https://www.faz.net/-gzn-15y3t

Ehemalige Eintracht-Profis : Zwischen Königsklasse und Aufstiegsträumen

  • -Aktualisiert am

Einst zentral in der Eintracht-Abwehr, derzeit bei Liverpool mit acht Einsätzen und einem Tor dabei: Sotirios Kyrgiakos Bild: dpa

Michael Fink hat es geschafft, Michael Thurk noch nicht, Mounir Chaftar nicht: 14 ehemalige Eintracht-Profis suchen ihr Fußballglück in vieler Herren Länder. Was ist aus ihnen geworden? Ein Überblick.

          3 Min.

          Michael Fink hat es geschafft, Michael Thurk noch nicht: 14 ehemalige Eintracht-Profis suchen ihr Fußballglück in vieler Herren Länder. Was ist aus ihnen geworden? Ein Überblick.

          Mehdi Mahdavikia: Vor vier Wochen gab die Eintracht bekannt, dass Mahdavikia mit sofortiger Wirkung zum iranischen Hauptstadtklub Azin Steel Teheran wechselt. Gleich im ersten Spiel nach seiner Rückkehr in die Heimat kassierte der 32 Jahre alte Profi die Gelb-Rote Karte. Das war ihm in den zweieinhalb Jahren in Frankfurt, wo er es nur auf 32 Einsätze (null Tore) brachte, nie passiert.

          Junichi Inamoto: Der schweigsame Japaner, einst aus Istanbul gekommen, verabschiedete sich im Sommer 2009 nach zwei Jahren aus Frankfurt (43 Einsätze, null Tore) und wechselte zu Stade Rennes in die erste französische Liga. Nach nur fünf Einsätzen und einer Gelb-Roten Karte zog es Inamoto vor sechs Wochen zurück in die Heimat zu Kawasaki Frontale.

          Léonard Kweuke: Nach einem erfolglosen halben Jahr als Leihspieler bei der Eintracht wurde der Kameruner von seinem slowakischen Arbeitgeber DAC Dunajska Streda weiter verliehen nach Cottbus. Für die Lausitzer war Kweuke in dieser Saison in der zweiten Liga – zumeist als Einwechselspieler – immerhin vier Mal erfolgreich.

          Dem skeptischen Blick zum Trotz: Bei Besiktas Istanbul spielt Michael Fink eine gute Rolle
          Dem skeptischen Blick zum Trotz: Bei Besiktas Istanbul spielt Michael Fink eine gute Rolle : Bild: Wolfgang Eilmes

          Michael Fink: Der frühere Bielefelder brach vor dieser Saison von Frankfurt in die weite Fußballwelt auf – zu Besiktas Istanbul. Der Mittelfeldspieler erzielte das erste Tor der Saison 2009/10 in der türkischen Süper Lig im Spiel gegen den Stadtrivalen Büyüksehir und ist seitdem Stammspieler beim derzeitigen Tabellenfünften. Auch in der Champions League brachte Fink es auf vier Einsätze. Das hätte ihm die Eintracht nicht bieten können.

          Krešo Ljubicic: Der Kroate hatte bei der Eintracht den Status des ewigen Talents. Nach insgesamt nur sechs Einsätzen in der ersten Mannschaft wechselte Ljubucic vor dieser Saison zu Hajduk Split in die Heimat. Dort ist der Einundzwanzigjährige bislang auf sechs Kurzeinsätze in der Liga und vier für die kroatische U 21-Nationalmannschaft gekommen. Derzeit fällt er wegen eines Mittelfußbruchs aus.

          Aaron Galindo: Im Januar 2009 wechselte Galindo nach 32 Bundesliga-Spielen für die Eintracht zurück in seine Heimat. Beim mexikanischen Spitzenklub Deportivo Guadalajara ist er eine feste Größe. Und auch in der mexikanischen Nationalmannschaft, die sich für die WM qualifiziert hat, kommt Galindo regelmäßig zum Einsatz.

          Evangelos Mantzios: Der Grieche hinterließ am Main keinen nachhaltigen Eindruck während seines halbjährigen Gastspiels 2008. Mit der Erinnerung an ein einziges Bundesligator kehrte die Leihgabe zurück zu Panathinaikos Athen. Dort schoss Mantzios in sechs Champions-League-Spielen prompt vier Tore. Seit dieser Saison kickt er bei Anorthosis Famagusta auf Zypern.

          Albert Streit: Sein Abstieg begann mit dem Weggang aus Frankfurt im Dezember 2007. Auf Schalke kam der streitbare Streit trotz eines gut dotierten Vertrags bis 2012 seitdem nur auf 14 Ligaeinsätze – davon nur einen über 90 Minuten. Auch sein halbjähriges Intermezzo beim Hamburger SV war erfolglos (zehn Spiele, keines über 90 Minuten). In dieser Saison wurde Streit auf Schalke von Trainer Magath suspendiert und spielt seitdem für die Regionalliga-Mannschaft.

