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2:1 in Sinsheim : Frankfurt spielt einfach flotter

Jubel mit dem Torschützen: Frankfurts Mijat Gacinovic (vorne) freut sich mit Bas Dost. Bild: dpa

Nach 56 Pflichtspielen 2019 brauchte Eintracht Frankfurt dringend eine Pause. Die hat der Europa-League-Teilnehmer offenbar gut genutzt. Gegen Hoffenheim präsentiert sich die Mannschaft mit viel Power – und holt drei Punkte.

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          Das Warten hat ein Ende: Erstmals seit Anfang November hat die Frankfurter Eintracht wieder ein Bundesliga-Spiel gewonnen. Die Hessen setzten sich zum Auftakt der Rückrunde 2:1 bei der TSG Hoffenheim durch. Mit dem Erfolg nach zuvor sieben sieglosen Partien glückte der Fußballmannschaft von Adi Hütter der Anschluss ans Tabellenmittelfeld. Die Verlierer verpassten es durch die vierte Heimniederlage, ins obere Drittel des Klassements vorzurücken.

          Bundesliga

          „Das war über 90 Minuten eine Leistung, auf der wir aufbauen können“, sagte Frankfurts Torwart Kevin Trapp, „wir müssen zwar an vielen Dingen noch arbeiten, können aber erstmal durchatmen.“

          Beide Trainer hatten Wort gehalten und die von ihnen in der Winterpause in Aussicht gestellten Änderungen umgesetzt. Die Eintracht begann mit einer Viererkette, so wie es das Team im Trainingslager in Florida einstudiert hatte. Die Absicht, die Hütter damit verband, zielte auf eine größere Kompaktheit in der zuletzt so anfälligen Abwehr ab – dabei setzte er im Zentrum der Defensive auf die routinierten David Abraham und Martin Hinteregger vor dem wiedergenesenen Torhüter Trapp. Sein Pendant auf Seiten der Kraichgauer, Alfred Schreuder, nominierte mit Philipp Pentke einen Neuling: Der 34-Jährige, der den verletzten Stamm-Keeper Oliver Baumann vertrat, stand erstmals in seiner Karriere bei einem Bundesligaspiel zwischen den Pfosten.

          Der Spätberufene rückte auf Anhieb ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Einen Schuss von Filip Kostic lenkte Pentke mit der Hand über die Latte (10. Minute). Bei einer Hereingabe von Almamy Touré kam er Bas Dost zuvor. Den einfallslosen Aktionen der TSG fehlte es an Tempo, um die Eintracht aus dem Konzept zu bringen. Die Frankfurter trugen ihre Vorstöße flotter vor. Nach einem Ballverlust des Hoffenheimer Kapitäns Benjamin Hübner, der von Timothy Chandler unter Druck gesetzt worden war, schalteten Touré und Mijat Gacinovic am schnellsten und brachten das Spielgerät in den Strafraum, wo Dost abzog und so Pentke überwand (18.).

          Chancen, den Vorsprung auszubauen, gab es danach mehrere: Kostic hätte mit einem Sprint über links beinahe ein Eigentor von Havard Nordtveit eingeleitet (26.); ein Pass von Gacinovic wäre fast von Hübner am herausgeeilten Pentke vorbei ins Hoffenheimer Tor abgelenkt worden (27.). Zudem traf Kostic die Latte (28.). Bis zur Pause gab es lediglich eine Szene, bei der die Hoffenheimer gefährlich zum Abschluss kamen, Trapp wehrte den Kopfball von Hübner aber ab (37.).

          In der zweiten Hälfte schickte Schreuder mit Neuzugang Munas Dabbur für Ihlas Bebou einen frischen Stürmer aufs Feld; auch der Israeli agierte unauffällig. Das Hoffenheimer Publikum, das sich bis dahin wegen eines Unfalls in der Fankurve unmittelbar vor dem Anstoß mit Unterstützungsrufen zurückgehalten hatte, jubelte in der 48. Minute: Kostas Stafylidis traf nach einem von Dost zu kurz abgewehrten Eckstoß aus 18 Metern zum Ausgleich. Die passende Reaktion der Eintracht fiel Chandler ein: Er sorgte mit einem Kopfball für das Frankfurter 2:1 (62.). Weil Djibril Sow anschließend auf der Linie für Trapp gegen Sargis Adamyan rettete (75.), siegten die Hessen.

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