https://www.faz.net/-gzn-a23kf

Europäisches Aus der Eintracht : „Hätten perfektes Spiel gebraucht“

  • Aktualisiert am

Bezeichnende Körpersprache bei Eintracht-Spieler Stefan Ilsanker: Es hat nicht gereicht. Bild: dpa

Es hat nicht gereicht für die große Überraschung. Eintracht Frankfurt kämpft in Basel ohne Erfolg. Nun sind die Hessen auch in der kommenden Spielzeit auf europäischer Ebene nur Zuschauer.

          1 Min.

          Der Europa-League-Sympathieträger Eintracht Frankfurt wird in der kommenden Saison auf der internationalen Bühne fehlen. „Wir hätten heute das perfekte Spiel und das nötige Quäntchen Glück gebraucht“, meinte Sportvorstand Fredi Bobic nach dem 0:1 (0:0) im Achtelfinal-Rückspiel beim FC Basel. Eine ordentlich Leistung reichte aber gegen die Schweizer im leeren St. Jakob-Stadion nicht für einen Sieg, geschweige dafür, um die 0:3-Pleite aus der Hinpartie vor 147 Tagen wieder wett zu machen und noch den großen Coup zu landen.

          „Wir hätten in der Anfangsphase ein Tor erzielen müssen, um den Gegner zu verunsichern und umgekehrt noch mehr Selbstvertrauen zu bekommen“, meinte Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter. „Insgesamt sind wir natürlich enttäuscht, dass wir ausgeschieden sind.“ Der Österreicher hatte den Fußball-Bundesligisten in der vergangenen Saison bis ins Halbfinale der Europa League geführt. Nun sind die Hessen in der kommenden Spielzeit nur Zuschauer.

          „Wir sind nicht heute, sondern in Frankfurt ausgeschieden. Ich bin aber mit dem Leistungsstand zufrieden, jeder Spieler hat sein Herz auf dem Platz gelassen“, befand Bobic. Nach nur einer Woche Training kämpften und rackerten die Eintracht-Profis, oft jedoch ohne Erfolg, weil Laufwege, Sicherheit und die Feinabstimmung untereinander noch fehlten. „Wir haben ein paar gute Angriffe über die Seiten gehabt, wo am Ende der letzte Pass gefehlt hat“, sagte Hütter.

          Seine Hoffnung, dass die Basler nach anstrengender Schweizer Meisterschaft, die am Montag endete, müde sein würden und für die Frankfurter die Frische ein Vorteil wäre, erfüllte sich nicht. Die Eidgenossen zeigten sich agil und hatten noch mehr Chancen als die zum 1:0 durch Fabian Frei in der 88. Minute. Der FC Basel wird nun vom 10. bis 21. August bei der Finalrunde in Nordrhein-Westfalen dabei sein. Möglicherweise nicht lange: Am 11. August sind die starken Ukrainer von Schachtjor Donezk, die den VfL Wolfsburg mit einem 3:0 am Mittwoch rauswarfen, in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen der nächste Gegner im Viertelfinale.

          „Wir haben alles gegeben, es aber am Ende nicht geschafft. So ist Fußball“, meinte Eintracht-Routinier Makoto Hasebe. „Nun haben wir genügend Zeit bis zum ersten Pokalspiel.“ Dies bestreiten die Hessen am 11. September. Eine Woche später startet die neue Saison der Bundesliga.

          Weitere Themen

          Mainz hat Glück – und Zentner

          Fußball-Bundesliga : Mainz hat Glück – und Zentner

          Mainz 05 vermeidet diesmal ein Debakel in Leipzig, ärgert sich aber über drei vermeidbare Gegentore. Sportvorstand Schröder fordert Szalai auf, sich einen neuen Klub zu suchen.

          Pietta wehrt sich gegen die Pinguine

          Krefelder Eishockey-Streit : Pietta wehrt sich gegen die Pinguine

          Es gibt kaum noch Gründe, sich für den Krefelder Eishockeyverein zu interessieren. Einer davon ist Daniel Pietta, gebürtiger Krefelder, Nationalspieler, Gesicht des Teams. Ausgerechnet ihn will der neue Klubchef loswerden.

          Topmeldungen

          Neue Stadtteile : Deutschland baut XXL

          In den Metropolen fehlen zehntausende Wohnungen. Gegen den Mangel soll Neubau helfen, überall entstehen neue Stadtteile. Wir stellen die größten Projekte vor.
          Abtreibungsgegner demonstrieren vor dem Supreme Court in Washington D.C.

          Tod von Ruth Bader Ginsburg : Die Abtreibungsgegner spielen auf Sieg

          Die Lobby der Abtreibungsgegner will, dass Donald Trump noch vor der Wahl eine Nachfolgerin der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg für den Supreme Court nominiert. Der Kampf dreht sich längst nicht mehr nur um Schwangerschaftsabbrüche.
          Was wird aus Tiktok?

          Amerika gegen China : Machtkampf um Tiktok

          Bytedance erklärt sich zum Sieger im Ringen um die Video-App, Trump pocht weiter darauf, dass Amerikaner das Sagen haben. Doch stimmt Peking überhaupt zu?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.