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Eintracht-Präsident Fischer : „Blödheit und Dekadenz“

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Mann der klaren Worte: Peter Fischer Bild: EPA

Peter Fischer bleibt sich treu: Der Eintracht-Präsident hat das Politikverständnis im Sport kritisiert. Sportler müsse das Recht auf politische Äußerungen auch bei Olympia eingeräumt werden.

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          Eintracht-Präsident Peter Fischer hat sich im Deutschlandfunk sehr deutlich zum Politikverständnis im Sport geäußert. Fischer kritisierte das Internationale Olympische Komitee (IOC) dafür, dass Athleten sich bei den Olympischen Spielen in Tokio nicht politisch äußern dürfen. Dazu zählt auch, sich während einer Nationalhymne hinzuknien, wie es der Footballspieler Colin Kaepernick aus Protest in der NFL gemacht hatte. Von diesem Verbot hält Fischer nichts. „Ich denke, das sind Alibi-Nummern von alten Funktionären, denen nichts mehr einfällt“, so Fischer. „Man sieht die Blödheit und Dekadenz von dem ein oder anderen Verband. Der unmündige Sportler kann nicht der Sportler sein, den wir uns heute in dieser Generation vorstellen.“ Fischer wünscht sich zudem eine stärkere Positionierung der Bundesliga gegen Rassismus. „In der Bundesliga fehlt die Solidarität, das Bekenntnis, dass die Liga klipp und klar sagt: Wir wollen keine Rassisten.“

          Er ärgere sich darüber, dass es eine solche Positionierung nicht gebe, und er wisse nicht, warum es das nicht gebe. Angesprochen darauf, dass der Fall Clemens Tönnies gezeigt habe, dass selbst bei rassistischen Aussagen kaum Konsequenzen folgen würden, erwiderte Fischer, dass die Rede des Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden „unsäglich“ gewesen sei. Er glaube zwar, dass Tönnies kein Rassist sei und ihm so etwas nicht mehr passieren würde. „Ich hätte aber von einem erfolgreichen Geschäftsmann und intelligenten Manager wie Tönnies erwartet, dass er so smart gewesen wäre, für sich die persönlichen Konsequenzen zu ziehen und zurückzutreten“, sagte Fischer.

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