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Eintracht Frankfurt : Eintracht muss sparen, Tzavellas im Abseits

  • Aktualisiert am

Ein Lachen gegen die Ungewissheit: Georgios Tzavellas steht nur noch selten im Mittelpunkt. Bild: Wonge Bergmann

Sechs Millionen Euro an Ablöse hat die Eintracht für Marco Russ und Patrick Ochs vom VfL Wolfsburg eingenommen, je drei Millionen pro Spieler. Dennoch müssen die Frankfurter weitere Transfereinnahmen erwirtschaften.

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          Sechs Millionen Euro an Ablöse hat die Eintracht für Marco Russ und Patrick Ochs vom VfL Wolfsburg eingenommen, je drei Millionen pro Spieler. Zudem stehen einige teure Fußballprofis wie der Brasilianer Chris, Ioannis Amanatidis, dem allerdings eine Abfindung von 1,6 Millionen Euro gezahlt werden musste, und Maik Franz nicht mehr auf der Gehaltsliste. Dennoch müssen die Frankfurter weitere Transfereinnahmen erwirtschaften, um den von mehr als sechzig auf knapp vierzig Millionen Euro geschrumpften Etat ausgleichen zu können. Die Zeitschrift „kicker“ benannte am Donnerstag die in der sommerlichen Wechselperiode (bis zum 31. August) oder spätestens im Winter zu erlösende Summe auf drei Millionen Euro. Bestätigt wurde dies von Vereinsseite nicht.

          In jedem Fall wird es eine schwierige Aufgabe für den neuen Sportdirektor Bruno Hübner, Geld zu verdienen, ohne die Mannschaft substantiell zu schwächen. Im Grunde bleiben ihm nur Ersatzspieler, die er zum Verkauf anbieten kann. Alles andere würde die eigenen Pläne gefährden. Der zunächst ins Auge gefasste Kandidat Theofanis Gekas spielte sich mit Toren im Pokal und einer starken Leistung beim 3:0-Sieg in Braunschweig von der inoffiziellen Verkaufsliste. „Wir wären doof, wenn wir ihn hergeben würden“, sagte Hübner. Ganz anders sieht es bei seinem griechischen Landsmann Georgios Tzavellas aus. Der Nationalspieler, vor einem Jahr für 1,2 Millionen Euro von Panionios Athen geholt, wird aktuell nicht mehr gebraucht. Tzavellas plagt sich noch immer mit den Nachwirkungen eines Kreuzbandanrisses, hat aber bei Armin Veh schlechte Karten. Nach einer Woche Training im Mannschaftskreis schickte der Trainer den 23 Jahre alten Verteidiger wieder zurück in die Reha. „Er muss erst mal so fit werden, dass er hier nicht mehr grandios abfällt“, sagte der Coach, „er darf erst wiederkommen, wenn er richtig mittrainieren kann.“ Zudem legte Veh dem Spieler nahe, „ein paar Kilo leichter“ zu werden. Das hört sich nicht nach einer großen Zukunft für den Profi in Frankfurt an.

          Ob sich andere Klubs nun um Tzavellas reißen, ist fraglich. Zwei andere Akteure, die nicht einmal zum erweiterten Kader gehören, absolvieren immerhin wieder das normale Übungsprogramm: Innenverteidiger Habib Bellaid und Außenverteidiger Nikola Petkovic mühen sich, den Anschluss zu finden. Ob es nach Jahren der Enttäuschungen auf beiden Seiten, beim Verein und den Spielern, nun noch zu einem sportlichen Happy-End kommt, ist eher unwahrscheinlich. Obwohl die Eintracht durchaus Verwendung für einen guten Innenverteidiger und einen adäquaten linken Verteidiger hätte. Am Ende könnte es wie immer sein in den vergangenen Jahren: Petkovic und Bellaid werden ausgeliehen – und die Eintracht spart wenigstens das Gehalt. Um Millionen geht es dabei aber gewiss nicht. Gast in der Eintracht-Kabine war am Donnerstagmittag Lutz Wagner. Der ehemalige Bundesligaunparteiische aus Hofheim, aktuell Schiedsrichter-Lehrwart des Deutschen Fußball-Bundes, sollte den Profis Regeländerungen näher bringen. Auch Veh musste genau hinhören, denn der Verband will nicht mehr so viele Emotionen der Trainer am Spielfeldrand dulden wie in der vergangenen Runde.

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