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Bundesliga-Rückrunde : Wie die Eintracht wieder nach oben kommen will

  • -Aktualisiert am

Spielt Makoto Hasebe gegen Hoffenheim – und wenn ja: auf welcher Position? Bild: Picture-Alliance

Die Frankfurter grübeln, wie sie die sportliche Krise in der Rückrunde hinter sich lassen können. Viel spricht dafür, dass das Spielsystem geändert wird. Wichtiger für den Erfolg wird aber etwas anderes sein.

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          Am Samstag sind sie endlich gekommen, die anderthalb Stunden der Wahrheit. Um 15.30 Uhr (F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) endet in Sinsheim die Vorbereitung auf die Rückrunde für die Frankfurter Eintracht und damit ist nicht mehr das Reden Gold, sondern das Handeln. Dann müssen gegen die TSG Hoffenheim die Absichtserklärungen der vergangenen Wochen eingelöst werden, die teilweise ziemlich drastisch formuliert wurden. Trainer Adi Hütter sprach von „Bremse reinhauen“, von „stopp, das geht so nicht“, von einem „echten Break“, als er bei verschiedenen Gelegenheiten darauf angesprochen wurde, was die Winterpause bewirken soll, damit der Abwärtstrend nicht ganz in den Tabellenkeller führt.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Die Eintracht ein Abstiegskandidat? Nicht nur Bundestrainer Joachim Löw verweist diese Vorstellung ins Land Utopia, weil die Substanz des Frankfurter Kaders so groß ist. Aber manchmal ist die Realität grausamer als der schlimmste Albtraum. Was spricht dafür, dass die Eintracht die Negativserie überwindet und wieder auf die Beine kommt? Als allererstes die Personalsituation. Torhüter Kevin Trapp kehrt auf das Spielfeld zurück und hat schon während der Vorbereitung seinen Wert als Motivator und Vorbild demonstriert. Der Nationaltorhüter hinterließ zudem nach seiner langen Verletzungspause in den Übungen einen hervorragenden Eindruck. Auch David Abraham wird die Abwehr stabilisieren, nachdem er seine Rotsperre wegen des Checks gegen den Freiburger Trainer Christian Streich abgesessen hat. An diesen beiden Führungsspielern können sich nun alle aufrichten, die wieder an sich und ihrem Team zu zweifeln beginnen, wenn Spiele schlecht laufen, wie es gegen Ende der Hinrunde häufig der Fall war.

          Bundesliga

          Außerdem haben sich in der Vorbereitung drei Profis wieder die körperlichen Voraussetzungen erarbeitet, Besonderes für die Mannschaft leisten zu können, wozu sie zuletzt nicht fähig gewesen waren. Sebastian Rode, Makoto Hasebe und Bas Dost befinden sich offensichtlich in der Form, die sie befähigt, Leistungsträger zu sein. Wobei gar nicht sicher ist, ob Hasebe einen Platz in der Startformation finden wird. Alles spricht dafür, dass Hütter die Abwehr von einer Dreier- auf eine Viererkette umstellt, und in der gibt es nicht die Position des Liberos, die der Japaner so trefflich auszufüllen versteht. Und ob er mit fast 36 Jahren noch dynamisch genug ist, auf der Sechs im defensiven Mittelfeld seinen Mann zu stehen, muss Hasebe noch zeigen. Mit 34 Jahren war er es jedenfalls noch.

          Der Japaner würde mit seiner Übersicht und seiner Fähigkeit, Steilpässe zu spielen, jedenfalls gut ins Frankfurter Spiel passen, das seit längerem an einer gewissen Einfallslosigkeit krankt. Vor allem, wenn Rode pausiert und Sow häufiger den Taktstock führen muss, den er jedoch eher wie ein Essstäbchen behandelt.

          Der Schweizer, der die besten Laufwerte aller Frankfurter Profis aufweisen kann, steht bei Trainer Hütter allerdings hoch im Kurs. Dass Sow, den eine gemeinsame Vergangenheit bei Young Boys Bern mit Hütter verbindet, in der Startformation für Hoffenheim steht, ist ziemlich sicher. Er könnte jedoch auch ins offensive Mittelfeld vorrücken, da Kamada noch verletzt fehlt. Womit ein Platz für Hasebe frei wäre, da die Alternativ-Sechs Kohr in Florida keine Fortschritte machte und Fernandes und Torro erst in einigen Wochen wieder fit sein werden.

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