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Darmstädter Haltung gefragt : „Nicht einlullen lassen“

  • -Aktualisiert am

Darmstadts Trainer Dimitrios Grammozis im Januar 2020 Bild: dpa

Nach jahrelangem Abstiegskampf wird Darmstadt 98 diese Saison in sicheren Gewässern zu Ende bringen können. Doch nach der Niederlage gegen den KSC zeigt sich: Die vermeintliche Sicherheit birgt auch Gefahren.

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          Frankfurt Geisterspiele im Niemandsland? Die „Lilien“ steuern auf einen Saisonschluss ohne großen Thrill zu. Was sie angestrebt haben nach zuletzt aufregenden, kräftezehrenden Jahren im Zweitliga-Abstiegskampf. Angesichts der finanziellen Belastungen durch den Stadionumbau und der coronabedingten Unsicherheiten in der Branche ein Zustand, welcher der Vereinsführung gefällt. Und an die Profiabteilung alltäglich Anforderungen in Sachen intrinsischer Motivation stellt.

          2. Bundesliga

          „Dass die Mannschaft sich von der vermeintlich sicheren Tabellensituation einlullen lässt, lassen wir nicht zu“, sagte Dimitrios Grammozis. „Dafür sind wir aber auch zu heiß auf jedes Spiel. Ich kann in keinervWeise erkennen, dass sich jemand hängenlässt.“ Der Darmstädter Cheftrainer steht angesichts von neun Punkten Rückstand auf Rang drei und acht Zählern Vorsprung vor Platz 16 vor der Herausforderung, die Spannung im Team hoch zu halten. Zumal sein Wort mit Blick auf Zukunftsaussichten und Vertragsgespräche nicht mehr zählt – die Trennung nach Saisonschluss ist ja längst beschlossene Sache.

          Gute Arbeitsproben abliefern

          Grammozis wird freilich erpicht darauf sein, noch einige gute Arbeitsproben in Darmstädter Diensten abzuliefern. Der letzte Eindruck wird viel Gewicht haben, wenn der Deutschgrieche sich auf die Suche nach einem neuen Klub macht. Natürlich werden auch etliche Spieler in ihrer Berufsauffassung und -ausübung nicht nachlassen (wollen). Aber eine spannende Frage im „Lilien“-Kosmos lautet, mit welcher Haltung aus der Mitte des Teams heraus agiert wird.

          Nur, auf diesem Niveau und gerade in der zweiten Liga, in der jede einzelne Auseinandersetzung hart umkämpft ist, entscheiden häufig wenige Prozentpunkte an Engagement über Punktgewinn oder -verlust. Den schwachen Darmstädter Wiederbeginn in Karlsruhe (0:2) hat Mittelfeldmann Victor Palsson in dieser Hinsicht als „nicht akzeptabel“ bezeichnet. Man habe „zu soft“, „zu langsam“ agiert, habe zu wenig Mut und Esprit gehabt, so der Isländer. Grammozis pflichtete dem bei und registrierte unter der Woche, dass die Spieler „eingesehen haben, dass es auf diese Art sehr schwierig ist, in der Liga Punkte zu holen“. Den nächsten Anlauf unternimmt der SVD an diesem Samstag (13 Uhr) im ersten Geister-Heimspiel der Klubgeschichte gegen den FC St. Pauli. Der Auftakt für „sehr knackige“ (Grammozis) drei Partien innerhalb von sechs Tagen. Gegen St. Pauli, das bei acht Versuchen noch nie am Böllenfalltor gewinnen konnte, sind die Einsätze von Marvin Mehlem (Blessur am Bein) und Mathias Bader (muskuläre Probleme) fraglich.

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