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DFB-Pokal : Déjà-vu für Wehen Wiesbaden gegen Stuttgart

Wehens Marcus Mann (r.) und Stuttgarts Martin Harnik sind sich nicht ganz einig Bild: dapd

Schon 2007 traf Wehen Wiesbaden im DFB-Pokal auf Stuttgart. Damals verlor der Außenseiter 1:2. Auch in diesem Jahr unterliegt der Drittligaklub dem VfB - mit dem selben Ergebnis. Beim SVWW-Tor durch Janjic hilft der Schiedsrichter.

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          Vor dem Duell zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und dem VfB Stuttgart in der ersten Runde des DFB-Pokals tauschten sich Gino Lettieri und Bruno Labbadia am Spielfeldrand angeregt über die gemeinsame Vergangenheit aus. Der Wiesbadener Trainer und der Coach des VfB hatten 2006 gemeinsam den Fußballlehrerlehrgang absolviert.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zudem war Lettieri seinem Gegenüber einst bei Darmstadt 98 als Nachfolger im Traineramt gefolgt, als Labbadias Laufbahn mit dem Wechsel zu Greuther Fürth uns somit ins Profigeschäft gerade Fahrt aufgenommen hatte. Auch beim 2:1-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals wahrte Labbadia nun einen knappen Vorsprung vor dem ehemaligen Jugendspieler des VfB. Zwei Standardsituationen verschonten sein Team dabei vor einer Blamage beim Drittligaklub.

          Bereits nach fünf Minuten drückte Ermin Bicakcic den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Die Stuttgarter verpassten anschließend die Vorentscheidung. Stattdessen gestatteten sie dem Gegner mehr Anteile an dem munteren Pokalspiel vor 11.600 Zuschauern im nahezu ausverkauften Wiesbadener Stadion.

          Beim Ausgleich half jedoch Schiedsrichter Robert Hartmann nach, der nach einem Zweikampf zwischen dem dänischen VfB-Neuzugang William Kvist und dem Zlatko Janjic auf Elfmeter entschied. Der angeblich gefoulte Wiesbadener Offensivspieler verwandelte selbst (28.).

          Nach dem Wiederanpfiff nutzte der Bundesligaklub die erste Torgelegenheit zum 2:1. Zdravko Kuzmanovic verlängerte eine Freistoßflanke von Tamas Hajnal per Kopf ins lange Eck. Der VfB entledigte sich somit mit demselben Ergebnis derselben Erstrundenaufgabe wie 2007. Damals hatte der VfB als deutscher Meister den SV Wehen Wiesbaden im Mainezr Bruchwegstadion ebenfalls mit 2:1 besiegt.

          Dem Wiesbadener Trainer Lettieri, der in seiner Jugend für den VfB spielte, bleibt ein Trost: Bereits am Dienstag bietet sich die Chance zu einer zumindest kleinen Revanche. Dann spielt Wiesbaden, das in der dritten Liga als Aufstiegskandidat gehandelt wird, in der Liga gegen die zweite Mannschaft des VfB. „Da dürfen wir uns vom knappen Resultat heute nicht blenden lassen“, sagte der Wiesbadener Torhüter Michael Gurski. „Das wird am Dienstag vielleicht noch schwerer als heute.“

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