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Darmstadt 98 in Not : „Wir brauchen Eckpfeiler“

  • -Aktualisiert am

Wird in Darmstadt dringend gebraucht: Kapitän Fabian Holland Bild: Picture-Alliance

Zehn Gegentreffer in den vergangenen drei Partien sind Alarmsignal genug bei Darmstadt 98. Lilien-Trainer Anfang fordert mehr Lautstärke auf dem Platz und bangt um seinen Kapitän Holland.

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          Die „Lilien“ sind in dieser Zweitligasaison ausgewiesene Sammler. Waren es in den ersten Zweitligasaisonwochen noch vorrangig Pluspunkte für die forsche, offensive Spielweise, sind es nun Gegentore (allein schon fünf per Elfmeter), die auch noch im Verbund mit Hiobsbotschaften außerhalb des Spielfelds daherkommen.

          2. Bundesliga

          Zehn Gegentreffer in den vergangenen drei Partien sind eigentlich schon Darmstädter Alarmsignal genug. Doch um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fehlt Cheftrainer Markus Anfang sein dafür bestqualifiziertes Personal. Denn dass Victor Palssons bei der isländischen Nationalmannschaft erlittene Verletzung sich als Sehnenriss im linken Daumen entpuppte und eine Operation samt sechswöchiger Pause nach sich ziehen wird, trifft den SV Darmstadt 98 hart.

          Denn die defensive Mittelfeldkraft ist ein Anker im Darmstädter Spiel, der Führungsqualitäten hat, Aggressivität einbringt und sich Kommunikation im Kommandoton zutraut. Ohne Palsson, bemängelte auch Coach Anfang, sei es bei der 0:3-Niederlage in Aue am vergangenen Sonntag auf dem Rasen viel zu leise zugegangen. „Wir brauchen Eckpfeiler, und wir brauchen Lautstärke auf dem Platz, um Stabilität in unser Spiel zu bekommen“, sagt Anfang mit Blick auf die jüngeren Profis im Team, die im neuen Spielsystem mitunter noch Hilfestellungen benötigten.

          Ohne Palsson, den gesperrten Nicolai Rapp und den mit Covid-19 infizierten Fabian Holland herrschte in Aue ein Führungsvakuum auf dem Platz. Nun wird Rapp an diesem Freitag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Bundesliga und bei Sky) im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig sicherlich in die Startelf zurückkehren. Aber Hollands Einsatz ist sehr fraglich. Der Kapitän ist während zweiwöchiger Quarantäne samt sportlichem Nichtstun am Montag ärztlich durchgecheckt worden.

          Nun gelte es bis zum Heimspiel gegen den Aufsteiger zu schauen, wie viel Substanz Holland verloren hat und „wie er die fußballspezifische Belastung wegsteckt“, so Anfang. „Es ist ein schmaler Grat.“ Zumal der 30-Jährige im dichten Programm der folgenden Wochen in der „Lilien“-Abwehrkette dringend benötigt wird, da seine Linksverteidigerposition im Kader keinen etatmäßigen Vertreter bereithält.

          Die Darmstädter Welt schien Anfang November noch in Ordnung. Doch nun leisteten sie sich in den vergangenen beiden Partien drei ganz schwache Halbzeiten – die Quittungen dafür waren das 0:4 daheim gegen Paderborn und das 0:3 in Aue. Gegen die Braunschweiger Aufsteiger drohen nun bei einem weiteren Tiefschlag krisenhafte Erscheinungen am Böllenfalltor.

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