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Darmstadt 98 : Wende zum Guten

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Hart erkämpft: Bei Darmstadt ist man mit der Leistung nicht zufrieden. Bild: dpa

Darmstadt 98 übersteht die erste DFB-Pokalrunde. Doch die Freude bei den Lilien ist nach der Leistung gegen Magdeburg gedämpft.

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          Der Pokalabend bot von Spielfilm und Dramatik her einiges, was überschwängliche Emotionen hätte auslösen könnte. Doch im „Lilien“-Betrieb war die Freude nach Abpfiff gedämpft. Darmstadt 98 hat die erste DFB-Pokalrunde gemeistert – mit Ach und Krach. Doch man kann auch gut sagen, dass das Magdeburger Erlebnis und Ergebnis viel wert sein kann mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf.

          Weil die im Vergleich zum Vorjahr personell kaum veränderte Mannschaft im Verbund mit dem als Reformator im großen Stil angetretenen neuen Cheftrainer Markus Anfang bei erster Pflichtspielgelegenheit gleich ein erfolgreiches Gemeinschaftswerk initiiert hat. Beim 3:2-Erfolg nach Verlängerung beim Drittligaklub 1. FC Magdeburg steckten die klassenhöheren Darmstädter zwischenzeitlich in ernsten Schwierigkeiten. Doch die Wende zum Guten nach 0:2-Pausenrückstand verdienten sich die Südhessen durch eine überwiegend gute Leistung in der zweiten Halbzeit und Verlängerung, auch wenn in Summe Fragezeichen hinter dem Auftritt vor 5000 Stadionbesuchern bleiben.

          „Die Jungs haben alles dafür gegeben“

          „Die Jungs haben alles dafür gegeben und nach hintenraus richtig gefightet. Ein Spiel in Magdeburg nach einem 0:2 noch zu drehen ist nicht selbstverständlich“, sagte Anfang. Für sein Projekt, in Darmstadt einen neuen Spielansatz einzuführen und das Vertrauen der Profis dafür zu gewinnen, wäre ein Pokal-Aus Gift gewesen. Zumal nach dem fahrigen, desorientierten und schwachbrüstigen Auftritt in den ersten 45 Minuten. „Wir haben überhaupt keinen guten Fußball gespielt, waren viel zu unruhig. Unsere Abläufe haben nicht gepasst“, sagte Anfang über eine erste Halbzeit zum schnellen Vergessen.

          Doch zugleich bot das restliche Spiel auch Anlass zur Hoffnung. Anfang schien in der Halbzeitpause aus der personellen Not – nur ein fitter offensiver Außenbahnspieler, kurzfristig auch Innenverteidiger Immanuel Höhn (Adduktorenblessur) verletzt – eine taktisch flexible Tugend zu machen.

          Den besten Torchancen und allen drei Darmstädter Toren ging jeweils ein langer Diagonalball über die hoch stehende Magdeburger Abwehrkette voraus. Mehlem (53.), Kempe mit einem sehenswerten Schuss und der eingewechselte Honsak (100.) erzielten die Treffer. Mit Schwächephasen wie in Magdeburg rechnet Anfang künftig noch häufiger. „Die Jungs müssen Erfahrungen machen mit unserer Art und Weise zu spielen. Dafür brauchen sie Bilder im Kopf und Spiele“, sagte er.

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