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Eintracht-Kommentar : Richtig und wichtig

  • -Aktualisiert am

„Es passt einfach alles“: Alex Meier verlängert bei Eintracht Frankfurt. Bild: dpa

Bei Eintracht Frankfurt gibt es derzeit einen großen personellen Umbruch. Umso wichtiger, dass mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung mit Alexander Meier ein Zeichen gesetzt wird.

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          Ein guter Tag, eine gute Entscheidung. Es ist richtig und wichtig, dass die Eintracht-Verantwortlichen in der Phase des großen Umbruchs ein Zeichen gesetzt haben. Die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Alexander Meier und die sich daran anschließende Einbindung in den Verein ist aber mehr als nur das: Es ist das Bekenntnis zu einem Fußballspieler, der Großes geleistet hat.

          Seit 2004 schon ist der immer wieder irrtümlicherweise als Hamburger Junge bezeichnete Niedersachse Meier nun schon bei der Eintracht. Frankfurt ist längst sein Zuhause geworden. Den Wohlfühlfaktor in Stadt und Verein hat Meier zeit seines Frankfurter Wirkens immer wieder aufs Neue herausgestellt.

          Warum also hätte der Spielführer dies aufs Spiel setzen sollen, um vielleicht in China oder in den Vereinigten Staaten auf der Schlussgeraden seiner Laufbahn eine neue (wirtschaftliche) Herausforderung zu suchen? Meier weiß: In sein geliebtes Miami und an den Rodeo Drive kann er so oder so. Der regelmäßige Urlaub in Florida ist ebenso eine Konstante wie die alljährliche Anfertigung des Mannschaftsfotos, auf dem der Kapitän mit der Rückennummer 14 dabei ist.

          Meier tut der Eintracht gut. Nicht nur wegen seiner vielen Tore, die er verlässlich schießt und auf die sich der Klub seit nun schon dreizehn Jahren verlassen kann. Auch wegen seiner Bescheidenheit und seines bodenständigen Auftretens gehört der „Lange“, wie ihn seine Mitspieler zumeist rufen, zu den angenehmsten Profis des Geschäfts. Meier nimmt sich selbst nicht so wichtig, stellt in der Öffentlichkeit stets das Gemeinwohl und die Mannschaft in den Vordergrund. Im Mittelpunkt zu stehen behagt ihm nicht sonderlich.

          Aber das tut er nun einmal - und zukünftig wohl noch intensiver als sonst. Die „Alex Meier Fußballgott“-Rufe von den Rängen werden in den kommenden Jahren vielleicht sogar noch lauter werden. Nicht unbedingt, weil Meier wieder mal ein Doppel- oder Dreierpack geschossen hat. Sondern weil er einfach ein feiner Fußballspieler mit Bodenhaftung ist.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

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