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Jermaine Jones : Träumen vom Porsche Carrera Cup

  • -Aktualisiert am

Liebt schnelle Ballwechsel und schnelle Autos: Jermaine Jones Bild: picture-alliance/ dpa

Eintracht-Kapitän Jermaine Jones zieht es ins Cockpit eines 400 PS starken Rennwagens. Er liebäugelt mit einem Gaststart beim Porsche Carrera Cup.

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          Fußballprofis, die ihre Freizeit auf Tennis- und Golfplätzen verbringen, sind schon lange kein ungewohntes Bild mehr. Ebenso bekannt ist der Hang gutbezahlter Sportler zu edlen und insbesondere schnellen Nobelkarossen, zumal es den Medien nur selten entgeht, wenn ein Profi durch Verkehrsdelikte auffällt. Ein Bundesligaspieler, der sich an professionellen Rennserien beteiligt, wäre dann aber durchaus etwas Besonderes und bliebe garantiert ohne Folgen in der Verkehrssünderdatei.

          Jermaine Jones, derzeit verletzter Kapitän von Eintracht Frankfurt, liebäugelt damit, als Gastfahrer am Porsche Carrera Cup teilzunehmen. Das Araxa Buchbinder Racing Team, bekannt dafür, namhafte Persönlichkeiten aus der Welt des Sports für karitative Zwecke bei den Rennen des Carrera Cups an den Start zu schicken, präsentierte den Frankfurter im Rahmen einer Pressekonferenz zur Saisoneröffnung.

          Unklar, wo Jones in der nächsten Saison spielen wird

          In der vergangenen Saison saßen als Prominente hauptsächlich der ebenfalls anwesende Bob-Olympiasieger Christoph Langen und der ehemalige Schwimmweltmeister Mark Warnecke im Cockpit des 400 PS starken Porsche 911 GT3. Seit 1990 wird der Porsche-Markenpokal ausgetragen, der sich mittlerweile gerade bei jungen Fahrern großer Beliebtheit erfreut und als Sprungbrett in die deutsche Tourenmeisterschaft gilt. Ein Rennen zu bestreiten kommt für Jones jedoch vorerst nicht in Frage.

          Der Spaß steht im Vordergrund und die Aussicht, auf einem Rennkurs die möglichen 270 Kilometer pro Stunde voll ausfahren zu können. Diese Chance möchte sich der selbsternannte Autofreak auf keinen Fall entgehen lassen. Privat ist Jones schon häufig Porsche gefahren. Während eines DTM- Rennens im vergangenen Jahr hatte er schon die Möglichkeit, bei Niki Lauda die Motorsportatmosphäre live mitzuerleben.

          Sollte Jones tatsächlich die Gelegenheit erhalten, an einem Rennen der Carrera-Cup-Serie teilzunehmen, wird er sich kaum ohne Zustimmung seines zukünftigen Arbeitgebers hinter das Steuer setzen dürfen. Noch ist weiterhin unklar, für welchen Klub Jones in der nächsten Bundesligasaison spielen wird. Nach eigener Aussage bemüht sich neben dem FC Schalke 04 und dem VfB Stuttgart auch noch Werder Bremen um den gebürtigen Frankfurter. Es dürfte sicher sein, dass bei allen potentiellen Arbeitgebern das Engagement eines hochdotierten Angestellten im risikoträchtigen Rennfahrergeschäft eher ungern gesehen wird.

          Verletzung am Außenmeniskus verheilt

          Entsprechend zurückhaltend äußerte sich Jones daher zu seinem eventuellen Nebenjob als Rennfahrer. Favorit auf eine Verpflichtung des 25 Jahre alten Frankfurters bleibt der FC Schalke 04. Die Gelsenkirchener Verantwortlichen wollen sich vor einer Vertragsunterzeichnung noch von seiner Fitness überzeugen, was bei den zuletzt häufigen Verletzungspausen nicht überrascht.

          Gegenwärtig befindet er sich in der Rehabilitation beim Physiotherapeuten Klaus Eder in Donaustauf, der seit 1988 auch die Nationalmannschaft betreut. Die Verletzung am Außenmeniskus ist gut verheilt, und Jones hofft, am vorletzten Spieltag bei Werder Bremen wieder auf dem Platz zu stehen. Sollte es zu einem Comeback in dieser Saison kommen, darf man auf die Reaktion der Zuschauer im letzten Heimspiel gespannt sein.

          Jones hatte sich zuletzt viele Sympathien verspielt, und auch seine Onlinebotschaft im Forum der Eintracht-Homepage konnte daran kaum etwas ändern. Angst vor der Konfrontation mit den Fans hat er keine, zumal es auch sein letzter Auftritt im Trikot der Eintracht sein wird.

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