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Bundesliga-Rückrunde : Die Eintracht und der Plan für die Wende

Torwart Kevin Trapp ist bei Eintracht Frankfurt wieder bereit. Bild: EPA

Die Frankfurter starten mit Blick auf ihren Tabellenplatz mit Druck in die Rückrunde. Aber in Hoffenheim ist die Trendwende geplant: Trainer Adi Hütter setzt dabei auf ein neues System – und alte Tugenden.

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          Adi Hütter betritt „Neuland“, wie er es formulierte. Der Österreicher, der seit anderthalb Jahren für das sportliche Wohl der Eintracht verantwortlich ist, betreute im Laufe seiner 2007 begonnenen Trainerkarriere mehrheitlich Mannschaften, mit denen er um Titel mitspielte. Nun in Frankfurt startet er mit dem ungewohnten Gefühl in die Rückrunde, ein Team anzuleiten, das unter Stress deutliche Schwächen offenbarte und im Klassement ins untere Mittelfeld abrutschte. Fern der eigenen Arena trat zuletzt gar kein Bundesliga-Mitbewerber so nachlässig auf wie die Frankfurter, die in der Auswärtstabelle der ersten Saisonhälfte auf dem letzten Platz gelandet sind. „Davon wollen wir wegkommen“, gab Hütter ein Ziel für die kommenden vier Monate aus.

          Bundesliga

          Gleich die erste Gelegenheit, bei der sich die Ausgangslage verbessern lässt, hat es in sich: Am 18. Spieltag dieser Runde, die für die Frankfurter bisher viele Enttäuschungen mit sich brachte, heißt ihr Gegner an diesem Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) TSG 1899 Hoffenheim, der nicht weniger ambitioniert loslegen dürfte und im Klassement mit 27 Punkten auf dem siebten Rang liegt, während die Eintracht als Dreizehnter lediglich 18 Zähler einsammelte. „Wir gehen mit guten Vorsätzen in dieses Spiel, weil ich finde, dass wir ordentlich trainiert haben“, sagte Hütter.

          Er sieht in der kurzen Winterpause die Grundlage geschaffen, dass die Trendwende gelingen wird. Aus den sieben Liga-Partien vor Weihnachten ging die Eintracht sechsmal als Verlierer hervor, nur gegen Hertha reichte es beim 2:2 zu einem Remis. Während des Trainingslagers in den Vereinigten Staaten bestritten die Frankfurter lediglich ein Testspiel, in dem sie abermals auf die Berliner trafen und 1:2 unterlagen. Zudem meldeten sich während des Aufenthalts in Florida Gelson Fernandes (Sehnenriss an der Hüfte) und Daichi Kamada (Muskelfaserriss am Knöchel) verletzt ab. Zugänge, mit denen auf die angespannte Personallage und die Annäherung an die Abstiegszone hätte reagiert werden können, gab es bis heute nicht. Hütter hinterließ nicht den Eindruck, als würde ihn das stören: „Wir haben unsere Optionen.“

          Er mache sich mit einer Mischung aus Freude, Zuversicht und Ernsthaftigkeit an die Arbeit, sagte er am Freitag vor dem Abschlusstraining. „Die Mannschaft hat die Situation verstanden“, meinte Hütter, auch das trage zu seiner Zuversicht bei. Angesprochen auf Jacob Bruun Larsen, der momentan mit einem Engagement bei der Eintracht in Verbindung gebracht wird, hielt sich Hütter bedeckt. An Spekulationen, ob der bei Borussia Dortmund nicht mehr glückliche Däne, künftig zu seinem Aufgebot zählen könnte, „will ich mich nicht beteiligen“, sagte der 49-Jährige. Selbstredend würden er, Sportvorstand Fredi Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner „den Markt sondieren, um zu schauen, was für Möglichkeiten sich auftun“.

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