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Eintracht-Frauen in Bundesliga : „Knallerpartie“ im Kraichgau

  • -Aktualisiert am

Hoffen auf ein nächstes Erfolgserlebnis: Frankfurts Fußballfrauen, hier Laura Freigang (rechts) im September 2020 Bild: dpa

Nach elf spielfreien Wochen geht es für die Frauen der Eintracht prompt um alles. Gegen die TSG Hoffenheim stehen womöglich schon die hochgesteckten Ziele der Frankfurter auf dem Spiel.

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          „Diese Saison kann noch richtig gut werden“, sagte Niko Arnautis nach dem letzten Pflichtspiel seiner Mannschaft kurz vor Weihnachten. Der Eintracht-Cheftrainer mochte die Hoffnungen auf eine Rückkehr ins internationale Frauenfußballgeschäft nicht aufgeben und baute darauf, dass der eingeläutete Aufwärtstrend die Mannschaft noch weit in die Rückrunde hineintragen möge. Die baldige Teilnahme an der Champions League war ein Fixpunkt, auf den die im vergangenen Sommer vollzogene Fusion von FFC und SGE ausgerichtet ist. Nun hat in 2021 noch keine Eintracht-Spielerin in der Bundesliga einen Ball berührt, und dennoch kommt die Aufgabe schon deutlich erschwert daher.

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          Denn wenn die Eintracht-Frauen an diesem Sonntag (14.00 Uhr) bei der TSG Hoffenheim ins Jahr 2021 starten, liegen elf spielfreie Wochen hinter ihnen. Davon die letzten vier in einem Zustand von Anspannung und Verdruss. Denn witterungs- und coronabedingt mussten gleich drei angesetzte Partien abgesagt werden. „Es war nicht leicht, die Spannung aufrechtzuerhalten. Aber wir haben es gut gemeistert und brennen jetzt umso mehr auf das Spiel“, sagt Kapitänin Tanja Pawollek.

          Die Hoffenheimerinnen stehen aktuell auf eben jenem Rang drei, der zu einer Europareise berechtigen würde. Und wollen die Hessinnen noch irgendwie dranbleiben, braucht es beim Kaltstart im Kraichgau zwingend einen Sieg – bei elf Punkten Rückstand und zwei ausgetragenen Partien weniger. Dass die nach schwachem Saisonstart enorm konstant agierende TSG in zwei Bundesligapartien im Februar schon in den Rhythmus kommen konnte, ist ein zusätzlicher (Wettbewerbs-)Nachteil für die SGE, die auch damit klarkommen musste, dass Trainer Arnautis nach einer (symptomlosen) Corona-Infektion bis Freitagabend in häuslicher Quarantäne statt auf dem Trainingsplatz verweilen musste.

          So käme es nicht überraschend, wenn aus der Eintracht-Bundesligasaison am Sonntagnachmittag schon viel Luft entwichen sein sollte. Immerhin bleibt der SGE noch ein zweiter Pfad ins Glück. Denn die Pokal-Auslosung hat den Hessinnen den Weg ins Kölner Finale bestmöglich geebnet. Lösen sie die Pflichtaufgabe im Viertelfinale beim Zweitligaklub Andernach (21. März), würden die Frankfurterinnen im Halbfinale entweder auf den SC Freiburg oder auf Turbine Potsdam treffen.

          In der Liga, so Kapitänin Tanja Pawollek, hätte sich das nur auf Rang sieben notierte Team vorgenommen, die Misserfolge der ersten Saisonhälfte hinter sich zu lassen. „Die Hinserie hat uns gut zusammengeschweißt und aus unseren Fehlern lernen lassen. In der Winter-Vorbereitung haben wir als Team einen großen Schritt nach vorne gemacht“, sagt die 22-Jährige. Für das Vorankommen des Eintracht-Frauenfußballprojekts steht aber schon in Hoffenheim (Livestream auf dem Youtube-Kanal der TSG) viel auf dem Spiel. Trainer Arnautis spricht von einer „Knallerpartie“.

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