          Naohiro Takahara: Der Japaner wechselte im Januar 2008 zu den Urawa Red Diamonds, wo er mittlerweile von dem Deutschen Volker Finke trainiert wird. Bei der Eintracht gelangen dem schmächtigen Stürmer in anderthalb Jahren zwölf Tore. Viel treffsicherer ist er auch in Japan nicht geworden. In der vergangenen Saison war er in 32 Spielen nur vier Mal erfolgreich.

          Markus Weissenberger: Der kleine Mittelfeldspieler schaffte es nach seinem Weggang von der Eintracht im Sommer 2008 nicht in den EM-Kader der Österreicher. Bei seinem neuen Arbeitgeber Linzer ASK kam der mittlerweile Vierunddreißigjährige in der vergangenen Saison auf sieben Bundesligapartien, in der aktuellen Spielzeit nur auf einen Kurzeinsatz.

          Markus Steinhöfer: Bei Funkel gesetzt, von Skibbe nicht geschätzt: Steinhöfer wechselte vor Beginn der Rückrunde auf Leihbasis nach Kaiserslautern. Am vergangenen Montag erzielte er gegen den FC St. Pauli sein erstes Tor für die Pfälzer. Doch auch bei den klassentieferen Lauterern kam der Bayer bislang nur als Einwechselspieler zum Zuge.

          Michael Thurk: Nach vielen Jahren in Mainz und einer durchwachsenden Zwischenstation bei der Eintracht (vier Bundesligatore in zwei Jahren) scheint der gebürtige Frankfurter beim FC Augsburg sein Glück gefunden zu haben. In seinem dritten Jahr in Bayern ist er derzeit mit überragenden 20 Saisontoren drauf und dran, den FCA in die Bundesliga zu schießen.

          Sotirios Kyrgiakos: Nach zwei Jahren in Frankfurt (2006 bis 2008) zog es den rustikalen Abwehrspieler in die Heimat zu AEK Athen. Von dort wechselte der Hüne überraschend zum FC Liverpool, wo er in dieser Saison auf acht Einsätze und ein Tor kommt. Die Engländer sind zufrieden mit ihrem griechischen Nationalspieler – auch wenn Kyrgiakos vor drei Wochen im Ligaspiel gegen Everton die Rote Karte sah.

          Mounir Chaftar: Der Deutsch-Tunesier schaffte bei der Eintracht (neun Einsätze in drei Jahren) nie den Durchbruch, wechselte dann im Sommer 2008 zum MSV Duisburg. Nach nur einem halben Jahr und keiner Handvoll Zweitligaspiele wurde Chaftar zu den Offenbacher Kickers transferiert. Auch dort hat er bislang nicht nachhaltig auf sich aufmerksam machen können.

          Weitere Themen

          Das Drama um Christian Eriksen Video-Seite öffnen

          Herzdruckmassage auf dem Platz : Das Drama um Christian Eriksen

          Bei der Begegnung zwischen Dänemark und Finnland war der 29-jährige Christian Eriksen kurz vor Ende der ersten Halbzeit kollabiert. Fans und Spieler zeigten sich fassungslos. Die gute Nachricht: Der Zustand des dänischen Nationalspielers hat sich stabilisiert.

          Der Spielerentwickler

          Frankfurt Skyliners : Der Spielerentwickler

          Die Skyliners verpflichten den spanischen Trainer Diego Ocampo. Für den Job verlässt er das erste Mal seine Heimat. Als Nachwuchsexperte hat er sich einen Namen gemacht.

          Topmeldungen

          Frust bei Balthasar Glaettli, Fraktionschef der Grünen in der Schweiz. Das von ihm geforderte CO2-Gesetz scheitert in der Volksabstimmung.

          CO2-Gesetz gescheitert : Schweizer lehnen schärferen Klimaschutz ab

          Der lange geplante Weg zur Klimaneutralität der Schweiz ist vorerst gescheitert. Eine knappe Mehrheit spricht sich gegen das geplante CO2-Gesetz aus. Dennoch erwarten Unternehmen nun deutliche Mehrkosten.

          Nach dem Parteitag : Baerbock in der grünen Idylle

          Ideologisch motivierte Übertreibungen lassen sich nicht mit idyllischen Visionen übertünchen. Wie die Grünen damit umgehen, wird darüber entscheiden, ob Baerbock als Kanzlerkandidatin ernst zu nehmen ist.
          Rentnerinnen im Rasenlabyrinth von Eilenriede

          Alterssicherung : Das Rentenversprechen

          Eine der großen Zusagen der Sozialen Marktwirtschaft ist finanzielle Sicherheit im Alter. Was ist es noch wert?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.