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Eintracht Frankfurt : „Ausländische Stürmer sind eher finanzierbar“

Derzeit die letzten beiden fitten Eintracht-Stürmer: Alexander Meier und Nikos Liberopoulos Bild: AP

Die Männerrunde tagt an diesem Dienstag. Wer hat wen gesehen? Wer kann der Frankfurter Eintracht schnell und nachhaltig weiterhelfen? Trainer und Ersatz-Späher Skibbe braucht angesichts der vielen Verletzten eine Offensivkraft, doch weiß er auch: „Wir müssen erst einmal das Geld zählen.“

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          Die Männerrunde tagt an diesem Dienstag. Wer hat wen gesehen? Wer kann der Eintracht schnell und nachhaltig weiterhelfen? Die Suche nach einem Stürmer hat das Führungspersonal des Frankfurter Fußball-Bundesligavereins am Wochenende in vieler Herren Länder getrieben. Der Auftrag für das Reiseduo Heribert Bruchhagen/Bernd Hölzenbein sowie die Einzelspäher Michael Skibbe und Edwin Boekamp: einen finanzierbaren Stürmer zu finden. Als Ersatz und/oder Ergänzung für den lange ausfallenden Ioannis Amanatidis. Aber auch als Front- oder Nebenmann für Martin Fenin. Wie sich nämlich jetzt herausgestellt hat, wird der Tscheche an beiden Leisten operiert. Ursprünglich sollte der Eingriff am Montag in München vorgenommen werden. Doch Fenins Ärztin seines Vertrauens, derzeit auf einem Kongress unterwegs, wird nun erst am Donnerstag und Freitag tätig. „Es müssen an beiden Leisten Verwachsungen gelöst werden, um Nervenbahnen freizulegen“, sagte am Montag nach der nachmittäglichen Übungseinheit Trainer Skibbe. Zudem präzisierte er, „dass Martin bis zur Winterpause ausfallen wird“.

          Damit wird das Bestreben, einen stürmischen, torgefährlichen Angreifer an die Eintracht zu binden, dringlicher denn je. „Es wäre wünschenswert, wenn wir in der Winterpause einen guten Stürmer verpflichten würden“, bekräftigte Trainer Skibbe. Doch er weiß auch: „Wir müssen erst einmal das Geld zählen, gucken und uns auf einen verständigen, der uns dann wirklich weiterhilft.“ Nach derzeitigem Stand wird es ein ausländischer Profi sein. „Die deutschen Spieler sind im Verhältnis nicht finanzierbar“, weiß der Eintracht-Coach. „Spieler aus dem Ausland sind eher realisierbar.“ Im sonnigen Ausland, am Südwestzipfel Europas, wurden am Wochenende Manager Bruchhagen und Chefscout Hölzenbein gesichtet. Sie waren Tribünengäste des Länderspiels zwischen Portugal und Bosnien-Hercegovina. Der Vorstandschef und sein Berater, so Skibbe, hätten in Portugal als Teilnehmer eines Golfturniers das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. „Es war keine ganz gezielte Beobachtung. Aber wenn man schon mal da unten ist, kann man auch gucken.“

          „Es ist alles gleich schwer, gute Spieler zu finden“

          Skibbe selbst nutzte, ohne Details nennen zu wollen, das spielfreie Bundesliga-Wochenende, um sich ein U-21-Länderspiel sowie ein A-Länderspiel anzuschauen. An diesem Dienstag sollen in der Männerrunde in den Räumlichkeiten der Eintracht-Geschäftsstelle Details präsentiert werden. Und da man sich der Bedeutung des angestrebten Transfers sehr wohl bewusst ist und bemüht ist, keinen Fehlgriff zu machen, wird die Spielerbeobachtung fortgesetzt. „Dienstag und Mittwoch wird nochmals geschaut“, sagte Skibbe. Als er gefragt wurde, ob es schwieriger sei, einen Stürmer oder einen Verteidiger mit Format zu verpflichten, entgegnete er: „Es ist alles gleich schwer, gute Spieler zu finden.“ Dabei findet die alte Eintracht-Regel, nach der Profis zumindest rudimentär Deutsch sprechen müssen, keine Anwendung mehr. „Es ist besser, wenn sie Tore schießen“, so Skibbe.

          Tore gegen den nächsten Gegner Borussia Mönchengladbach könnten Nikos Liberopoulos und Alexander Meier erzielen. Die beiden sind aktuell die Einzigen, die in der Eintracht-Offensive konkurrenzlos sind und am Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) in der Startelf stehen werden. Bis spätestens zu dieser Partie werden auch die angeschlagenen Christoph Spycher und Aleksandar Vasoski zurückerwartet. Stammtorhüter Oka Nikolov hält sich nach überstandener Knieprellung an der Seite von Rückkehrer Markus Pröll fit. Nachdem Nikolov zuletzt beim peinlichen 0:4 in Leverkusen passen musste, wird der Eintracht-Routinier gegen Gladbach wieder zwischen den Pfosten stehen.

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