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Zukunft von Eintracht Frankfurt : Immer glänzender

  • -Aktualisiert am

Glückliche Umarmung: Trainer Adi Hütter (Zweiter von rechts) und Amin Younes Bild: Picture-Alliance

Eintracht Frankfurt stürzt in der Bundesliga sogar Rekordmeister FC Bayern von einer Verlegenheit in die nächste. Und ein Absturz wie noch in der vergangenen Saison ist diesmal nicht zu erwarten.

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          An symbolträchtigen Szenen hat es an diesem Nachmittag nicht gemangelt. Den Spielern des FC Bayern standen in der ersten Halbzeit die Schweißperlen auf der Stirn, und das war bei weitem nicht nur den frühlingshaften Temperaturen geschuldet. Die Frankfurter Darbietung bis zum Pausenpfiff gehörte zum Sehenswertesten, was die Mannschaft bis heute unter der Regie Adi Hütters anzubieten vermochte.

          Bundesliga

          Vom Anstoß weg machte die Eintracht deutlich, dass sie über den Willen und das nötige Rüstzeug verfügt, um den von der Vielzahl seiner Verpflichtungen geschlauchten Favoriten im 100. Duell zwischen beiden Vereinen zum 23. Mal in die Knie zu zwingen. Hütter hatte vor dem Spiel aus Respekt vor den Leistungen des Münchner Titelsammler davon gesprochen, dass es sich um keine Begegnung auf Augenhöhe handeln könne. So kam es tatsächlich. Nur zunächst ganz anders, wie die ursprüngliche Intention des Österreichers lautete: Denn es waren seine Männer, die den Rekordmeister von einer Verlegenheit in die nächste stürzten.

          Das große Los?

          Die Frankfurter konnten, aufbauend auf einer Defensive, in der sie je nach Bedarf mit drei oder fünf Verteidigern auf einer Linie den Strafraum bewachten, die Bayern mit schnellen Umschaltaktionen in Bewegung halten. Sie gestatteten ihnen, angeführt von Amin Younes, kaum Gelegenheiten zum Verschnaufen. Bis zum Pausenpfiff entwickelte sich ein Match mit völlig überraschenden Kräfteverhältnissen, und es gehörte zur Attraktivität dieses Top-Spiels, dass sich im zweiten Abschnitt die Dinge ins Gegenteil verkehrten.

          Als die Bayern mit Leon Goretzka im zentralen Mittelfeld nachlegten, gewannen sie die Oberhand über das Geschehen, da er Lücken im Frankfurter Abwehrverbund erspähte, die immer größer wurden, je länger die Männer in Schwarz-Rot auf dem tiefen Rasen hinter Ball und Gegner herlaufen mussten.

          Dass die Frankfurter aber in Kevin Trapp einen Keeper in ihren Reihen wissen, der sein Sache beherrscht, ließ sie auch die Überlegenheit der Münchner von der 45. Minute an glimpflich überstehen und drei weitere Zähler festhalten. Das 2:1 gegen den Branchenprimus war schon der neunte Sieg in den zurückliegenden elf Spielen. Mit einer steileren Erfolgskurve kann sich kein Bundesligakonkurrent schmücken, die Aussichten werden immer glänzender: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Frankfurter am Ende der Saison mit der Qualifikation für die Champions League das große Los ziehen, stieg am Samstag weiter.

          Einen zusätzlichen Pluspunkt verschafft ihnen die Tatsache, dass sie sich anders als vor zwei Jahren – als sie im Frühling ähnlich prächtig dastanden – diesmal auf die Verpflichtungen in der Liga konzentrieren und ihre Energie besser einteilen können. Und dass es zum Schluss gegen die Bayern eine Zitterpartie wurde, hatte auch einen positiven Nebeneffekt: Zu Übermut, das zeigten die Reaktionen nach dem glücklichen Ende, neigt niemand. Das war beim 5:1 in der vorigen Saison anders. Seinerzeit haben sie anschließend neunmal in Folge nicht mehr gewinnen können. Solch ein Absturz ist nun nicht zu erwarten.

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