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Eintracht Frankfurt : Respekt, aber keine Angst vor Arsenal

Die Eintracht wärmt sich auf: Auf dem Weg zum Europapokal führt kein Weg am FC Arsenal vorbei. Bild: dpa

Vor dem Spiel gegen den FC Arsenal spürt die Eintracht das Adrenalin. Das lockt auch die Fans: Das Stadion ist ausverkauft. Wie stehen die Chancen der Eintracht gegen die Mannschaft aus London?

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          Der Respekt ist riesengroß. „Ein strahlend heller Stern am internationalen Fußballhimmel gastiert im Stadtwald.“ Fredi Bobic ist voller Vorfreude – und mit ihm der Rest der Eintracht, der sich bald wieder von der besten Seite präsentieren will. Europa League, erstes Gruppenspiel – und dann gleich gegen den letztjährigen Finalisten FC Arsenal: Eintracht-Sportvorstand Bobic setzt für diese außergewöhnliche Partie gegen einen der wirklich Großen des europäischen Fußballs auf den speziellen Europapokal-Mix. „Nur wenn wir alle zusammenstehen, verbunden mit untrennbarer Schweißnaht, werden wir erfolgreich sein können.“ Bobic ist sicher, dass auch die Londoner der Frankfurter Mannschaft von Trainer Adi Hütter mit Respekt begegnen – und auch von der Kulisse beeindruckt sein werden. „Arsenal wird von der urgewaltigen Kraft, die uns auszeichnet, begeistert sein“, schreibt Bobic in einem Grußwort im Klubmagazin.

          Anspannung, Vorfreude, Begeisterung: Es war von allem etwas dabei – Adi Hütter und David Abraham strahlten dies am Tag vor dem großen Spiel vom Pressepodium in den Katakomben der Frankfurter Arena aus. Kapitän Abraham verspürte „das gewisse Europa-League-Adrenalin. Es liegt in der Luft“, sagte der Argentinier der Eintracht. Abraham schätzte es als Vorteil ein, dass man in der Qualifikationsphase schon sechs Spiele absolviert habe, „in denen uns die Fans sehr geholfen haben“. Für das erste Duell mit den favorisierten Engländern vom FC Arsenal erwartet Abraham eine „heiße Atmosphäre“.

          Was die 47.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena nicht erwarten dürfen: Dass sie Sebastian Rode spielend zu sehen bekommen. Der kleine große Mittelfeldkämpfer war vor einigen Tagen im Training mit Djibril Sow aneinandergeraten und hatte sich bei dem Zweikampf eine starke Prellung zugezogen. „Sebastian hat auch Schmerzen“, berichtete Trainer Hütter, um nachzuschieben, dass Rode für Arsenal im Normalfall keine Alternative sei. „Seine Chancen stehen sehr sehr schlecht.“ Selbst für das Wiedersehen mit Borussia Dortmund in der Bundesliga am kommenden Sonntag, den 22. September (18 Uhr), sehe es derzeit für einen Einsatz Rodes nicht sonderlich gut aus.

          Die Borussia kann warten, denn zunächst gilt alle Kraft und Konzentration dem Millionen-Ensemble aus der englischen Hauptstadt. Für Eintracht-Trainer Hütter ist das Duell mit Arsenal das erste Mal, wobei er gerne schon zum zweiten Mal auf den europäischen Dauerstarter getroffen wäre. „Ich hätte schon im Finale gegen sie gespielt.“ Dieses Privileg blieb Hütter vorenthalten. Das Aus im Elfmeterschießen bei Chelsea machte einen Strich durch die Frankfurter Hoffnungen, die Europareise könne die Mannschaft tatsächlich bis zum Endspielort Baku führen.

          Wertschätzung ja, Angst nein: Kapitän Abraham, der beim 1:2 in Augsburg einen schwachen Tag erwischte, sieht sich und seine Mitspieler in einer passablen Ausgangslage. „Der Respekt, der uns entgegengebracht wird, ist gestiegen“, sagte der Abwehrmann. „Man kennt uns jetzt in Europa und weiß, wie wir Fußball spielen. Unser Spiel hat für viel Furore gesorgt.“ Gut für die Eintracht: Einer, der seit einem Jahr schon verlässlich für Aufsehen, Gefahr und Tore sorgt, steht der Mannschaft gegen Arsenal wieder zur Verfügung. Filip Kostic, in Augsburg krankheitsbedingt schmerzlich vermisst, kann auf links wieder für Tempo und Dynamik sorgen. Die Eintracht braucht beides – und möglicherweise noch ein bisschen mehr für das große Spiel gegen Arsenal.

          Voraussichtliche Aufstellung

          Eintracht Frankfurt – FC Arsenal

          Frankfurt: Trapp – Abraham, Hasebe, Hinteregger – da Costa, Kohr, Sow, Kostic – Kamada – Paciencia, Silva.

          Arsenal: Leno – Kolasinac, Luiz, Papastathopoulos, Maitland-Niles – Xhaka, Ceballos, Guendouzi, Özil – Aubameyang, Pepe.

          Schiedsrichter: Massa (Italien).

          Anstoß: 18.55 Uhr (DAZN).

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