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Eintracht Frankfurt : Der Frust sitzt tief und der Druck steigt

Der nächste Misserfolg: Filip Kostic und die Eintracht taumeln der Winterpause entgegen. Bild: EPA

Im Europapokal bekommen die Frankfurter ein „Hammerlos“. Doch vor dem Duell mit Salzburg stehen noch wichtige Spiele für die kriselnde Eintracht an, vor allem die beiden vor der Winterpause. Und es gibt einige Probleme.

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          Bedeutsame Partien kündigen sich an. In der ersten K.-o.-Runde der Europa League heißt der Eintracht-Gegner Red Bull Salzburg. Am Montag wurde den Frankfurtern, die die Gruppenphase mit Ach und Krach überstanden hatten, bei der Zeremonie am Sitz der Uefa in Nyon der österreichische Meister zugelost. Ausgetragen wird das Sechzehntelfinale am 20. und 27. Februar. Das Team von Adi Hütter tritt zunächst vor eigenem Publikum an. Für den Coach wird es eine Herausforderung unter besonderen Vorzeichen. Von 2007 bis 2009 war Hütter für die Nachwuchsausbildung bei RB zuständig, in der Saison 2014/2015 betreute er die Profis. Seine Familie lebt nach wie vor in Salzburg. „Auf der einen Seite freue ich mich auf das Wiedersehen mit Salzburg. Auf der anderen Seite ist uns bewusst, dass wir ein schweres Los erwischt haben“, meinte der 49-Jährige. „Salzburg ist ein Hammerlos“, sagte auch Sportdirektor Bruno Hübner, er nannte es ein kommendes „Highlight“. Zukunftsmusik. Die zunächst wichtigeren Aufgaben müssen bis Ende dieser Woche bewältigt werden.

          Bundesliga

          Die Eintracht, bei der am Montag Keeper Kevin Trapp erstmals seit seiner Schulterverletzung im September wieder auf dem Trainingsplatz Übungen absolvierte, steht durch das 0:1 beim FC Schalke mehr denn je in dieser Saison in der Liga unter Zugzwang. „Der Frust sitzt tief“, sagte Hütter. Aufgrund der siebten Niederlage am 15. Spieltag verpassten es die Frankfurter, Anschluss ans vordere Tabellenmittelfeld zu finden. Sie verharrten auf dem zwölften Platz. Der Vorsprung vor dem Relegationsrang beträgt sechs Punkte. Alles andere als Siege gegen den Tabellenvorletzten aus dem Rheinland und das Schlusslicht aus Ostwestfalen bringt die angeschlagenen Hessen nicht voran. „Es ist eine sehr unangenehme Phase. Die, die im Verein etwas zu sagen haben, sind geerdet. Wir wissen, wie wir die Situation annehmen müssen, und glauben fest daran, gemeinsam da rauszukommen“, sagte Hütter.

          Seit dem 5:1 gegen den FC Bayern am 2. November brachten seine Leute – begünstigt durch einen nachlässigen Gegner, der nahezu jegliche Gegenwehr einstellte – mit dem 2:1 beim FC Arsenal nur noch einen Erfolg zustande. Der unbefriedigende Ausgang der Begegnung mit den keinesfalls übermächtigen Gelsenkirchenern war dagegen die fünfte Liga-Darbietung in Folge, die für die Frankfurter ernüchternd ausging. Das Warten auf den Umschwung hält an, und je länger die Liste der Enttäuschungen wird, umso höher steigt der Druck. Auch auf Hütter, der seit seinem unerquicklichen Einstieg bei der Eintracht im Sommer 2018 oftmals ein glückliches Händchen besaß und Personalentscheidungen traf, die sich als gewinnbringend herausstellten. In der momentanen Krise fand er dagegen noch nicht die passenden Stellschrauben, an denen es zu drehen gilt, um ein verunsichertes Team so auszurichten, dass es sich wieder hoffnungsfroher ans Werk machen kann.

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