https://www.faz.net/-gzn-vbhh

Eintracht Frankfurt : Dauerkartenrekord verbucht - großer Stürmer gesucht

  • -Aktualisiert am

In den Reihen der Eintracht-Spieler fehlt ein im wahren Wortsinne klar herausragender Akteur Bild: dpa

Die Frankfurter Eintracht hat den Etat für die neue Saison auf einen Rekordstand aufgestockt und mit dem AWD einen neuen Sponsor gefunden. Noch nicht abgeschlossen ist dagegen die Suche nach einem jedenfalls optisch herausragenden Spieler.

          2 Min.

          Es hat sich viel geändert seit der Gründung der Fußball-Bundesliga im Jahr 1963. Eines aber ist immer gleich geblieben. Jahr für Jahr stellen sich die Profis zwei, drei Wochen vor dem ersten Spiel zum Mannschaftsfoto auf. Bei der Frankfurter Eintracht hat der offizielle Fototermin am Montag stattgefunden. So wenige Spieler wie diesmal waren es selten, die für die Fotografen auf einem der vielen Trainingsplätze vor der WM-Arena posierten.

          Stellten sich vor einem Jahr 26 Profis, so waren es diesmal nur noch 22. Was zum einen daran lag, dass mit dem Iraner Mehdi Mahdavikia und dem Japaner Naohiro Takahara zwei Spieler wegen der Teilnahme mit ihren Nationalmannschaften an der Asien-Meisterschaft unabkömmlich waren. Zum anderen aber auch daran, dass das Aufgebot der Frankfurter Eintracht derzeit noch relativ knapp bemessen ist.

          Voraussetzungen „alles andere als optimal“

          Mit Marcel Heller und dem Brasilianer Chris präsentierten sich zwei Spieler den Fotografen, die beim anschließenden Training wegen Verletzungen passen mussten. Markus Weissenberger und Benjamin Köhler, die nach Operationen langsam herangeführt werden, beendeten die Übungseinheit abermals vorzeitig. Trainer Friedhelm Funkel war schon froh, dass sich Michael Thurk und Junichi Inamoto, die zuletzt beim Privatspiel gegen Wehen-Wiesbaden gefehlt hatten, wieder im Kreis der Kollegen tummeln konnten.

          Die Voraussetzungen seien „alles andere als optimal“, räumte Funkel ein, „ein so kleiner Kader während der Vorbereitungszeit ist sehr ungewöhnlich“. Und so hat der Frankfurter Trainer für das Privatspiel an diesem Dienstagabend (19 Uhr) bei Germania Ober-Roden kaum Auswahl. Schonung wie zuletzt beim 0:2 gegen den SV Wehen-Wiesbaden wird er keinem seiner Profis mehr gewähren können. „Alle werden eingesetzt“, sagt Funkel, „so viele habe ich ja nicht mehr.“

          AWD neuer Partner

          Trotz der nicht dramatischen, aber durchaus angespannten Personalsituation hat der Trainer zumindest offiziell bei seinem Vorgesetzten, dem Vorstandsvorsitzenden und sportlichen Leiter Heribert Bruchhagen, noch nicht nach einem weiteren Neuzugang verlangt. Es bringe nichts „zu drängen“, glaubt Funkel, „wir suchen ja kein Mittelmaß, sondern Qualität“. Ein neuer Spieler müsse „besser oder mindestens genauso gut“ sein wie die Profis, die schon unter Vertrag stehen. Die Eintracht halte nach einem solchen Mann Ausschau und werde „zuschlagen“, wenn er denn gefunden sei. Priorität liegt bei der Suche nach einem weiteren Stürmer, der im Idealfall „groß und kopfballstark“ sein soll.

          Wirtschaftlich würde eine weitere Neuverpflichtung überhaupt keine Probleme bereiten, hat Eintracht-Chef Heribert Bruchhagen in jüngerer Vergangenheit mehrmals betont. Nach der „erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte“, so Bruchhagen, sind auch die Eckdaten für die kommende Spielzeit für die Eintracht vielversprechend. Der Etat ist auf die Rekordsumme von 55 Millionen Euro aufgestockt worden, weitere Partner wie der Finanzdienstleister AWD stoßen beinahe täglich zur Eintracht.

          26.000 Dauerkarten verkauft

          Außerdem wurden mit 26.000 Dauerkarten so viele Saisontickets verkauft wie nie zuvor. Die Logen in der WM-Arena sind fast alle vergeben, zudem sind die 2302 Business-Seats zum ersten Mal sogar allesamt verkauft. Die Eintracht boomt also weiter. Was für das zuletzt schwächelnde spielende Personal Ansporn und Verpflichtung zugleich sein sollte.

          Weitere Themen

          Premier-League-Klubs souverän weiter

          Europa League : Premier-League-Klubs souverän weiter

          Ein englisches Team trägt entscheidend zum Weiterkommen der Frankfurter bei, doch auch zwei andere Teams von der Insel ziehen in die K.o.-Phase ein. Der FC Porto gibt sich keine Blöße, anders Sporting Lissabon.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.