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Eintracht beschwert sich : „Wunderkerzen sind keine Pyrotechnik“

Dürfen keine Wunderkerzen zünden: Eintracht-Fans sagen Choreo vor dem Spiel gegen Salzburg ab. Bild: Reuters

Es sollte ein stimmungsvolles Entree vor dem Europa-League-Spiel geben, doch die Uefa untersagte eine Choreo der Fans. Finanzvorstand Hellmann beschwert sich darüber beim Verband.

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          Axel Hellmann, Vorstandsmitglied der Frankfurter Eintracht, hat nach der abgesagten Wunderkerzen-Choreographie einen Brief an die Europäische Fußball-Union (Uefa) geschrieben und sich darin im Namen des Fußball-Bundesligavereins beklagt. „Vielleicht wirken wir ja wie ein Gallisches Dorf“, sagte Hellmann kurz vor dem Anpfiff des Sechzehntelfinal-Hinspiels in der Europa League zwischen der Eintracht und dem FC Salzburg an diesem Donnerstag (18.55 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Europa League und bei DAZN).

          „Wir wollen Praktiken überprüfen und Änderungen herbeiführen“, sagte Hellmann, der am Mittwoch nach Rücksprache mit den Ultras die offizielle Absage der für den Donnerstag geplanten Choreographie bekanntgab. Geplant war, mit „handelsüblichen Wunderkerzen“, wie Hellmann ausführte, für ein stimmungsvolles Entree beim Spiel zwischen der Eintracht und Salzburg zu sorgen; doch die Uefa lehnte aus Sicherheitsgründen ab.

          Eine Entscheidung, die bei Hellmann für Irritationen sorgte, „denn alle Regeln wurde genau eingehalten. Wir sind alle ordentlichen und behördlichen Wege gegangen und haben für die geplante Choreographie die Freigabe erhalten“. Umso erstaunter reagierte der Eintracht-Vorstand, dass dem Begehr der Frankfurter von Seiten der Uefa nicht stattgegeben wurde.

          Axel Hellmann, Finanzvorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG: „Vielleicht wirken wir ja wie ein Gallisches Dorf“.

          „Wunderkerzen sind keine Pyrotechnik“, sagte Hellmann in Anspielung auf vormalige Verfehlungen Frankfurter Fans, die eben wegen des Einsatzes von Pyrotechnik geahndet worden waren. Hellmann erhofft sich mit der schriftlichen Einlassung an die Uefa grundsätzliche Klarheit. Dass die Funktionäre vom Genfer See von der Eintracht kritisiert werden, erachtet Hellmann als normal. „Die Uefa kann das aushalten.“

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