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Kämpferischer Eintracht-Profi : Dosts Traum von der Europa League

Hat ein klares Ziel mit der Eintracht: Stürmer Bas Dost Bild: dpa

Der lange Zeit kranke und verletzte Stürmer Bas Dost will im Mai „wieder losballern“. Doch nicht nur für den Profi von Eintracht Frankfurt stellt sich zuvor eine wichtige Frage.

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          Bas Dost hat einen Traum. Der Fußballprofi der Frankfurter Eintracht will europäisch spielen. Nicht nur in dieser Saison, in der derzeit Stillstand herrscht, sondern auch in der neuen. „Mein Wunsch ist, dass wir jedes Spiel gewinnen und noch die Europa League schaffen. Ich glaube noch daran“, sagte der 30 Jahre alte Niederländer am Mittwoch in einer Videokonferenz.

          Einen Bas Dost in Bestform – den hatte man zuletzt beim DFB-Pokalspiel im vergangenen Herbst beim FC St. Pauli gesehen. Und auch noch zum Rückrundenstart bei den beiden Siegen gegen Hoffenheim und Leipzig. Dann jedoch wurde der Mittelstürmer krank. Gepaart mit Leistenproblemen, war dies eine Melange, die den ansonsten fröhlichen Dost nachdenklich werden ließ. Seinem Job, Tore zu schießen, konnte er nicht nachkommen. „Denn das ist genau das, was ich will“, sagte der Eintracht-Profi am Mittwoch: „Spielen – und im Mai wieder losballern.“

          Es muss weitergehen

          Doch Dost weiß: „Jetzt geht es einfach nicht. Es ist die richtige Entscheidung, ohne Zuschauer zu spielen.“ Auch der Niederländer hat eine klare Vorstellung davon, was mit der Bundesliga in der Corona-Krise passieren soll: „Wir müssen die Saison fertigspielen.“ Dost findet zwar selbst, „dass dies schwer zu kapieren ist. Aber es gibt genügend andere Jobs, wo es auch weitergeht.“

          Ein gutes Dreivierteljahr ist Dost jetzt zurück in Deutschland – und es gefällt ihm ausgesprochen gut. In diesen Tagen und Wochen, in denen es gilt, nicht nur im Training, sondern auch in der Nachbarschaft Distanz zu wahren, ist er froh, dass sein Sohn und seine Freundin bei ihm sind. „Wir haben einen schönen Garten und nette Nachbarn, das macht Spaß. Die Kinder wollen raus.“ Und Dost nur zu gern in die Heimat zu seinen Eltern fahren. Doch das geht nicht. „Meine Eltern vermissen meinen Sohn ohne Ende. Vielleicht vermissen sie ja auch mich“, sagte er – und lächelte dabei.

          Ob er Angst vor Corona habe, wurde Dost gefragt. Seine Antwort verwunderte nicht. „Nein, das habe ich nicht. Ich achte auf die Regeln. Meine erste Sorge gilt den Menschen, die ich täglich sehe.“ Dass auf absehbare Zeit keine Fans bei den Fußballspielen, so sie denn wirklich wieder angepfiffen werden, sein werden, findet Dost zwar bedauerlich, aber unvermeidlich. Wobei er von der Kraft und den Emotionen, die von den Kurven ausgehen, schon überzeugt ist. „Mit unseren Fans im Rücken hätten wir nie und nimmer 0:3 gegen Basel verloren“, sagte er.

          Dost kann es kaum erwarten, wieder aktiv in das Geschehen einzugreifen. „Wenn ich mir eine Schulnote geben müsste, wäre es eine Drei. Eine Eins ist es nicht, weil ich nicht jedes Spiel gemacht habe und deshalb nicht zufrieden sein kann. Ich habe viel Lust, noch mehr zu zeigen.“ Zwar benötige er nach eigener Einschätzung noch ein, zwei Wochen, „um wieder von Anfang an spielen zu können. Aber ich bin endlich beschwerdefrei und habe überhaupt keine Zweifel, dass mein Körper das packt.“ Der am 31. Mai 31 Jahre alt werdende Dost ist sicher: Es war gut – und es wird wieder gut werden.“

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