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Eintracht Frankfurt : Bloß kein Rückfall in alte Zeiten

Wieder verletzt: Junichi Inamoto von Eintracht Frankfurt Bild: picture-alliance/ dpa

Neben den Langzeitverletzten Albert Streit, Alexander Meier und Marcel Heller fallen nun auch Markus Weissenberger, Michael Thurk und Junichi Inamoto aus. Doch Eintracht-Trainer Funkel will in Wolfsburg aus der Not eine Tugend machen.

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          Vielleicht bekommt der geneigte Fußballfan schon am Samstag das neue Gesicht der Frankfurter Eintracht zu sehen. Weil Trainer Friedhelm Funkel nicht an wundersame Genesungsprozesse über Nacht glaubt, wird er aus der personellen Not eine Tugend machen und zugleich der Jugend eine Chance geben. Nicht von Beginn an, doch auch die Tatsache, dass auf der Auswechselbank unverbrauchte und willige Kräfte aus der U-19- und der U-23-Mannschaft sitzen werden, ist schon als Zeugnis leicht gestiegener Wertschätzung einzustufen.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

          Danny Galm, Martin Hess, Juvhel Tsoumou – zumindest zwei dieser drei dürften die Reise mit nach Wolfsburg antreten, wo am Samstag der VfL auf die Eintracht wartet. „Auch wenn ich den Ausfall von fünf Stürmern zu beklagen habe, werden wir in Wolfsburg eine gute Mannschaft aufbieten“, versprach Funkel am Donnerstag. „Alle Spieler aus der Stammelf haben Erstligaerfahrung.“

          „Wolfsburg auf Augenhöhe mit uns“

          Dass neben den Langzeitverletzten Albert Streit, Alexander Meier und Marcel Heller nun auch Markus Weissenberger, Michael Thurk und Junichi Inamoto ausfallen, mag Funkel vordergründig schmerzen. Trotzdem ist der Eintracht-Trainer selbstbewusst genug, um zu behaupten: „Der VfL Wolfsburg befindet sich auf Augenhöhe mit uns.“ Tabellarisch sind die Niedersachsen sogar hinter den Hessen angesiedelt. Das könnte sich am Samstag ändern, doch Funkel hat an seine Profis die Parole ausgegeben, „dass wir dieses Spiel gewinnen können“.

          Eindeutig geäußert hat sich der Frankfurter Trainer über seine stürmischen Pläne zwar nicht, doch es gilt als ausgemacht, dass neben dem gesetzten Kapitän Ioannis Amanatidis auch der Japaner Naohiro Takahara von Beginn an angreifen wird. Nachdem Takahara Anfang der Woche seinem Unmut freien Lauf ließ und offene Worte für seine Unzufriedenheit fand, kann er nun in Wolfsburg die passende Antwort geben. „Ich denke, er selbst hat sich am meisten unter Druck gesetzt“, vermutete Funkel.

          Mehr Leistung von Mahdavikia erhofft

          Druck? Dieses Wort gibt es nicht im Sprachschatz von Chris. Der Brasilianer hält es eher mit einer seiner Lieblingsaussagen: „Ich bin fit, ich will immer spielen, egal wo.“ Diesmal zur Abwechslung nicht wie in den vergangenen drei Begegnungen an zentraler Position in der Dreierabwehrkette, sondern vor einem noch zu formierenden Viererbollwerk, auf das sich Funkel schon jetzt festgelegt hat. An der Seite von Michael Fink soll Chris wertvolle Abschirmdienste leisten. So gilt es auch, die Kreise des Wolfsburger Spielmachers Marcelinho einzuengen. Einen speziellen Spieler möchte Funkel damit nicht beauftragen. Er hat beschlossen, „dass wir ihn im Raum übernehmen“.

          Um gleichzeitig Druck auf den zu Hause nicht immer gefestigten VfL auszuüben, erhofft sich der Eintracht-Trainer eine ordentliche Leistungssteigerung des Iraners Mehdi Mahdavikia. Er wird sich auf der rechten Seite wiederfinden. „Dort“, so Funkel, „hat er die Fähigkeit, um der Mannschaft zu helfen.“ Unterstützt wird die Eintracht von annähernd 2000 Fans, die sich entschlossen haben, nach Wolfsburg zu reisen. In der vergangenen Saison haben sich beide Mannschaften 2:2 getrennt. Davor war die Eintracht fünfmal in Wolfsburg ohne Punkt und Tor geblieben. Funkel will verhindern, dass ein Rückfall in alte Zeiten droht.

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