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Eintracht Frankfurt : Reimann läßt Möllers Einsatz offen

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Spielt er oder spielt er nicht? Er, das ist Andreas Möller, seit zwölf Tagen bei der Frankfurter Eintracht unter Vertrag, nach dreimonatiger Fußballpause auch seit zwölf Tagen wieder im Training.

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          Spielt er oder spielt er nicht? Er, das ist Andreas Möller, seit zwölf Tagen bei der Frankfurter Eintracht unter Vertrag, nach dreimonatiger Fußballpause auch seit zwölf Tagen wieder im Training. Zwei Testspiele hat der 36 Jahre alte Weltmeister von 1990 absolviert, einmal 56 Minuten gespielt, am Dienstag dieser Woche beim 11:0 in Egelsbach 45 Minuten. Danach hatte sich Möller schlapp gefühlt, am Tag darauf ging es ihm nach dem Waldlauf mit den Kollegen wieder besser. "Aber Andreas spielt nur, wenn er hundertprozentig fit ist", hat Trainer Willi Reimann gesagt und den Diskussionen neue Nahrung gegeben. Am Sonntag beim Auswärtsspiel der Eintracht in Mönchengladbach könnte Möller seine Comeback auf der großen Bundesliga-Bühne feiern. Doch sicher ist das nicht.

          Willi Reimann sorgt sich nicht nur um den Fitnesszustand von Möller, er sorgt sich auch um das Innenleben der gesamten Mannschaft. Möller aufzustellen, wenn er noch nicht in bester körperlicher Verfassung ist, sei ungerecht gegenüber anderen Spielern, sagt er. Als Beispiel führt Reimann Markus Kreuz an. Den Mittelfeldspieler hatte er vor der Saison aus Köln geholt, ihn in den ersten Wochen der Saison aber mehr oder weniger links liegen gelassen. Nun habe Kreuz gut trainiert und sei "topfit". Kreuz oder Möller also am Mönchengladbacher Bökelberg? "Abwarten", sagt Reimann und verweist auf die Unwägbarkeiten in Zusammenhang mit den dritten Mittelfeldspieler mit besonderen technischen Fähigkeiten in seinem Aufgebot.

          Der Albaner Ervin Skela wäre gesetzt, doch Skela kann in diesen Tagen nur Lauftraining absolvieren, aber nicht mit den Kollegen am geregelten Training teilnehmen. Vom Länderspiel der albanischen Nationalmannschaft in Georgien ist Skela mit einer Entzündung im Oberschenkel zurückgekehrt. Auf das Rückspiel gegen Georgien am Mittwoch in Tirana hatte Skela in Absprache mit dem deutschen Trainer seiner Nationalmannschaft, Hans-Peter Briegel, verzichtet und war zwei Tage früher als die Kollegen Mehmet Dragusha und Geri Cipi nach Frankfurt zurückgekommen. Dort dreht er nun seine Runden. "Nicht so schlimm, es wird schon gehen", sagt Skela.

          An ein Einspielen von Andreas Möller mit Ervin Skela war bisher jedenfalls nicht zu denken und viel Zeit bleibt bis Sonntag nicht mehr. Nach den Eindrücken beim Training und nach den Andeutungen des Trainers ist es möglich, daß Möller in Mönchengladbach zunächst nur auf der Bank Platz nehmen wird. Daß die Entscheidung "kurzfristig am Spieltag" fallen wird, gehört zu den Standardaussagen des Frankfurter Trainers. Auch die Fragen nach der Besetzung der abwehrenden und angreifenden Abteilungen haben noch keine abschließenden Antworten erfahren.

          Willi Reimann übte deutliche Kritik an Jean Tsoumou-Madza und an Jermaine Jones, was darauf schließen lassen könnte, daß beide nicht zur Anfangsformation gehören werden. Madzas Spiel bereite ihm "fast körperliche Schmerzen", sagt Reimann, "der Junge meint es gut, aber er macht immer wieder die gleichen Fehler." Deshalb war die Auswechslung Madzas im Spiel bei den siebtklassigen Amateuren in Egelsbach auch eine erzieherische Maßnahme. Wie ein wohlmeinender Vater hat Reimann in den Tagen danach mit Madza gesprochen, an der Tafel die Fehler theoretisch mit ihm abgearbeitet. Und wie ein braver Sohn hat sich Madza "sehr einsichtig" gezeigt.

          Auch Jermaine Jones, im letzten Pflichtspiel in Offenbach immerhin Schütze des entscheidenden Elfmetertores, hat seine persönliche Situation nicht verbessern könne. Im Gegenteil. Der junge Mann sei vom "U21"-Länderspiel gegen Schottland, bei dem er nur eine knappe halbe Stunde eingesetzt worden war, in "schlechtem Zustand" zurückgekommen, mäkelte Reimann. Nicht zum ersten Mal, daß der Trainer die Einstellung von Jones kritisierte. Er könne "nicht nachvollziehen", so Reimann, wenn ein junger Mann wie Jones beim morgendlichen Waldlauf nicht mitkomme, "egal, ob er spät ins Bett gegangen ist oder nicht."

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