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Eintracht Frankfurt : Schlechte Nachricht und frohe Botschaft

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Aleksander Vasoski (rechts), der hier den verletzten Amanatidis tröstet, fällt nun selbst wieder länger aus Bild: Wonge Bergmann

Immer wieder das Knie: Für Verteidiger Vasoski ist die Hinrunde schon gelaufen. Der von einem Fingerbruch geplagte Korkmaz kann dagegen mit einer Manschette spielen. Trainer Skibbe ist vor dem schwierigen Gastspiel der Eintracht in Berlin nicht bange.

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          Es wird kein ganz alltägliches Fußballspiel werden, das Duell zwischen Hertha BSC Berlin und der Frankfurter Eintracht an diesem Samstag (15.30 Uhr). So viel lässt sich wenige Tage vor dem 14. Bundesliga-Spieltag mit Gewissheit sagen. Der neue Trainer der Eintracht, Michael Skibbe, trifft auf seinen Vorgänger Friedhelm Funkel. Der hat bereits von „großen Emotionen“ gesprochen, die er bei diesem Zusammentreffen erwarte. Sein Kollege und Konkurrent Skibbe äußerte sich nun am Dienstag, nachdem sein Team die Arbeit für diese Woche nach dem freien Montag wiederaufgenommen hatte, ebenfalls zur besonderen Bedeutung des Aufeinandertreffens. Er wollte allerdings - wen wundert's - den Reiz der Partie nicht auf das Trainerduell, sondern allein auf die sportliche Ausgangsposition bezogen wissen.

          Die Hertha stehe mit dem Rücken zur Wand und müsse gewinnen, um überhaupt noch einmal Anschluss zu finden, sagte Skibbe. Was die Aufgabe natürlich schwermache. Für seine Elf gehe es dagegen darum, „dass wir uns im Mittelfeld festsetzen“. Das aber gelingt nur mit einem Erfolg. Der größere Druck liege der Ausgangslage entsprechend beim Gegner, meinte der Coach. So oder so: „Wir dürfen uns auf einiges gefasst machen.“ Vorteile auf Seiten der Berliner durch die Kenntnisse Funkels erkennt Skibbe nicht. Er glaubt sich vielmehr nach der persönlichen Beobachtung der Hertha im letzten Heimspiel gegen den 1. FC Köln bestens informiert. „Sie haben gut gespielt gegen Köln, aber man hat die Angst gespürt.“ Die Last der Erwartung, die die Berliner Mannschaft bedrücke, sei immens, „weil ihnen selbst ein Punkt bei weitem nicht reicht“. Dennoch erwartet Skibbe, dass die Hertha ihr Heil keinesfalls in der Offensive suchen werde. Kämpferisch werde der Tabellenletzte der Bundesliga alles geben, „aber sie müssen halt immer vorsichtig sein, dass sie keinen Konter kassieren“. Schließlich, so Skibbes frohe Botschaft an diesem trüben Spätherbsttag, sei sein Team jederzeit zu flotten Gegenstößen in der Lage. Was es zuletzt allerdings eher selten demonstrierte.

          Korkmaz spielt mit Plastikmanschette

          Immerhin, mit Nikos Liberopoulos wird einer der jüngst vermissten Angreifer definitiv in die Mannschaft zurückkehren. Der Grieche traf nach der Beerdigung seines Vaters in der Heimat wieder im Rhein-Main-Gebiet ein. Ümit Korkmaz, dem bei der Heimniederlage gegen Gladbach ein kleiner Finger brach, soll mit einer Plastikmanschette spielen können. Auf einen anderen Leistungsträger wird Skibbe aber wohl wieder einmal eine längere Zeit verzichten müssen: Aleksandar Vasoski fällt abermals aus. Den Mazedonier, der nach langer Leidenszeit wegen verschiedener Verletzungen im Sommer ein erstaunliches Comeback feierte und einen Platz in der Stammformation zurückeroberte, plagen aufs Neue Probleme am operierten Knie. Dem Dreißigjährigen wurde von Medizinern zu einer ein- bis zweiwöchigen Pause bei gleichzeitiger konservativer Behandlung geraten, wie Mannschaftsarzt Dr. Christoph Seeger berichtete.

          Eine abermalige Operation, wie von Skibbe befürchtet, sei derzeit kein Thema. „Das wäre erst die letzte Option“, sagte Seeger. Doch spielen werde Vasoski bis zur Winterpause wohl nicht mehr. „Das ist schade für uns und für den Spieler“, kommentierte Skibbe die schlechte Nachricht. Weitreichende Auswirkungen für die Mannschaft befürchtete er aber nicht, denn auf Vasoskis Position im Abwehrzentrum besitze er Alternativen. Allerdings blieb die Eintracht in dieser Saison nur zweimal ohne Gegentor - beim 0:0 in Köln und beim 2:0 in Freiburg. Jeweils stand Vasoski neben Marco Russ in der Innenverteidigung auf dem Platz. Zuletzt aber hatte die Defensive in unterschiedlichsten Zusammensetzungen immer wieder gepatzt.

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