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Grammozis bei Darmstadt 98 : Noch kein neuer Vertrag für den „Lilien“-Trainer

  • -Aktualisiert am

Mit Einsatz an der Seitenlinie: Darmstadt-Trainer Dimitrios Grammozis Bild: dpa

Darmstadt 98 steht in der zweiten Liga zwischen den Welten. Mit Trainer Dimitros Grammozis sind die Verantwortlichen dennoch zufrieden. Eine Vertragsverlängerung steht indes noch aus – wohl aus gutem Grund.

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          Noch hat der Fußballlehrer Dimitrios Grammozis keinen neuen Vertrag für die kommende Saison geschlossen. Damit rechnen, dass er vom 1. Juli an arbeitslos sein wird, muss der Trainer des SV Darmstadt 98 aber nicht. Die „Lilien“ zeigen sich zufrieden mit der Arbeit des 41-Jährigen, das ist den Aussagen der Vereinsverantwortlichen mit Präsident Rüdiger Fritsch an der Spitze zu entnehmen. Dieser vertritt ohnehin die Auffassung, dass die Trainer heute in schwierigen Phasen viel zu schnell von außen in die Kritik geraten würden. Zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung mit dem Deutsch-Griechen ist es bisher allerdings nicht gekommen. Womöglich spielt dabei die gemachte Erfahrung des SVD mit Torsten Frings eine Rolle, von dem sich die Südhessen im Dezember 2017 getrennt hatten. Sein bis einschließlich 30. Juni 2020 datierter Vertrag hat bis heute Bestand.

          Auch Grammozis, Nachfolger des ebenfalls entlassenen Dirk Schuster (heute Erzgebirge Aue), scheint bei seiner Zukunftsplanung keine Eile zu verspüren. Etwaigen Druck auf die Darmstädter Vereinsführung übt er nicht aus. Offenbar lässt der ehemalige Bundesliga-Profi die Dinge mit Ruhe und dem Selbstbewusstsein eines von seinen Fähigkeiten überzeugten Trainers auf sich zukommen. „Wir werden zu gegebener Zeit Gespräche führen“, sagte Carsten Wehlmann, der Sportliche Leiter, am Samstag.

          Ohne Herausforderung ist die Aufgabe für Grammozis am Böllenfalltor allerdings nicht. Denn nach 18 Spieltagen haben sie mit 21 Punkten lediglich zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang 16, den der tief gefallene Erstliga-Absteiger Nürnberg belegt. Auf der anderen Seite liegen die „Lilien“ auch nur fünf Punkte hinter Platz sechs. Nur bisher war ihr Leistungsvermögen zu wechselhaft, um sich dauerhaft von den Abstiegsrängen entfernen zu können.

          In einem Punkt haben die Darmstädter ihre Vorgabe ordentlich umgesetzt: Mit 25 Gegentoren stehen sie in der Statistik vor neun anderen Mannschaften, von denen der Karlsruher SC (36 Gegentore) die schlechteste Bilanz aufweist. Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatten sich die Südhessen mit 33 Gegentoren in die Winterpause verabschiedet. Trotz des erzielten Fortschritts hat sich Darmstadt nun mit dem Defensivspieler Nicolai Rapp von Union Berlin verstärkt. Der 23 Jahre alte ehemalige Hoffenheimer ist als Ersatz für den 30 Jahre alten Mathias Wittek eingeplant, der aufgrund seines erlittenen Kreuzbandrisses wohl bis zum Saisonende ausfallen wird.

          Grammozis könnte von der Vielseitigkeit des Neuzugangs profitieren, ist dieser doch auch im defensiven Mittelfeld einsetzbar. Dort wären seine Konkurrenten im Kampf um einen Platz im Team Victor Pálsson, Seung-ho Paik und Yannick Stark. In der Innenverteidigung müsste Rapp einen der beiden Stammspieler Dario Dumić oder Immanuel Höhn verdrängen. Der 1,85 Meter große Profi hat sich ohne Spielpraxis seinem neuen Arbeitgeber angeschlossen, da er in Berlin in der Bundesliga keine Einsatzminute hatte. Die Darmstädter, die an diesem Montag (15 Uhr) wieder das Training aufnehmen, sind dennoch davon überzeugt, dass ihnen Rapp sofort weiterhelfen kann. Aus seinen guten Zeiten in Aue und Fürth ist ihm die zweite Liga nämlich bestens vertraut. „Stand jetzt“ bleibe Rapp die einzige Neuverpflichtung, sagte Wehlmann.

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