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Eintracht Frankfurt : Fenin wird schon wieder operiert

  • -Aktualisiert am

Leidgeplagt: Martin Fenin (vorne) beim Kampf um den Ball Bild: Wonge Bergmann

Weil bei der Eintracht in der zweiten Reihe akuter Stürmernotstand herrscht, darf sich U-23-Angreifer Hess bei den Profis empfehlen.

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          Martin Hess hat in dieser Saison bisher vierzehn Tore für die U 23 der Frankfurter Eintracht geschossen. Der 22 Jahre alte Stürmer steht damit an der Spitze der Torjäger in der Regionalliga Süd. Als Profitrainer Michael Skibbe am Freitagvormittag gefragt wurde, ob er angesichts des Ausfalls von Ioannis Amanatidis darüber nachdenke, Hess eventuell bei den Profis mittrainieren zu lassen, winkte der Fußballlehrer noch ab. Es gebe aktuell keinen Handlungsbedarf. Ein paar Stunden später hatte sich Skibbes Meinung geändert. Eben weil es nun Handlungsbedarf gab.

          Denn neben Amanatidis, der nach seiner Knieoperation mindestens bis ins Frühjahr seinem Beruf nicht nachgehen kann, müssen die Frankfurter auch weiter auf Martin Fenin verzichten. Der tschechische Nationalspieler war zur Wochenmitte nach München gefahren, um sich dort bei der Spezialistin Dr. Ulrike Muschawek wegen der nicht nachlassenden Schmerzen in den Leisten untersuchen zu lassen.

          Operation notwendig

          Die Diagnose der Ärztin hat beim Patienten und bei seinem Trainer wenig Begeisterung ausgelöst. Die Schmerzen seien auf „Nervenirritationen“ zurückzuführen, die operativ behoben werden müssten. Im vergangenen Sommer war Fenin in Potsdam wegen sogenannter „weicher Leisten“ operiert worden und hatte seitdem immer über Schmerzen geklagt. „Nun muss er nachoperiert werden“, sagt Trainer Skibbe.

          Schon zu Beginn der nächsten Woche soll der vergleichsweise kleinere Eingriff in München erfolgen. Mindestens zwei Wochen wird der 22 Jahre alte Fenin danach nicht trainieren und spielen können. Sein Trainer rechnet sogar damit, dass er bis zur Winterpause ausfällt. „Wenn er im Dezember noch ein, zwei Spiele machen könnte, wäre es umso besser“, so Skibbe.

          Gruppe der Angreifer schrumpft

          Die Gruppe der Angreifer schrumpft bei der Eintracht fast täglich. Neben Amanatidis und Fenin können auch die beiden Nachwuchskräfte Marcos Alvarez und Cenk Tosun die sich nun bietenden Chancen aus gesundheitlichen Gründen nicht nutzen. Der 18 Jahre alte Alvarez sei „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ am Schweinegrippevirus H1N1 erkrankt, hieß es in einer offiziellen Pressemitteilung des Vereins am Freitag. Zwischen sieben und zehn Tagen kann der Spieler, der mit Medikamenten behandelt wird, nicht am Training teilnehmen. Weitere Ansteckungen mit dem Schweinegrippevirus gab es bis Freitag noch nicht.

          Alvarez’ 19 Jahre alter Kollege aus der A-Jugend, Cenk Tosun, plagt sich mit Entzündungen an beiden Patellasehnen und kann in diesem Jahr nicht mehr Fußball spielen. Da Trainer Skibbe die kurzfristig mögliche Verpflichtung eines derzeit arbeitslosen Spielers kategorisch ablehnt („Das möchte ich nicht“), besteht nun ein akuter Stürmernotstand bei der Eintracht, zumindest in der zweiten Reihe.

          Martin Hess soll zur Mannschaft stoßen

          Neben dem aktuellen Stammpersonal Alexander Meier und Nikos Liberopoulos stehen mit dem Österreicher Ümit Korkmaz und Marcel Heller lediglich noch zwei Spieler auf dem Trainingsplatz, die zum einen in dieser Saison kaum Einsatzzeiten aufweisen können und zum anderen eher offensive Mittelfeldspieler denn echte Stürmer sind. „Deshalb werden wir jetzt auch Martin Hess dazunehmen und ihn genau beobachten“, sagt der Frankfurter Trainer, der mit seiner Mannschaft das bundesligafreie Wochenende zu einem Test nutzt. Seine Profis bestreiten an diesem Samstag (14.30 Uhr) ein Privatspiel beim FV 09 Eschersheim.

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