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Eintracht Frankfurt - eine Zwischenbilanz : Eine Mannschaft von Aufsteigern

Feld in der Brandung: Torhüter Markus Pröll Bild: dpa

Platz neun in der Fußball-Bundesliga nach der Hinrunde: Eintracht Frankfurt kann zufrieden in die Winterpause gehen. Eine Zwischenbilanz - Spieler für Spieler.

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          Platz neun in der Fußball-Bundesliga nach der Hinrunde: Eintracht Frankfurt kann zufrieden in die Winterpause gehen. Eine Zwischenbilanz - Spieler für Spieler.

          Markus Pröll, 16 Spiele, kein Tor: Fels in der Brandung. Nie war er für die Eintracht so wertvoll wie in dieser Saison. Hält, was zu halten ist. Steht während des Spiels ständig unter Hochspannung - und hat sich doch stets unter Kontrolle. Auch abseits des Feldes ein Vorbild. Sein Wort hat Gewicht in der Mannschaft.

          Oka Nikolov, 2 Spiele, kein Tor: Stellvertreter der Extraklasse. Sicherte nicht nur in Bochum, sondern auch bei den Bayern ein torloses Remis. Gerade der Auftritt in München brachte ihm bundesweite Schlagzeilen. Parierte 38 Torschüsse, verdiente sich das Prädikat Weltklasse - und nahm ohne zu murren eine Woche später wieder auf der Ersatzbank Platz.

          Weiterhin eine Enttäuschung: Michael Thurk

          Patrick Ochs, 13 Spiele, kein Tor: Wirbler auf rechts. Ist nach einigen verletzungsbedingten Rückschlägen fast wieder der Alte. Verteidigende Stammkraft mit dem oft ungebremsten Drang zur Offensive. Kann durchaus vorzügliche Flanken schlagen. Zweimal Torvorbereiter. Manchmal noch zu ungestüm.

          Aaron Galindo, 7 Spiele, kein Tor: ruhiger Techniker. Vom 12. Spieltag an ständig am Ball. Hat geduldig auf seine Einsatzchance gewartet und seitdem nicht enttäuscht. Strahlt Ruhe, Umsicht und Souveränität mit und ohne Ball aus. Funkels in Duisburg gezogenes Fazit: "Er ist doch kein Blinder."

          Aleksandar Vasoski, 4 Spiele, kein Tor: Unglücksrabe. Ein Tritt in den Rasen hat den freundlichen Mazedonier schwer zurückgeworfen. Leidet noch immer unter den Folgen eines Sehnenrisses in der rechten Hüftbeugemuskulatur. Seit Monaten schon ist der Kopfballspezialist am Boden und arbeitet in Donaustauf an seinem Comeback.

          Christoph Spycher, 15 Spiele, kein Tor: Muster an Solidität. Auf den Schweizer Präzisionsarbeiter ist Verlass. Platzhirsch auf der linken Abwehrseite. Wollte Kapitän werden, doch Funkel entschied sich für Amanatidis.

          Marco Russ, 14 Spiele, 1 Tor: Aufsteiger der Saison. Endgültig am Ende der Lehrjahre angekommen. Hat sich mit viel Fleiß von der Jugend an bei der Eintracht hochgearbeitet. Bietet mit 22 Jahren noch reichlich Entwicklungspotential.

          Sotirios Kyrgiakos, 13 Spiele, 2 Tore: Hüne mit dem Hang zur Selbstdarstellung. Stellt an guten Tagen allein ein unüberwindliches Abwehrbollwerk dar. Stark im Kopfballspiel, mit Schwächen in der Ballbehandlung. Hat weiterhin ein gestörtes Verhältnis zur deutschen Sprache.

          Chris, 5 Spiele, 1 Tor: elegantester Eintracht-Profi. Verfügt über sehr gute Ballfertigkeiten. Gilt als Allrounder. Sein Idealplatz ist die zentrale Stelle in der Abwehr, wo er wie ein Libero der Neuzeit zu glänzen vermag.

          Mounir Chaftar, 3 Spiele, kein Tor: allzu lässiger Wechselkandidat. Lediglich zwölf Minuten am Ball. Hat auch deshalb derzeit keine Chance, an Stammkraft Spycher vorbeizukommen, weil er zu Überheblichkeit neigt. Ihm fehlt es oft an Biss.

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