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Eintracht Frankfurt : Sprint zur Kehrtwende

Da hält die Wade noch: Eintracht-Torwart Oka Nikolov. Bild: Wonge Bergmann

Gegen den flinken HSV muss die Eintracht auch läuferisch wieder überzeugen - und wohl auf Chris verzichten.

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          Nun also Hamburg. Nachdem der Saisonstart missglückt ist, und sich die Fußballprofis der Frankfurter Eintracht wieder einmal Hannover 96 geschlagen geben mussten, ruhen nun die Hoffnungen auf einer schnellen Kehrtwende gegen den HSV. Das aber ist leichter gesagt als getan, denn die Hanseaten haben sich in der Vorwoche mit einem starken Auftritt bemerkbar gemacht. Das 2:1 gegen den letztjährigen Meisterschaftszweiten Schalke 04 hat endlich einmal unterstrichen, was den Hamburgern gemeinhin nachgesagt wird: dass sie eine wirklich erstklassig besetzte Mannschaft haben. Über Ruud van Nistelrooy, den zweifachen Torschützen, brauchte Michael Skibbe am Mittwoch überhaupt kein Wort zu verlieren. Die Klasse des Holländers ist dem Eintracht-Trainer - und nicht nur ihm - seit Jahren bekannt. Respekt hat der Frankfurter Fußballlehrer aber auch vor „den schnellen Außen Elia und Pitroipa. Und ganz besonders vor Ze Roberto.“ Skibbe hat gesehen, wie der Brasilianer als Vorbereiter gegen Schalke glänzte, „da hat er einen ganz enormen Sprint angezogen“.

          Sprintende Eintracht-Spieler hat man jüngst beim 1:2 in Hannover nicht übermäßig viele gesehen. Vor allem das Debüt des mit großen Hoffnungen von Berlin nach Frankfurt gekommenen Theofanis Gekas war enttäuschend. Der Grieche muss sich vor allem läuferisch gehörig steigern, um seinem neuen Arbeitgeber gegen den spielstarken HSV eine Hilfe zu sein. Aber vielleicht lässt Skibbe auch Halil Altintop von Beginn an spielen - oder er ändert gleich ganz sein taktisches Konzept. Verraten wollte es der 45 Jahre alte Coach Mitte der Woche natürlich nicht. Dafür aber zeichnet sich mehr und mehr ab, dass mit der Rückkehr von Chris wohl auch an diesem Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) nicht zu rechnen ist. Spät am Mittwochnachmittag, als nach einem lockeren Trainingsspielchen munter geflankt und geschossen wurde, ließ sich Geburtstagskind Chris, 32 Jahre alt geworden, entschuldigen. Er zog es vor sich ausgiebig zu dehnen und in die Hände der Physiotherapeuten zu begeben. Der Kapitän will bis Freitag abwarten, „ob ich spielen kann“. Skibbe geht eher davon aus, dass sein Abwehrchef „auf jeden Fall gegen Gladbach wieder dabei ist“. Diese Partie findet wegen des Engagements der deutschen Nationalmannschaft erst am 11. September statt. Genug Zeit also für Chris, sich bis dahin wirklich wieder auf Betriebstemperatur einzuspielen und frei von Verletzungen zu sein.

          Nicht nach Sibirien

          Anders als Oka Nikolov, der am Mittwoch vorzeitig seine Trainingsteilnahme wegen Wadenproblemen abbrechen musste, ist Ümit Korkmaz bislang von körperlichen Rückschlägen verschont geblieben. Dafür scheint der Österreicher mit türkischen Wurzeln anderweitig blockiert zu sein. In Hannover gehörte der bemühte Außenmann als Einwechselkraft zu den unglücklichsten Eintracht-Spielern. In der Vorbereitung des Siegtreffers für Hannover 96 ließ er sich an der eigenen Eckfahne anfängerhaft ausspielen. „Er kommt einfach nicht richtig in Fahrt“, stellte Skibbe fest.

          Einer wie Habib Bellaid möchte gerne in Fahrt kommen. Doch seine Chancen, noch einmal für die Eintracht in der Bundesliga am Ball zu sein, sind gleich null. „Wenn alle fit sind, ist er Innenverteidiger Nummer fünf“, bestätigte Skibbe. „Das bringt ihn und uns doch nicht weiter.“ Die Suche nach einem neuen Arbeitgeber ist dem Franzosen mehrmals ans Herz gelegt worden. Doch es finden sich bislang keine Interessenten für Bellaid. Und nach Sibirien gehen wie Nikola Petkovic, das

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