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Eintracht Frankfurt : Auch Torhüter Fährmann verletzt

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Im Pech: Ralf Fährmann, Torhüter der Eintracht Frankfurt. Bild: Wolfgang Eilmes

„Vier Torhüter sind einer zu viel“, hatte Eintracht Frankfurts Trainer Michael Skibbe bei seinem Amtsantritt vor drei Wochen gesagt. Am Sonntag hat sich nun Fährmann beim Training den fünften Mittelhandknochen der linken Hand gebrochen und wird für eine lange Zeit nicht zur Verfügung stehen.

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          „Vier Torhüter sind einer zu viel“, hatte Eintracht Frankfurts Trainer Michael Skibbe bei seinem Amtsantritt vor drei Wochen gesagt. Schon beim ersten Trainingslager in Tirol hatte sich der 24 Jahre alte Jan Zimmermann mit einer Schambeinentzündung aus dem Kreis der Anwärter auf den Platz im Tor verabschiedet. Aus drei Torhütern, den erfahrenen Markus Pröll und Oka Nikolov und dem Herausforderer Ralf Fährmann, wollte der Frankfurter Fußballlehrer nächste Woche jenen heraussuchen, der im Pokal in Offenbach und zum Auftakt der Bundesliga spielen soll. Am Sonntag hat sich nun Fährmann beim Training den fünften Mittelhandknochen der linken Hand gebrochen und wird für eine lange Zeit nicht zur Verfügung stehen. „Aus dem Dreikampf ist ein Zweikampf geworden“, sagt Skibbe, dem damit unfreiwillig eine weitere Entscheidung abgenommen worden ist. Nun geht es nur noch darum, ob der 35 Jahre alte Nikolov oder der 29 Jahre alte Pröll im Tor stehen wird. „Wenn sie denn hoffentlich gesund bleiben“, sagt der Trainer. Schon beim Privatspiel gegen Austria Kärnten an diesem Montag sollen beide Kandidaten jeweils eine Hälfte zwischen den Pfosten stehen.

          Diese Begegnung war eigentlich als großer Test für Fährmann gedacht. Der 20 Jahre alte Neuzugang aus Schalke hatte am Sonntagvormittag schon das komplette Trainingsprogramm hinter sich gebracht, als er plötzlich Schmerzen in der linken Hand verspürte. Noch auf dem Platz wurde ihm ein kühlender Verband angelegt, bevor er gemeinsam mit Mannschaftsarzt Dr. Christoph Seeger direkt ins Krankenhaus von Hermagor gefahren wurde. Dort wurde dann nach einer Röntgenaufnahme der Bruch festgestellt. „Ich weiß nicht einmal, wann und wie es passiert ist“, sagt Fährmann, der bereits am Sonntagabend die Heimreise nach Deutschland angetreten hat. Wird bei einer weiteren Untersuchung die Diagnose eines glatten Bruchs bestätigt, muss die Hand nicht operiert werden. Die Pause wird mindestens sechs Wochen betragen.

          Schon in der vergangenen Saison hatte die Eintracht Verletzungspech

          Damit setzt sich das fast schon unheimlich anmutende Verletzungspech der Frankfurter Torhüter auch in dieser Spielzeit nahtlos fort. In der vergangenen Saison hatte der damalige Trainer Friedhelm Funkel insgesamt sechsmal zwischen Oka Nikolov und Markus Pröll hin und her wechseln müssen, weil sich beide immer wieder Verletzungen zugezogen hatten. Nachdem zuletzt öffentlich darüber spekuliert worden war, dass die Eintracht Pröll wegen des vermeintlichen Überangebotes an Torhütern gerne abgeben würde, dürften die Frankfurter nun froh sein, wenigstens noch zwei erfahrene Schlussleute im Aufgebot zu haben.

          Bei der 0:3-Niederlage am Samstag gegen den rumänischen Champions-League-Qualifikanten FC Timisoara hatte Oka Nikolov das Tor gehütet. An den drei Gegentreffern war er schuldlos. Trainer Skibbe hatte bei diesem Privatspiel nahezu komplett seine zweite Garnitur eingesetzt. Neben Nikolov konnte allein Abwehrspieler Aleksandar Vasoski Reklame in eigener Sache machen. Nach fünfmonatiger Verletzungspause wegen einer Knieoperation habe Vasoski ein „gelungenes Comeback“ gefeiert, lobte der Trainer. „Wenn er gesund bleibt, ist er eine gute Alternative.“

          Toski wieder beim Training

          Die beiden Offenbacher Trainer Hans-Jürgen Boysen und Rene Keffel, die eine zehnstündige Autofahrt nach Kärnten auf sich genommen hatten, um die Eintracht zu beobachten, hatten nichts gesehen, was für das Pokalderby von Belang sein könnte. Der Cheftrainer und der Torwarttrainer der Kickers werden aber bis Montagabend bleiben – und dann eine andere Mannschaft der Eintracht im Spiel gegen Austria Kärnten sehen. Ihr Frankfurter Kollege Skibbe wird erstmals in dieser Vorbereitung Kapitän Ioannis Amanatidis einsetzen und auch sonst auf seine vermeintlich beste Formation zurückgreifen.

          Nicht mehr dabei ist aktuell Faton Toski, der am Sonntag in die Heimat zurückreisen musste, um an diesem Montag seinen Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz anzutreten. Nach einem einwöchigen Intensivkurs wird Toski wieder am Training teilnehmen können.

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