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Zweite Bundesliga : Darmstädter Kaltstart

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Markus Anfang: „Es wird eine Herausforderung, von der ersten Sekunde an da zu sein.“ Bild: dpa

Für die „Lilien“ ist das Heimspiel gegen St. Pauli das erste seit 18 freien Tagen. Ausgetobt haben sie sich zuletzt nur im internen Wettstreit. Zuschauern dürfen sie nicht zeigen, was sie dabei gelernt haben.

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          Knapp drei Wochen sind die „Lilien“ sportlich nicht mehr in Erscheinung getreten. Die Länderspielpause und das wegen Coronafällen beim VfL Osnabrück ausgefallene Punktspiel haben sich auf 18 spielfreie Tage summiert. So gerät das Heimspiel an diesem Samstag (13 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Fußball-Bundesliga und bei Sky) gegen den FC St. Pauli zu einem Darmstädter Kaltstart.

          Cheftrainer Markus Anfang ist zwar nicht bange vor dem Match seiner aus dem gängigen Spielrhythmus geratenen Mannschaft. Aber die Anfangsminuten der Partie hält der Fußballlehrer für eine kritische Phase. „Es wird eine Herausforderung, von der ersten Sekunde an da zu sein“, sagte Anfang.

          So richtig ausgetobt haben sie sich zuletzt nur im internen Wettstreit. Die Darmstädter setzten am vergangenen Wochenende ein intensives Elf-gegen-Elf-Spiel über vier Mal 25 Minuten an, um den fehlenden Wettkampf zu simulieren. Gezielt sollte stets eine Partei St. Pauli mit seinen Grundordnungen nachahmen. Aber auch die „Lilien“ haben an den ersten drei Ligasaisonspielen – eine Niederlage, ein Remis, ein Sieg – bewiesen, dass sie flexibel handeln können. Besonders bei ihrer vorerst letzten Arbeitsprobe stach hervor, dass sie bereit sind, auch auswärts gegen einen namhaften Gegner auf Sieg zu spielen. Der späte Treffer zum 3:2-Erfolg beim 1. FC Nürnberg war der Lohn. Auf dieser Basis muss eine Trainingsphase, die Coach Anfang ungewohnt viel Zeit gab, seine Spielidee weiter einzuschleifen, nicht verkehrt sein. Der gebürtige Kölner bezeichnet sein Team in Bezug auf die Adaption des auf Ballbesitz und spielerischer Dominanz fußenden Ansatzes als „sehr weit“. Mit im Schnitt 65 Prozent Ballbesitzanteil führen die Südhessen die Kategorie ligaweit an.

          Ob dies auch gegen St. Pauli trägt, davon werden sich keine Stadionbesucher live überzeugen können. Das auch in Darmstadt hohe Infektionsgeschehen beschert den „Lilien“ das erste Geisterspiel der Saison – und das erste überhaupt in der Trainerkarriere von Anfang, der um den Einsatz seines Mittelfeldmannes Victor Palsson bangt. Von den jüngsten Einsätzen für Island brachte Palsson eine Knieblessur mit.

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