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Nach Anbieter-Pleite : Neue digitale Kreditkarte für Eintracht-Heimspiele

Namenssponsor des Frankfurter Stadions ist die Deutsche Bank, diese bietet nun zusammen mit Mastercard eine Kreditkarte zum Bezahlen im Stadion an. Bild: dpa

Vier Jahre nach der Insolvenz des Stadion-Bezahlsystems Justpay wagt Eintracht Frankfurt einen neuen Versuch mit bargeldlosem Bezahlen. Nun sollen Fans eine digitale Kreditkarte nutzen.

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          Nach dem Debakel mit der Justpay-Bezahlkarte bieten der Verein Eintracht Frankfurt sowie dessen Sponsoren Deutsche Bank und Mastercard ein neues mobiles Bezahlsystem für Käufe im Stadion und anderswo an. Das neue digitale Bezahlangebot heißt „Mainpay“ und sei eine sichere Alternative zum Bargeldverkehr und zu Guthabenkarten, sagte Axel Hellmann, Vorstandsprecher der Eintracht AG. Technisch handelt es sich dabei um eine rein digitale Debit-Kreditkarte, mit der man per Smartphone-App bezahlt und bei der anschließend die Abbuchung direkt per Lastschrift vom hinterlegten Bankkonto erfolgt.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Sie könne nicht nur im Stadion, sondern weltweit an allen NFC-fähigen Kassenterminals, die Mastercard akzeptieren, genutzt werden, teilte der Verein mit. NFC ist ein Funkstandard zur kontaktlosen Datenübertragung über sehr kurze Distanzen, etwa an der Kasse. Zum Bezahlen per Smartphone könne die digitale Kreditkarte in Bezahlapps wie Apple oder Google Pay hinterlegt werden. Ein Konto bei der Deutschen Bank sei nicht notwendig. Derzeit gibt es ein Tageslimit für Transaktionen in Höhe von 500 Euro. Beantragt werden kann die Karte über die Eintracht-App Mainaquila. Eine Jahresgebühr für die Mainpay-Kreditkarte wird nach Auskunft des Vereins nicht erhoben, nur bei Zahlungen in Fremdwährung werde eine Gebühr von 1,5 Prozent des jeweiligen Betrags fällig – etwa bei einer Reise zu einem Europacup-Spiel außerhalb der Währungsunion.

          Zehntausende Fans von Anbieterpleite betroffen

          2017 war der Betreiber des damaligen Frankfurter Stadion-Bezahlsystems Justpay pleitegegangen. Zu dem Zeitpunkt waren 370.000 Karten, bei denen vor der Nutzung ein Guthaben aufgeladen werde musste, allein in Frankfurt im Umlauf. Nur 70.000 davon seien aber aktiv genutzt worden und hätten ein Guthaben von im Schnitt acht Euro geladen gehabt, hieß es damals vom Stadionmanagement. Kartenbesitzer konnten sich bis zum Sommer 2017 beim Verein den Wert des verlorenen Guthabens gegen Speisen, Getränke oder Fanshop-Gutscheine erstatten lassen. Bargeldloses Bezahlen soll im Stadion Wartezeiten verkürzen.

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