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Von Eintracht-Trainer Glasner : Oliver Glasner lässt die Freigeister machen

Überzeugt bislang in der Vorbereitung: Aymen Barkok Bild: Jan Huebner

„Bis auf eine Körpergröße von 1,90 Meter ist alles dabei.“ Eintrachts neuer Trainer Oliver Glasner ist mit seinen Offensivkräften bislang sehr zufrieden, verlangt ihnen aber auch etwas ab.

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          Aymen Barkok fühlt sich an schöne Fußballerlebnisse erinnert, die, geht es nach ihm, in ähnlicher Form von Herbst an so auch in Frankfurt wieder zelebriert werden können. Vom „Feeling her“ habe die momentane Testerei etwas vom Rhythmus, der während der Saison durch die Europa League vorgegeben sei: „Alle drei Tage spielen wir“, stellte der Deutsch-Marokkaner in Diensten der Eintracht fest, und vielleicht, so fügte er lächelnd hinzu, stecke dahinter ja System, um sich frühzeitig auf die kommende Belastung durch die internationalen Aufgaben einzustellen. Wobei Sieg und Niederlage aktuell noch nicht die Bedeutung haben, die ihnen in ein paar Wochen beigemessen werden wird. Jetzt kommt es vor allem darauf an, dass das Team und der neue Trainer verstehen, was sie einander haben und wie sie gemeinsam etwas erreichen können.

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Beim dritten Match gegen einen unterklassigen Gegner gelang dem Bundesligafünften der vergangenen Runde der zweite Sieg. 6:1 bezwang die von Coach Oliver Glasner abermals zur Halbzeit komplett durchgewechselte Mannschaft die Regionalliga-Elf des FC Gießen. „Das war heute wieder eine Steigerung“, stellte Barkok fest, der sich kurz vor dem Abpfiff in die Liste der Torschützen mit dem Treffer zum Endstand (88. Minute) eintrug; außerdem schlossen Ali Akman (1.), der später angeschlagen ausgewechselte Goncalo Paciencia (7.), Jesper Lindström nach feiner Vorarbeit durch Fabio Blanco (63.), Daichi Kamada (80.) und Filip Kostic (82.) ihre Angriffe erfolgreich ab.

          „Jeder weiß, was zu tun ist“, sagte Barkok, den die Einstimmung auf kommende Aufgaben als gelungen wertete: „Unsere Vorbereitung ist gut. Jeder hat Bock darauf“, sagte der Mittelfeldmann, der darauf hinwies, „dass wir viele Zocker haben, die gut mit dem Ball umgehen können. Es macht einfach Spaß, mit der Mannschaft zu spielen“.

          Vielversprechende Offensivoptionen

          Barkok zählt ebenfalls zur internen Künstlerfraktion, wie später Oliver Glasner ausdrücklich betonte: „Auch er macht einen sehr guten Eindruck“, sagte der Österreicher, der sich angetan zeigte, dass sich ihm generell einige vielversprechende Optionen in der Offensive böten, um den Abgang von Goalgetter André Silva kollektiv zu kompensieren. „Speed, Spielfreude und Spielintelligenz“, attestierte er insbesondere dem Trio Lindström, Kamada, Barkok, das nach dem Seitenwechsel die Gießener Defensive durcheinander wirbelte.

          „Bis auf eine Körpergröße von 1,90 Meter ist alles dabei“, sagte Glaser, der seinen technisch geschickten Profis rund um den gegnerischen Strafraum weitgehende Gestaltungsfreiheit einräumte: „Im Offensivdrittel können sie machen, was sie wollen. Es ist wichtig, dass sie ihre Kreativität einsetzen.“ Einzige Voraussetzungen, die er mit diesem Freibrief für die Feingeister verknüpfte, sei die Bereitschaft, nach Ballverlusten nachzusetzen und zum Gegenpressing seinen Teil beizutragen. Diesbezüglich habe er schon viele gelungene Ansätze gesehen, sagte Glasner: „Der Countdown läuft. Alles ist auf der Schiene, und ich bin sehr zufrieden.“

          Von diesem Donnerstag werden weitere Rückkehrer im Teamtraining erwartet, von denen sich der Trainer eine Qualitätssteigerung verspricht: Kevin Trapp, Stefan Ilsanker, Martin Hinteregger und Sebastian Rode schauten gegen Gießen nur zu. Am Samstag im Spiel gegen Racing Straßburg ist dann auch Erik Durm wieder eine Option, nachdem er Dienstag und Mittwoch frei bekommen hatte, weil er und seine Partnerin Eltern eines Jungen wurden.

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