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Eintracht in der Einzelkritik : Lammers ohne Wucht

Der hätte drin sein müssen: Sam Lammers Bild: EPA

Kostic bringt Power und Emotionen ins Spiel. Durm verstolpert öfter mal den Ball. Auch Kamada gelingt manches nicht. Und Lammers scheitert mit kläglichem Schuss. Die Eintracht in der Einzelkritik.

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          Kevin Trapp: Hielt in der ersten Halbzeit, was zu halten war, ohne besondere Taten vollbringen zu müssen. Nach der Halbzeitpause war er lange beschäftigungslos. Das späte 1:1 von Marmoush in VfB-Unterzahl war deshalb umso bitterer.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Erik Durm: An seiner Einstellung gibt es nichts zu bemängeln. Dafür aber an seinen Flanken, die oft zu ungenau sind. Ab und an verstolpert er auch den Ball. Insgesamt mit zu vielen unglücklichen Aktionen.

          Bundesliga

          Evan Ndicka: Ist der kopfballstärkste Spieler der Bundesliga. Mit 1,92 Metern ist er auch der längste Profi im Eintracht-Kader. Ließ sich ein Mal von Marmoush düpieren. Stand dann aber wieder goldrichtig einem Stuttgarter im Weg und eroberte den Ball. Unglückliche Aktion beim 1:1.

          Martin Hinteregger: Mit Österreich zuletzt erfolglos. Persönlich aber in immer besserer Wettkampfverfassung. Sein Kopfballaufsetzer ging an die Latte des VfB-Tores. Bei der Eintracht in den Zweikämpfen Herr im Haus. Mit Fehlpass nach vorne. Erfolgloser Weitschussversuch.

          Christopher Lenz: Zu Beginn ballsicher. Schlug den Ball aber auch mal rustikal ins Aus. Ein Kämpfer und Arbeiter. Seine Offensivaktionen müssen zwingender werden.

          Djibril Sow: Ist wieder auf der Suche nach der von ihm beanspruchten Chefrolle. Zu wenig für seine hohen Ansprüche. Leistete sich zu leichte Ballverluste. Leitete immerhin das 1:0 von Kostic ein.

          Ajdin Hrustic: Fand nicht seinen Rhythmus und war kein belebendes Element. Machte einen Schritt zurück in seiner Entwicklung. Immerhin mit schönem Pass auf Kamada.

          Jens Petter Hauge: Wechselte mit Lindström oft die Seite. Hatte die erste Torchance in der zweiten Minute. Versuchte es erfolglos mit einem Hackentrick. Zu zweikampfschwach. Half zumindest auch nach hinten mit.

          Daichi Kamada: Von Trainer Oliver Glasner mit dem Prädikat „besonders hohe Spielintelligenz“ bedacht. War offensiv in der ersten Halbzeit auch der auffälligste Spieler. Wobei ihm manches auch nicht gelang. Mit seinem Schuss konnte er Stuttgarts Torwart Müller nicht überwinden.

          Jesper Lindström: Stand abermals für Filip Kostic in der Anfangsformation. War viel unterwegs, ohne wirklich etwas zu bewegen. Ihm fehlt noch das gewisse Etwas für die entscheidenden Dinge.

          Sam Lammers: Gab gleich in seinem ersten Spiel sein Startelfdebüt. Dem Niederländer fehlte die Anbindung an das Spiel seiner Mannschaftskollegen. Der Last-Minute-Transfer war bemüht, aber ohne Durchschlagskraft. Vergab die Chance zum 1:0. Kläglicher Schussversuch aus der Distanz.

          Filip Kostic: Kam für Lindström ins Spiel. Sein ungewohnter Status als Einwechselspieler war der Denkzettel von Trainer Glasner für den Serben, der vor dem Bielefeld-Spiel das Training verweigert hatte. Erzielte dann mit Wucht das 1:0. Brachte Power und Emotionen ins Spiel und führte sich gleich mit einer gefährlichen Aktion ein. Leistete die geforderte Wiedergutmachung.

          Kristijan Jakic: Ersetzte Hrustic. Ist kompromisslos in den Zweikämpfen.

          Rafael Borré: Durfte für Lammers ran. Traf kurz vor Schluss die Latte.

          Danny da Costa: Wirkte für Durm mit. Ohne nennenswerte Aktion.

          Gonçalo Paciência: Spielte anstelle von Hauge, aber ohne Erfolgserlebnis.

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