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Kritik am Schiedsrichter : „Das habe ich im Leben noch nicht gesehen“

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Auch Frankfurts Makoto Hasebe war nicht immer einer Meinung mit Schiedsrichter Christian Dingert (rechts). Bild: dpa

Seit der 5:1-Gala gegen den FC Bayern läuft es für Frankfurt nicht mehr rund in der Bundesliga. Trainer Adi Hütter ist nicht zufrieden – mit den Ergebnissen der Eintracht und dem Schiedsrichter.

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          Martin Hinteregger wirkte geknickt. Dass er mit seinem fünften Saisontor mit Bundesliga-Größen wie Breel Embolo und Jadon Sancho gleichgezogen hatte, schien den Österreicher von Eintracht Frankfurt nur mäßig zu interessieren. „Es tut weh, dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben. Das sind zwei verlorene Punkte“, beklagte Hinteregger, der den Hessen am Freitagabend mit einem Treffer und einer Vorlage immerhin noch ein 2:2 (0:1) gegen das von Krisen geplagte Team von Hertha BSC und Neu-Trainer Jürgen Klinsmann bescherte.

          Bundesliga

          Würden alle Eintracht-Fußball-Profis derzeit so spielen wie der 27 Jahre alte Verteidiger, hätte Trainer Adi Hütter deutlich weniger Sorgen. Hinteregger drängt mit gewaltigem Offensivdrang nach vorne, wirft sich bei Standards immer wieder erfolgreich ins Getümmel und hat so auch schon mehr Tore erzielt als hochgehandelte Stürmer wie André Silva oder Bas Dost. „Ich habe mir das vor der Saison als Ziel gesetzt, dass ich noch torgefährlicher werden muss. Ich bin noch nicht am Ende für diese Saison“, sagte Hinteregger, der sein Team wie eine Art Abwehr-Spielmacher mitreißen will.

          Nur: Allzu viel kommt bei den Mitspielern nicht an, nach dem furiosen 5:1 über den FC Bayern ist die Eintracht in der Bundesliga seit über einem Monat sieglos. „Was die Ergebnisse betrifft, sind wir sicherlich nicht ganz zufrieden“, sagte Hütter. Man habe sich aber mit Ausnahme der 0:2-Heimpleite gegen Wolfsburg immer ordentlich präsentiert. Der Coach aus Österreich betonte: „Wenn ich sehe, wie die Mannschaft Fußball spielt, wird mir nicht angst und bange.“

          Das ist wichtig, denn das Schlüsselspiel der Hinrunde steigt schon am kommenden Donnerstag gegen Vitoria Guimaraes. Für die internationalen Spezialisten vom Main, die in der Vorsaison mit Siegen über Inter Mailand und Benfica Lissabon so beeindruckend in die Runde der letzten Vier gestürmt waren, geht es dann um das Überwintern in der Europa League. „Wir haben eine gute Physis und werden auch das 27. Saisonspiel gut wegstecken“, kommentierte Gelson Fernandes mit Blick auf die hohe Belastung der Eintracht.

          Unkonzentriertheiten und Fehler hatten am Freitagabend einen an sich dominanten Auftritt verdorben. Statt drei Punkte gab es nur einen, nach dem zwischenzeitlichen 0:2 durch Gegentore von Dodi Lukebakio und Marko Grujic musste sogar die vierte Bundesliga-Niederlage in Serie befürchtet werden. „Wir werden zurück in die Spur finden, denn die Mentalität der Mannschaft ist überragend“, lobte Hütter sein Team, das er momentan „irgendwo im Niemandsland“ der Tabelle verortet. Der eingewechselte Sebastian Rode bescherte der Eintracht vor 50 000 Zuschauern den späten Ausgleich, der hochverdient war.

          Danach übte Hütter Kritik am Unparteiischen Christian Dingert. „Ich habe heute auch keine gute Schiedsrichter-Leistung gesehen. Die Aktion mit Almamy Touré, bei der er den Ball spielt und Gelb kriegt – das habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen“, sagte der Österreicher. Hütter räumte dennoch ein, dass Referee Dingert die entscheidenden Szenen wohl richtig bewertet habe. Den Hessen wurden am Freitagabend auch zwei Tore aberkannt, eines davon nach Videobeweis.

          Für einen versöhnlichen Jahresabschluss sollte die seit über einem Monat andauernde Stürmerflaute der Portugiesen Silva und Goncalo Paciencia aber dringend enden. Oder die Eintracht baut weiter auf die Torjäger-Qualitäten des früheren Jugend-Stürmers Hinteregger, wie Fernandes mit einem Lachen sagte: „Wir müssen weiter hart arbeiten und Hinti einfach weiter so treffen.“

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