmen und Monitoren trotz schlechter Vorzeichen guten Sport zu sehen bekommen.

          Bundesliga
          Peter Heß
          (peh.), Sport

          „Die Vorfreude bei uns Spielern ist riesig“, sagt der österreichische Nationalverteidiger. Die Lust an der Arbeit könnte also den ein oder anderen Mangel überdecken. „Alle Spieler sind heiß“, sagte der 27-Jährige am Dienstag nach der zweiten Trainingseinheit des Tages: „Es war in den letzten Wochen viel, viel Training, viel Laufen, viel Kraft, jeder hat es ein bisschen satt. Jetzt kämpfen wir am Samstag für etwas, was sich richtig lohnt.“ Drei Punkte stehen auf dem Spiel, wenn um 18.30 Uhr (F.A.Z.-Bundesliga-Liveticker und Sky) zum Bundesliga-Neustart Borussia Mönchengladbach in der Frankfurter WM-Arena auf die Eintracht trifft.

          Hinteregger hofft, in der Startelf zu stehen. Nachdem er ein paar Tage lang nur individuell trainieren konnte, nimmt er seit Montag wieder mit Elan an den Mannschaftsübungen teil. Den Borussen würde es der Österreicher gerne zeigen, denn den Mönchengladbachern hat er noch ein bisschen was zu beweisen. Auf seiner ersten Bundesligastation vermochte sich der Abwehrspezialist nicht durchzusetzen, er brachte es nur auf zehn Pflichtspieleinsätze und wurde dann nach Augsburg abgegeben.

          Eintracht in der Außenseiterrolle

          Sportlich wurmt es ihn immer noch ein bisschen, aber schlechte Gefühle hat das Scheitern bei Hinteregger nicht hinterlassen: „Ich habe mich dort trotz allem gut eingefunden und noch Kontakt zu dem ein oder anderen Spieler, Gladbach ist ein toller Verein, und es war eine schöne und lehrreiche Zeit für mich.“ Seit seinem Weggang hat der Nationalspieler schon zwei Treffer gegen seinen alten Verein erzielt. Einen im Trikot des FC Augsburg und einen bei der 2:4-Hinspielniederlage der Eintracht im vergangenen Oktober. „Gladbach liegt mir irgendwie, ich hoffe, wieder ein Tor zu machen.“ Leicht wird es nicht, Hinteregger hält die Borussia „immer noch für einen Meisterschaftskandidaten. Auf jeden Fall wollen sie in die Champions League, und dafür müssen sie eigentlich in Frankfurt gewinnen.“ Hinteregger sieht die Gladbacher als leicht favorisiert an. „Sie sind stark, aber keine Übermacht, wir sind gewappnet und sehr gut in Form.“

          Er meint das vor allem körperlich, der Eintracht hat die Pause gutgetan. Nach zwölf Spielen in nicht einmal ganz acht Rückrunden-Wochen machte die Mannschaft Mitte März schon wieder einen überspielten Eindruck. Jetzt geht es mit frischen Kräften weiter. Bei den letzten drei Neustarts – Rückrunde 18/19, Hinrunde 19/20, Rückrunde 19/20 – kam die Eintracht jeweils hervorragend in die Gänge. Ein Umstand, den Trainer Adi Hütter auch schon erwähnte, um den Optimismus seiner Profis zu schüren. Schwieriger als einen guten Anfang war es für die Eintracht, ein gutes Ende zu finden. Und auch diesmal ist die Dauerbelastung mit dem DFB-Pokal und dem Nachholspiel gegen Werder enorm. Mindestens elf Spiele in 43 Tagen stehen auf dem Frankfurter Programm. Besser gleich vorlegen, bevor es auf der Zielgeraden eng wird.

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