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Eintracht in der Einzelkritik : Mit Biss und Mentalität

Lange Wege, wenig Ertrag: Rafael Borré Bild: EPA

Hinteregger mit Einwurfverbot, warf sich in jeden Zweikampf. Borré mit langen Wegen, ohne Ertrag. Kostic mit Leidenschaft, aber ausgewechselt. Die Eintracht in der Einzelkritik.

          2 Min.

          Kevin Trapp: Unüberwindbar bei Distanzschüssen auf sein Tor. Mit gutem Stellungsspiel. Strahlte Sicherheit aus. Mit einer Parade, bevor der Wolfsburger Weghorst den Ball aus spitzem Winkel doch noch zum 1:1 im Eintracht-Tor unterbrachte.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Danny da Costa: Mit leichtem Formanstieg. Ist aber immer noch weit von seiner Bestform entfernt. Im Spiel nach vorne fehlt es dem rechten Außenbahnspieler zu oft an der nötigen Präzision. Hinten immerhin ein paar Mal im richtigen Moment zur Stelle.

          Evan Ndicka: Konnte die erste Wolfsburger Kopfballgelegenheit nicht verhindern. Fehlende Souveränität war bei ihm aber die Ausnahme. War dank seiner Schnelligkeit, Zweikampfstärke und Technik oft im Vorteil.

          Martin Hinteregger: Der Kapitän kennt keinen Schmerz. Spielte mit doppeltem Bänderriss in der Schulter. Hatte deshalb Einwurfverbot. Warf sich trotz seiner Beeinträchtigung in jeden Zweikampf. Für Trainer Glasner ist er ein „super Mentalitätsspieler“.

          Erik Durm: Leitete das 1:0 von Lammers ein. Den Treffer von Weghorst konnte er zusammen mit Jakic aber nicht vereiteln. Leistete auf seiner Seite Schwerstarbeit gegen Mbabu und Lukebakio. Im Spiel nach vorne oft zu durchsetzungsschwach.

          Djibril Sow: Konnte sein gutes Niveau aus den ersten Saisonspielen nicht halten. Ließ es an Handlungsschnelligkeit vermissen. Wirkte so, als ob es ihm an Zutrauen in seine Fähigkeiten mangelt.

          Kristijan Jakic: Robust und resolut. Scheute wieder keinen Zweikampf. Büßte im Laufe des Spiels aber an Präsenz ein.

          Rafael Borré: Fand sich auf dem rechten Flügel wieder. War immer anspielbar und ging lange Wege. Traute sich was zu. Dafür kam jedoch zu wenig dabei heraus. Sein Offensivspiel blieb zu oft in Ansätzen stecken.

          Daichi Kamada: Die große Enttäuschung. Agierte in vielen Situationen unglücklich und unüberlegt. Es kommt nicht oft vor, dass das Spiel so an ihm vorbeiläuft. Wirkte in der zweiten Halbzeit ausgelaugt. In dieser Verfassung ein Kandidat für eine schöpferische Pause.

          Filip Kostic: Bereitete den Treffer von Lammers vor. Das war schon seine zweite Torvorlage im zweiten Spiel nacheinander. Das hinter ihm liegende Wechseltheater hat er gut abgeschüttelt. Mit Leidenschaft bei der Sache. Lässt sich nicht davon irritieren, wenn ihm etwas misslingt. Wurde nach 72 Minuten ausgewechselt. Für den Chefdynamiker ist das ein ungewohntes Gefühl.

          Sam Lammers: Auf dem Weg zum Torjäger. Mit seinem zweiten Pflichtspieltor und seinem ersten Bundesligatreffer. Agierte dabei wie ein klassischer Mittelstürmer: ansatzlos mit links per Dropkick. Einen Kopfball des Niederländers konnte VfL-Torwart Casteels aber abwehren. Das waren seine besten Momente. Ansonsten war oft wenig von ihm zu sehen.

          Jens Petter Hauge: Ersetzte Lammers. Der Norweger fiel kaum auf.

          Jesper Lindström: Kam für Kostic ins Spiel. Auffällig war seine Durchsetzungsschwäche.

          Stefan Ilsanker: Löste Kamada ab. Versuchte Zweikampfstärke einzubringen.

          Ajdin Hrustic: Durfte für Sow ran. Ohne nennenswerte Aktion.

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