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Nackenschlag für Eintracht : Die Gründe der Frankfurter Niederlage

Aufregung auf dem Feld: Die Frankfurter diskutierten mit dem Schiedsrichter Matej Jug (Mitte). Bild: dpa

Frankfurt-Trainer Adi Hütter macht nach dem spektakulären Spiel in der Europa League vor allem zwei ausschlaggebende Faktoren für die „unverdiente“ Pleite aus. In Richtung des Schiedsrichters sendet er eine klare Botschaft.

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          Es sah so einfach aus. Der Mann mit dem starken linken Fuß nahm unbedrängt Kurs auf das Lütticher Tor, hatte nur noch den Torwart vor sich. Er schaute nach oben, er schaute nach unten, er schoss – und verfehlte sein Ziel um Meter. Filip Kostic hatte es vermasselt. Vorwürfe für den Serben gab es nicht. Schließlich hatte Kostic schon zuvor mit einem wuchtigen Freistoß das zwischenzeitliche 1:1 für die Eintracht bei Standard erzielt. Am Ende jedoch waren es die Lütticher, die nach dem direkten Gegenzug nur dreißig Sekunden später am Ende der vierminütigen Nachspielzeit lautstark jubelten und dank des 2:1 tabellarisch an den Frankfurtern vorbeizogen. Ein weiterer Volltreffer durch Kostic – und die Eintracht hätte ihren Traum vom Überwintern in Europa schon an diesem kühlen Novemberabend im Land der Flamen und Wallonen leben können. Doch es kam anders – und auch die Lage ist es jetzt.

          Europa League

          Wer sich das Tableau der Gruppe F in der Europa League anschaut, findet die Eintracht nach dem Tiefschlag von Lüttich nun auf Platz drei. Punktgleich mit Standard Lüttich, torgleich auch. Doch in der Europapokal-Arithmetik sind die 5:7 Tore von Standard besser als die 4:6 der Eintracht. Im direkten Duell, das beide Mannschaften jeweils vor heimischem Publikum 2:1 für sich entschieden haben, sind die Klubs gleichauf. Deshalb haben in der Endabrechnung andere Parameter eine entscheidende Rolle. Und Sebastian Rode hat schon Recht, wenn er sagt, „wir brauchen aus den beiden letzten Spielen jetzt mindestens vier Punkte“. Einen in London beim FC Arsenal, drei zum Abschluss der Gruppenphase in der ausverkauften Frankfurter Arena im Spiel gegen den Gruppenletzten Vitoria Guimaraes, der selbst noch minimale Chancen auf das Weiterkommen hat. Beides ist machbar – so wie es auch machbar gewesen wäre, Lüttich mit einem Erfolgserlebnis zu verlassen.

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