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Eintracht Frankfurt : Das lange Warten auf einen neuen Spielplatz

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Trainieren unter perfekten Bedingungen ist für die Profis der Frankfurter Eintracht bis auf weiteres Vergangenheit Bild: picture-alliance/ dpa

Wo sollen die Eintracht-Profis trainieren? Vor der Haupttribüne der Commerzbank-Arena ist der Rasen seit der Weltmeisterschaft schlicht ruiniert. Und der derzeitige Trainingsplatz vor der Wintersporthalle verschlechtert sich zusehends.

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          Die Profis der Frankfurter Eintracht sind froh über den Wetterwechsel der letzten Tage. Sie können beim Training nun im Sinne des Wortes durchatmen. Trainer Friedhelm Funkel hofft dagegen, daß bald wieder trockene Verhältnisse herrschen. Nicht, weil Funkel den Spielern etwa größere Belastungen zumuten will, sondern weil er um die Trainingsbedingungen fürchtet, sollte es weiter so heftig regnen wie zuletzt. Der Eintracht steht auf dem Gelände rund um die Commerzbank-Arena aktuell nämlich nur ein Platz zur Verfügung, auf dem ein geregelter Trainingsbetrieb möglich ist.

          Der Rasen auf dem Platz vor der Wintersporthalle ist trotz einiger schlechter Ecken in ordentlichem Zustand. „Aber wenn wir hier vier Wochen trainieren, weiß ich nicht, wie das aussieht“, klagt der Frankfurter Trainer. Kein anderer Klub in der Bundesliga habe solche Bedingungen, sagt Funkel, „das ist einmalig“. Er meint damit: einmalig schlecht.

          „Am nächsten Mittwoch rollen die Bagger“

          Jene beiden Rasenflächen vor der Haupttribüne, die in der vergangenen Saison von der Eintracht genutzt wurden, sind seit der Weltmeisterschaft schlicht ruiniert, sie gleichen Sandwüsten und haben mit Fußballplätzen nichts mehr gemein. Seit dem Ende der WM und dem Abbau der vielen VIP-Zelte ist dort nichts geschehen. Eine Tatsache, auf die der Leiter der Lizenzspielerabteilung der Eintracht, Rainer Falkenhain, die Betreibergesellschaft der Commerzbank-Arena und die städtische Stadion GmbH, die beide für die verschiedenen Flächen im großen Areal zuständig sind, in einem Brief hingewiesen hat. Wilfried Naß, auf dem Papier noch bis Ende dieses Monats beim Organisationskomitee der WM angestellt, danach wieder Geschäftsführer der Stadion GmbH, hat nun schnelle Besserung in Aussicht gestellt. „Am nächsten Mittwoch rollen die Bagger“, hat Naß am Donnerstag gesagt.

          Aus den derzeit unstrittig ganz schlechten Trainingsbedingungen soll bis zum Winter ein hochmodernes Trainingsgelände erwachsen. Vier neue Plätze werden vor der Haupttribüne entstehen, drei mit natürlichem Rasen, einer mit Kunstrasen. An der Finanzierung dieses Feldes soll sich die Eintracht finanziell beteiligen, Verhandlungen über die Höhe dieser Beteiligung werden derzeit geführt. Der Platz der Wintersporthalle wird eine Rasenheizung und eine Flutlichtanlage erhalten. Rund zwei Millionen Euro sollen die Kosten für die letzten Baumaßnahmen im Rahmen der Weltmeisterschaft insgesamt betragen. Nach der Fertigstellung werden also neben der Arena selbst fünf Plätze zur Verfügung stehen, genug für die Eintracht und für die Footballer von Galaxy, die im Frühjahr wieder die Trainingsarbeit aufnehmen werden.

          Bis es soweit ist, muß die Eintracht weiter mit dem einen Rasen auskommen. An diesem Freitag um 10 Uhr steht die nächste Einheit auf dem Programm. Am Donnerstag durften Ioannis Amanatidis wegen einer Wadenprellung und Benjamin Köhler, der als einziger beim 3:0-Sieg in Griesheim am Mittwoch abend über 90 Minuten gespielt hatte, etwas kürzertreten. Dies seien „reine Vorsichtsmaßnahmen“, sagte Friedhelm Funkel. Beide Angreifer, Köhler wie Amanatidis, sollen beim Privatspiel am Samstag in Fürth, dem letzten ernsthaften Test vor dem Bundesligastart am 12. August auf Schalke, dabeisein.

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