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Eintracht Frankfurt : Meniskuseinriss: Russ muss trotzdem gegen Köln ran

Der „Schwangere” will auch gegen die Domstädter wieder jubeln - auch wenn das Knie zwickt: Marco Russ nach seinem Tor gegen Mainz Bild: Wonge Bergmann

Oka Nikolov (Sehnenriss am Fuß), Maik Franz (Muskelriss im Bauch) und Chris (Nervenentzündung im Rücken) fallen aus. Auch Eintracht-Verteidiger Russ ist nicht richtig fit, ihn plagt ein „leichter Meniskuseinriss“. Dennoch muss er gegen den 1. FC Köln wieder ran.

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          Neuigkeiten aus der Profifußballabteilung der Eintracht ähneln schon seit längerem medizinischen Bulletins. Die Abwehrkraft der Frankfurter Bundesligaspieler ist kurz vor dem Ende der Hinrunde spürbar angegriffen, und zuletzt häuften sich die schlechten Nachrichten beim Tabellenachten: Mit dem Ausfall von Oka Nikolov (Sehnenriss am Fuß), Maik Franz (Muskelriss im Bauch) und Chris (Nervenentzündung im Rücken) fehlen der Mannschaft von Trainer Michael Skibbe mittelfristig drei Leistungsträger, die bis vor kurzem zur Stabilität der Defensive erheblich beitrugen. Über die Dauer ihrer Abwesenheit lässt sich momentan selbst von den behandelnden Ärzten nur spekulieren, der Zeitpunkt ihrer Rückkehr ist völlig ungewiss - und auch deswegen denkt der Coach entgegen seinem ursprünglichen Plan nun doch über Neuverpflichtungen in der Winterpause nach.

          An diesem Wochenende, beim Auswärtsspiel in Köln (15.30 Uhr), sollen mit Aleksandar Vasoski und Marco Russ abermals zwei Profis die Innenverteidigung bilden, die ebenfalls nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Beim 2:1-Derbysieg gegen Mainz machten beide ihre Sache ordentlich, beim vorherigen 1:4 in München lief es weniger prächtig. Dass es an der Feinabstimmung zwischen ihnen noch hapert, ist wenig überraschend, schließlich standen sie in dieser Formation seit Monaten nicht mehr nebeneinander auf dem Platz. Vasoski war fast zwei Jahre lang wegen zwei schweren Knieoperationen und einer Lungenkrankheit nicht fit; er sollte sich eigentlich erst langsam wieder an die Anforderungen der ersten Liga herantasten, doch aufgrund des Notstands wurde er mehr oder weniger „über Nacht ins kalte Wasser geschmissen“, so Skibbe.

          Leichter Meniskuseinriss

          Auch Russ plagen schon länger Probleme, wie der Coach am Dienstagnachmittag nach dem Training verriet. Der Fünfundzwanzigjährige spielt schon seit Sommer mit einem „leichten Meniskuseinriss“. Aus diesem Grund musste er auch bei der vorangegangenen Übungseinheit pausieren. Weil Russ „noch so jung ist“ (Skibbe), habe man sich gemeinsam mit dem gegenwärtig vielbeschäftigten Mannschaftsarzt Dr. Matthias Feld schon vor geraumer Zeit dazu entschlossen, die Blessur konservativ zu behandeln und auf eine Operation zu verzichten. Für die Partie in Köln rechne er aber auf jeden Fall mit dem 1,90 Meter großen Athleten, „es gibt nichts, was ihn daran hindert, am Wochenende dabei zu sein“. Vorsichtshalber schickte Skibbe auch den über Beinbeschwerden klagenden Alexander Meier vorzeitig in die Kabine. Der Mittelfeldspieler sprach gegenüber Physiotherapeut Thomas Kühn über ein „festes Gefühl“ im hinteren Oberschenkel; Meier hat sich unlängst erst von einem Faserriss im vorderen Oberschenkel erholt.

          Bis kurz vor Weihnachten und dem Jahresabschluss im Pokalachtelfinale in Aachen will Skibbe abwarten, ehe er gemeinsam mit Manager Heribert Bruchhagen darüber entscheiden wird, ob sie auf dem Transfermarkt zuschlagen; man sondiere aber bereits die Lage. Grundsätzlich sei er kein Freund von Zukäufen in der Winterpause, doch „wenn die Notwendigkeit zwingend besteht, müssen wir handeln“. Dass Franz und Nikolov bis zum Rückrundenauftakt in Hannover wieder genesen sind, gilt als ausgeschlossen, bei Chris ist die Wahrscheinlichkeit kaum größer. Die Option, den Kader kurzfristig mit Akteuren aus der U 23 oder A-Jugend zu ergänzen, schloss Skibbe aus - „weil sie nicht auf Anhieb das Niveau bringen, das wir benötigen“.

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