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Eintracht-Duell gegen BVB : Keine Zeit zum Feiern für Adi Hütter

Österreicher fühlen sich bei der Eintracht wie zu Hause: Adi Hütter und Martin Hinteregger nach dem Sieg gegen RB Leipzig im DFB-Pokal. Bild: dpa

Adi Hütter wird 50 Jahre alt und steht auf dem Trainingsplatz. Doch ausruhen kann er sich nicht. Der Jubilar hat mit der Eintracht in den nächsten Tagen viel vor.

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          Die Zeit, um groß zu feiern, wird für Adi Hütter bei anderer Gelegenheit kommen. Der Österreicher fühlte sich zu seinem 50. Geburtstag am Dienstag der Devise „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ verpflichtet. Das Hauptaugenmerk des Jubilars galt der Fortentwicklung seiner Mitstreiter, für die er als Trainer in Frankfurt seit Sommer 2018 Verantwortung trägt und mit denen er im Laufe dieser Saison noch in drei Wettbewerben Chancen besitzt, aus denen sich unter günstigen Umständen Fußball-Feststunden ergeben können. Hütter, geboren am 11. Februar 1970 im Ort Hohenems in Vorarlberg, treibt die Dinge bei der Eintracht mit Ehrgeiz voran. „Das Wichtigste ist mir, mit der Mannschaft und dem Staff zusammen zu sein“, sagte er und stellte fest: „50 ist eine schöne und stolze Zahl. Entscheidend ist aber, dass man sich nicht zu alt fühlt. Der Job bereitet mir sehr viel Freude.“

          Bundesliga
          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Um mit dem Team nach dem gelungenen Start in die Rückrunde an diesem Freitag in Dortmund (Anstoß 20.30 Uhr) eine weitere Bewährungsprobe bestehen zu können, bat er sie zweimal auf den Übungsplatz an der Arena im Stadtwald – wo die üblichen Kiebitze bis einschließlich Donnerstag außen vor zu bleiben haben, da der Chefcoach Wert darauf legt, dass er die Profis ohne Publikum auf die knifflige Aufgabe beim BVB (Freitag, 20.30 Uhr bei DAZN und im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga) einstimmen kann.

          Taktisch, davon ist auszugehen, wird es die Eintracht ähnlich angehen wie in den fünf zurückliegenden Partien, die sie allesamt ungeschlagen beendete: Die oberste Priorität liegt auf einer stabilen Defensive, aus der heraus nach der Balleroberung schnell auf Attacke umgeschaltet werden soll. Ob dafür auch Bas Dost neben André Silva und Gonçalo Paciência im Angriff wieder zur Verfügung steht, muss sich noch zeigen. Zumindest dreht der Holländer, dem zuletzt ein hartnäckiger Infekt zu schaffen machte, wieder seine Runden.

          Breit aufgestellt

          Bei der Besetzung der verantwortungsvollen Position vor der Viererkette, für die Spieler benötigt werden, die gleichsam ihr Abwehrhandwerk beherrschen, aber auch in der Lage sind, nach vorne Akzente zu setzen, genießt Hütter mehr als in anderen Mannschaftsbereichen eine Vielfalt an Möglichkeiten. Mit Dominik Kohr erweitert dabei aktuell ein Profi den Kreis der Startelf-Kandidaten, der in den vergangenen Wochen selten zur ersten Wahl zählte. Beim 5:0 gegen Augsburg bot der 26-Jährige ungeachtet der für ihn überschaubar bemessenen Spielpraxis eine Vorstellung, die sich sehen lassen konnte.

          Dem Führungstreffer durch Timothy Chandler in der 37. Minute ebnete Kohr mit einem Pass, der Genauigkeit und Schärfe ideal kombinierte, den Weg. Zudem gab es an ihm im Mittelfeld nur schwer ein Vorbeikommen. Die ehemaligen Kollegen des FCA, bei dem Kohr von 2014 bis 2017 unter Vertrag stand, bekamen seine Entschlossenheit in den Zweikämpfen zu spüren. Insgesamt spulte Kohr bei seinem ersten Liga-Einsatz über die komplette Dauer seit dem zweiten Spieltag am 25. August (1:2 in Leipzig) 11,72 Kilometer ab. Er begann an der Seite von Neuzugang Stefan Ilsanker und ergänzte sich nach dessen Rückzug auf den Innenverteidigerposten mit dem eingewechselten Makoto Hasebe.

          Kohr war nicht anzumerken, dass bei ihm die Wochen der Nichtberücksichtigung zu Lasten der Courage gegangen wären. „Wir sind breit aufgestellt. Und das ist auch sehr wichtig. Ende der letzten Saison haben wir gesehen, dass wir mehr Spieler brauchen, die uns helfen, wie waren einfach leer“, sparte Mitspieler Mijat Gacinovic nicht mit Lob: „Ilse und Dominik haben es super gemacht.“

          Auch Hütter bezeichnete die Leistung von beiden als zuträglich für den Erfolg. „Wir sind auch deswegen gut aus den Startlöchern gekommen, weil jeder das Gefühl hat, dass er wichtig fürs Team ist.“ Allein in diesem Monat stehen innerhalb von 13 Tagen noch vier Partien an, bei denen die Eintracht zeigen kann, ob sie sich in der Lage befindet, ihre verbesserte Lage zu behaupten – oder gar auszubauen. Und wie es anschließend weitergeht, ist nun auch klar: Der Deutsche Fußball-Bund terminierte die Viertelfinal-Begegnung mit Werder Bremen auf Mittwoch, den 4. März. Die ARD überträgt das Match, das um 20.45 Uhr angepfiffen wird.

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