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Darmstadt-Profi Kempe : „Dieses Team hat Qualität“

  • -Aktualisiert am

Mit Freude dabei: Darmstadt-98-Profi Tobias Kempe Bild: Florian Ulrich/Jan Huebner

Den Bruder hat es ins benachbarte Wiesbaden verschlagen. Tobias Kempe hingegen hält Darmstadt die Treue. Im Interview spricht der Veteran über die neuen „Lilien“ und Trainer Markus Anfang.

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          Ihr Bruder Dennis ist zum SV Wehen Wiesbaden gewechselt, Sie gehören zu den dienstältesten Profis in Darmstadt...

          ...räumlich sind wir uns in unseren Profikarrieren noch nie so nahe gekommen. Dennis pendelt häufig zwischen Wiesbaden und Karlsruhe, wo seine Familie lebt. Da liege ich in Darmstadt genau auf dem Weg. Wir sehen uns jetzt wirklich häufig.

          DFB-Pokal

          Das Sommerthema war, inwiefern der neue Cheftrainer die Mannschaft spielerisch neu ausrichtet. Ist Markus Anfang der „Lilien“-Revoluzzer?

          Nein, das würde ich nicht sagen. Er hat genaue Vorstellungen davon, wie wir spielen wollen, und versucht uns das mitzugeben. Wir haben die Vorbereitung genutzt, um verschiedene Spielsysteme einzustudieren und möglichst variabel agieren zu können. Der Trainer hat für jede Position Abläufe und Inhalte, auf die wir Spieler eingehen sollen. Man lernt dazu, und das macht jeden von uns besser.

          Was hat sich im Anforderungsprofil an Sie und die anderen Offensivspieler konkret geändert?

          Räume schaffen, Räume besetzen, Spielsituationen entwickeln, kreativ sein – diese Punkte sind dem Trainer sehr wichtig. Aber übergeordnet haben wir Offensivspieler weiterhin das zu tun, was Offensivspieler zu tun haben: Torgefährlich sein und Tore schießen.

          Sie gehen in Ihre sechste Saison am Böllenfalltor. In dieser Zeit hat noch kein Trainer – und Sie hatten in dieser Zeit einige – konkret versucht, in Darmstadt einen auf Ballbesitz und spielerische Dominanz basierenden Ansatz zu pflegen, oder?

          Ich würde das neue System gar nicht auf die Ballbesitz-Schiene verengen. Aber wir wollen natürlich agieren und nicht reagieren. Wir wollen dominant auftreten, aber durchaus auch schnell in Richtung gegnerisches Tor und zum Abschluss kommen.

          Wie lange dauert es, einen solchen Fußball-Kulturwandel umzusetzen?

          Das ist ein laufender Prozess. Natürlich haben wir in den vergangenen Jahren ein bisschen anders gespielt. Aber was in der Vorbereitung deutlich geworden ist: Jeder in der Mannschaft hat das Zeug dazu, den neuen Weg umzusetzen. Sonst würde der Trainer das auch nicht einfordern. Da wird man auch etwas Geduld investieren müssen.

          Wie viel wird im Erstrunden-Pokalspiel beim Drittligaklub 1. FC Magdeburg an diesem Sonntag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zum DFB-Pokal und bei Sky) schon klappen?

          Das wird man sehen. Wir haben auf jeden Fall viele sehr gute, sehr intensive Trainingseinheiten hinter uns. Wir sind alle wirklich heiß auf das Spiel nach einer langen Vorbereitungszeit und wollen die nächste Runde erreichen. Es ist gut, dass wir uns in Magdeburg endlich beweisen dürfen in einem Spiel, in dem es um etwas geht. Die Spannung ist sehr hoch in der Mannschaft, die Power ist sehr ausgeprägt.

          Wie empfinden Sie Spirit und Zusammenhalt?

          Die überschaubare Anzahl von Neuzugängen ist in eine eingespielte, funktionierende Mannschaft gekommen. Jeder kennt sich, jeder weiß um die Stärken, Schwächen und die bevorzugten Laufwege des anderen. Ich habe schon in der vergangenen Saison gesagt, dass dieses Team Qualität hat. Und das ist auch in dieser Spielzeit mein Empfinden. Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Saison spielen werden.

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