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Eintracht Frankfurt : Bricht der Bann gegen Bayer?

Rechtzeitig fit für das Wiedersehen mit dem alten Klub: Eintracht-Antreiber Pirmin Schwegler Bild: Wonge Bergmann

Die Eintracht ist zu Hause das harmloseste Team der Liga. Ausgerechnet gegen den Tabellenzweiten Leverkusen soll die torlose Zeit beendet werden. Schwegler ist rechtzeitig wieder fit.

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          Es gibt auch gute Nachrichten von der Frankfurter Eintracht. Die vom Freitag lautet: Pirmin Schwegler kann spielen. An diesem Samstag, wenn der Tabellenzehnte der Fußball-Bundesliga den auf Champions-League-Kurs liegenden Rangzweiten Bayer 04 Leverkusen in der WM-Arena empfängt (Anpfiff 15.30 Uhr), wird der Schweizer in der Startelf stehen. Für einige Stunden war ein Einsatz des Nationalspielers von seinem Klubtrainer Michael Skibbe in Frage gestellt worden. Schließlich ist Schwegler während des Länderspiels auf Malta übel zusammengetreten worden. Auch am Freitag, während des Abschlusstrainings zur Vorbereitung auf die Prüfung gegen Favorit Bayer, „hatte ich überall Schmerzen. Über den Körper verteilt gibt es ein paar Prellungen und Quetschungen“, sagte der 23 Jahre alte Profi. „Aber das halte ich aus.“ Um die Schmerzen unter Kontrolle zu halten, wird Schwegler Tabletten nehmen.

          Schwegler will mithelfen, die bedenkliche Negativserie der Eintracht zu beenden. „Obwohl das gegen Leverkusen sehr sehr schwer wird“, wie er sagte. „Wir haben es selbst zu verantworten, dass wir in diese Lage gekommen sind. Und nun müssen wir auch selbst wieder da rausfinden.“ Nur Tore helfen. Doch wer soll sie schießen? Theofanis Gekas, Schütze des letzten Treffers am 18. Dezember beim 1:0-Sieg gegen Meisterschaftsfavorit Borussia Dortmund? Damals erzielte der Grieche Tor Nummer vierzehn. Es war der 24. und bisher letzte Treffer für die zweitschwächste Offensivabteilung der Liga. Betrachtet man nur die Auftritte vor heimischer Kulisse, dann steht die Eintracht gar auf dem letzten Platz. Neun Tore in zehn Heimpartien: So schlecht waren die Hessen seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr. Trainer Skibbe ist sicher, dass der Bann gegen seine alten Bayer-Freunde bricht. „Wir werden ein Tor schießen“, sagt er. „Und wir werden gewinnen.“

          Amanatidis muss von der Tribüne aus zusehen

          Auch am Freitag hat der Eintracht-Coach seine Spieler fleißig aus allen Lagen schießen lassen. Während von den Außenpositionen Patrick Ochs, Sebastian Jung, Georgios Tzavellas und Benjamin Köhler Ball um Ball in Richtung Elfmeterpunkt schlugen, bemühten sich Gekas und Co. um die Veredelung der Flanken. Nicht immer glückte dies nach Plan. Und für regelmäßige Beobachter war es auch keine Überraschung, dass bei dieser spaßbetonten Übung ein Angestellter Erfolgsmomente erlebte: Ioannis Amanatidis.

          Wie in den vergangenen Wochen und Monaten auch zeigte der wieder einmal im Fokus stehende Grieche eine engagierte Leistung. Gerne würde der am Donnerstag zunächst für alle Zeiten, dann aber nur „zurzeit“ suspendierte Stürmer länger als nur wenige Minuten für die Eintracht am Ball sein. Doch Skibbe hält seinen Fitnesszustand für nicht ausreichend genug, um der Mannschaft von Anfang bis Ende eine Hilfe zu sein. Nach den neuerlichen Eskapaden, die erst zum Rauswurf und dann zum Rauswürfchen führten, wird der 29 Jahre alte Amanatidis die bedeutsame Heimpartie gegen Leverkusen von der Tribüne aus verfolgen – gemeinsam mit sicherlich mehr als nur 41 000 Zuschauern, die sich bislang ein Ticket für die Begegnung des 22. Bundesliga-Spieltags besorgt haben.

          Schwegler allein kann keine Wunder vollbringen

          Auch wenn die Partie gegen die Rheinländer längst nicht ausverkauft ist: Auf das Wiedersehen mit den alten Kameraden freut sich Pirmin Schwegler ganz besonders. Einst bei Bayer nur einer unter vielen gewesen, hat sich der besonnene Schweizer nach seinem Wechsel nach Frankfurt schnell mit guten Leistungen einen guten Namen gemacht. Sein Platz als kreativer Abräumer und Antreiber vor der Abwehr ist ihm sicher. Wenn es darauf ankommt, schnell und gradlinig von Abwehr auf Angriff umzuschalten, führen alle Wege über Schwegler.

          Es ist eine der hervorstechendsten Qualitäten im Frankfurter Spiel. Doch Schwegler allein kann keine Wunder vollbringen. Die Mannschaft als Ganzes braucht so etwas wie einen Kick, um aus der Torkrise zu kommen. Trainer Skibbe erwägt deshalb auch, Feinjustierungen an seiner Elf vorzunehmen. Denkbar, dass Dauerläufer Halil Altintop wieder in die Startaufstellung rückt. In der Vorwoche, beim 0:0 in Freiburg, wurde der Türke eingewechselt. Wie im übrigen auch Martin Fenin, der weiter auf seine Chance hoffende Stürmer aus Tschechien.

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